Unser Eddy ist jetzt ein 60iger

13.02.2026 14:19

Seinen 60.Geburtstag feierte am 8.Februar 2026 Edmund Hirschfeld, unser Eddy, von vielen auch “Kaddus“ genannt. Am selben Tag wurden Bruno Labbadia und Hristo Stoichkov, der wohl bekannteste bulgarische Fußballer aller Zeiten, geboren. Nummer Eins in der deutschen Hitparade war “Yesterday man” von Chris Andrews. Tabellenführer der Bundesliga, Stand 5.2.66, war Borussia Dortmund. Das war ein Zeichen. Wo genau Eddy geboren wurde, haben wir nicht recherchiert, vermutlich am Borsigplatz. 1966 war en gutes Jahr. Die Borussia holte den Europapokal der Pokalsieger durch jenes legendäre Tor von Reinhold “Stan” Libuda aus zirka 40 Metern beim Finale in Glasgow gegen den FC Liverpool. Meister wurden die BVB'ler leider nicht. Am vorletzten Spieltag trafen sie als Tabellenführer, um ein Tor besser, auf den punktgleichen TSV 1860 München und verloren 0:2. Den “Löwen” reichte dann im letzten Spiel ein 1:1 gegen den HSV zur Meisterschaft, der bis heute letzten. Ebenfalls 1966 wurde Deutschland nur deshalb nicht Weltmeister, weil der Linienrichter beim Finale gegen England einen Knick in der Optik hatte. Der TSV Grünbühl lief 1966 mit dem von vielen so genannten “Kanonensturm” auf und holte mit einem 15:0 gegen SGV Hochdorf den bis dato höchsten Punktspielsieg in der Vereinsgeschichte. Dennoch sprang am Ende nur der 5.Platz in der B-Klasse heraus.

Aber nun zurück zum Eddy: wir wünschen ihm alles Gute und vor allem Gesundheit. Eddy ist einer, der sehr viel für andere macht. Wir hoffen, daß dies' von allen gewürdigt wird. Die erste fotografische Dokumentation über ihn beim TSV stammt von 1988 an der Theke im Vereinsheim (siehe Galerie). Anfang der 90er Jahre spielte er bisweilen in der Reserve, was aber nicht so sehr registriert wurde. Lediglich unser “Rambs” erinnerte sich, daß er den Eddy beim Training manchmal “über den Platz stolpern” sah. Leider wurde zu den Spielen damals teilweise gar nichts notiert. Aber es gibt drei Spielberichte, in denen er auftaucht (siehe Galerie).

Lange Jahre fungierte er dann in den 2000ern als Trainer von D- und C-Jugend. Er gehörte zum Coachingteam, als die C-Jugend 2006 in der Halle die Endrunde der besten 24 Mannschaften von Württemberg erreichte. Im selben Jahr wurde er Staffelmeister mit der C7-Jugend. 2007 war er mit im Team, als die D-Jugend Stadtmeister auf dem Feld wurde und als Meister der Leistungsstaffel in die Bezirksstaffel aufstieg. Auch 2008 war er bei einem großen Erfolg dabei. Die C-Jugend siegte beim Grünbühler “eno Cup” in den Hallen am Römerhügel. Auch als Schiedsrichter betätigte sich Edmund sehr oft, bei Jugendspielen, beim Diezel Cup und auch beim Spiel zum 50.Geburtstag von “Fritzle” Kirchner, wobei er durch einen heftig diskutierten Abseitspfiff Mike Bernal ein Tor klaute.

Eddy gehört auch zu den “fleissigen Handwerkern” beim TSV. Er wirkte unter anderem beim Bau der neuen Franz-Josef-Hütte 2012 und beim Renovieren des Vereinsheims 2016 tatkräftig mit. 2009 transportierte er die für die Festlichkeiten zum Diezel Cup benutzte Bühne von und nach Oßweil. Im selben Jahr spendierte er die Salate für die in der Turnhalle übernachtenden ausländischen Gäste.

2013 begann dann seine aktuellste Karriere, die mit einem Stadtpokalsieg im Elfmeterschiessen auf dem SC-Platz begann. Der damalige Abteilungsleiter Bernd Klostermann überzeugte den Eddy, fortan als Betreuer der Fußballer zu fungieren. Sieben “Wandervögel” hatten den TSV vor der Saison verlassen, und manch einer zählte die Grün-Weißen zu den Abstiegskandidaten für die Saison 2013/2014. Bernd erinnert sich “
Mit Eddy vereinbarten wir, daß wir mehr für unsere Spieler bieten würden, sie in Grünbühl mit sehr viel Herzblut und Freundschaft betreuen würden und es ihnen natürlich auch vorleben würden - unser 'Spruch war damals "Wir machen alles für unsere Spieler, aber niemals Geld zahlen!". 
Zum Team dazu kam der zurückgeholte Miran Rojko als Trainer, und das passte sehr gut zu dem genannten Vorhaben. Klar formuliertes Ziel war es, wieder “viel in Richtung Kameradschaft zu gehen“. Eddy, der mit Herzblut dabei war, weil er das TSV-Gen in sich trägt, versorgte fortan die Fußballer mit Getränken und Vitaminen, platzierte Portraitfotos der Spieler in der Umkleidekabine. Bisweilen kochte er sogar für die Jungs. Zur Besprechung vor dem Spiel gab es Müsliriegel oder Kuchen. Bernd Klostermann meinte:
Es war genau der Verrückte, den wir brauchten (positiv-verrückt!). Das alles brachte das Team enger zusammen und am Ende erreichte man einen nicht erwarteten 5.Platz und im Jahr darauf schaffte man den so lange ersehnten Wiederaufstieg in die Bezirksliga nach 30 Jahren Wartezeit. Eddy hat dazu sehr viel beigetragen. Noch einmal der Bernd über unseren Eddy: Die gesamten Jahre, die ich danach noch bis 2018 als Abteilungsleiter tätig war, konnte ich mich auf unseren Eddy immer verlassen. Seine Motivation ließ in diesen Jahren nie nach …... ich war stets heilfroh, daß wir ihn hatten. Und ich freue mich auch heute noch, daß er dieses Amt für unsere Fußballer und unseren Verein ausübt. Ich freue mich stets sehr, wenn ich ihn treffe“.

Zusätzlich hat der Eddy noch ein weiteres Talent. Wenn er zum Mikrofon greift, ob bei einer internen Feier oder auf dem Sportplatz, hört man gerne zu, denn hier findet er meistens Worte, die einen begeistern. Wenn er nach den Spielen hinten vor den Kabinen genussvoll seine Lieblingsmusik anhört, so hat er das mehr als verdient. Und daß Du “Baba O'Riley“ von The Who als Musik beim Einlaufen der Mannschaft ausgesucht hast, dafür ich danke ich Dir sehr.

Eddy, bleib' wie Du bist !

                      

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Aktualisierung:08.03.2026