Ich bin dann mal weg, aber trotzdem noch da

18.11.2015 09:43

In letzter Zeit wurde ich ein paar Mal gefragt, warum ich nicht mehr mit dem Fahrrad zu den Spielen des TSV komme. Für die Antwort hole ich ein wenig aus. Was meinen Freunden und besten Bekannten, und auch dem Ausschuß des TSV Grünbühl schon länger bekannt war ist, daß ich von Ludwigsburg wegziehen werde. Hierzu gleich mehr. Mein Freund Charles Jakob hat lange Jahre als mein Chauffeur fungiert, und die gemeinsamen Fahrten bei entweder lauter Musik oder Gesprächen auf hohem intelektuellen Niveau (?!?!) möchte ich nicht missen, und bis zu meinem endgültigen Umzug noch geniessen. Was hoffentlich auf Gegenseitigkeit beruht ! Nun denn: schon seit vielen Monaten war mein Schwager sehr krank und lag sehr oft im Krankenhaus. Schon in dieser Zeit war meine Schwester sehr viel allein, und war durch die täglichen langen Fahrten zur Uniklinik Heidelberg sehr ausgelastet. Ich beschloss deshalb, meinen Umzug nach Schlossau im Odenwald vorzubereiten, um sie zukünftig zu unterstützen. Das Ganze wurde dann endgültig konkret, als mein Schwager am 1.Oktober 2015 verstarb. Zunächst musste ein Heimplatz in der Nähe für meine Mutter gefunden werden, was dann zum 1.Dezember geklappt hat. Für mich war es klar, daß auch ich ab diesem Datum in meinem neuen Wohnort sein werde. Einen großen Teil meines Umzugs habe ich jetzt bereits am 14.November durchgeführt, da die anderen Samstage im November nicht in Frage kamen. Ich danke vom TSV Grünbühl hier ganz besonders Ralph Frey, Thilo Brodhagen, Thomas Beller, Charles Jakob und Giovanni La Salandra für die sensationelle tatkräftige Hilfe beim Kisten- und Möbelschleppen !!!

Jetzt stellen sich natürlich viele Grünbühler die Frage, ob ich meine Tätigkeit als Pressewart nun einem zu findenden Nachfolger übergeben werde. Die Antwot lauetet "Nein !" Ich habe zwischen dem 18.Oktober und 3.November mal meine Arbeiten für den TSV Grünbühl notiert. Es waren eine Woche mit "sport info" und eine ohne. Ich habe das nicht getan, um anzugeben, sondern um zu zeigen, daß ich weitermachen kann. Insgesamt 24 Stunden habe ich in diesen zwei Wochen an Arbeit investiert, davon 17:30 Minuten am PC und im Internet. Das sind 73% der aufgewendeten Zeit. Was ich zukünftig nur noch ab und zu bei Besuchen machen kann, ist das Berichteschreiben. Das wird Charles Jakob übernehmen, und wenn er keine Zeit hat, ist Rychard Maletycz bereit, als Fußballberichterstatter für ihn einzuspringen. Sie werden mir die Berichte per E-Mail zukommen lassen, und ich übernehme sie dann für die TSV Homepage. Auch das "sport info" werde ich weiterhin produzieren, muß es dann allerdings dem Copyshop per E-Mail zukommen lassen, und abholen muß es dann jemand anderes.

Unter 30 Jahre Tätigkeit als Pressewart will ich auf keinen Fall einen abrupten Schlußstrich ziehen. Das alles nimmt schon einen ziemlichen Stellenwert in meinem Leben ein. Mein erster Besuch wird das letzte Spiel dieses Jahres in Löchgau sein. Also: kaum bin ich fort, komme ich schon wieder zurück. Ab dem Frühjahr werde ich mich dann ab und zu auf mein neues Gefährt, einen Suzuki-Motorroller, setzen und gen Grünbühl rollen.

In unregelmäßigen Abständen werde ich auch eine Rubrik "Neues aus dem Odenwald", natürlich mit Fotos, veröffentlichen. Schlossau ist ein kleiner Ort mit ein paar hundert Einwohnern, etwa 12 Kilometer von Buchen entfernt. Es ist der höchstgelegene Ort in dieser Umgebung. Da bläst schon ab und zu ein kräftiger Wind. Aber die Umgebung ist so schön, daß ich das Klischee "da wohnen, wo andere Urlaub machen" anwenden kann. Schon mein Umzug vor 5 Jahren von Stuttgart an den Ortsrand von Ludwigsburg war eine Stadtflucht meinerseits. Von Gedränge, Staus, Lärm etc. habe ich genug und freue mich sehr auf mein neues Zuhause. Meinen zahlreichen Hobbies, u.a. neben dem TSV Grünbühl, der Musik (Plattenschleppen nahm einen großen Prozentsatz für meine Umzugshelfer ein), dem Archivieren von Filmen über Fußball, Reiseberichte und gute Spielfilme und, natürlich dem Radfahren, kann ich auch dort nachgehen.

Ich sage jetzt nicht "Tschüss !", sondern "Auf Wiedersehen !"

Euer Pressewart Walter Heger

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Aktualisierung:11.12.2018