1983: Trainerrauswurf nach 9 Tagen; Abstieg in Kreisliga A |
1984:  AH Ausflug nach Dinkelscherben
1984/85:  sofortiger Wiederaufstieg in Bezirksliga |
1985:  Gründung der Vereinszeitung "sport info" |
1985/86:  guter 6.Platz in Bezirksliga 1985/86 |
1985:  Jugendweihnachtsfeier mit Fotos |
Februar 1986:  erstmals Jugendberichte in "sport info" |
1986:  Foto A-Jugend |
1986:  Jens Edelmann Spieler des Jahres; Ralph Frey Trainingsfleissigster |
1986/87:  tragischer Abstieg aus Bezirksliga |
1987:  C-Jugend schafft Aufstieg in Leistungsstaffel |
1987:  Foto E-Jugend |
JHV 1987:  Erwin Schwarz wird neuer 1.Vorsitzender |
Ende 1987:  Peter Klostermann wird Fußballabteilungsleiter |
Nikolausball 1987:  Erwin Schwarz verkündet freudige Nachricht |
1987/88:  nach gutem Saisonbeginn ging's bergab; alle Spiele, alle Tore |
1988:  erstmals Hallenstadtpokal - TSV im Endspiel |
AH 1987/88:  reger Spielbetrieb; Manfred Lörzer 150 Tore |
JHV 1988:  TSV wird dank Erwin Schwarz wieder Gemeinnützigkeit zuerkannt |
1988:  erzieherische Maßnahme gegen trainingsfaule Torhüter |
1988:  Klassenerhalt am letzten Spieltag |
Ostern 1988:  Pächterwechsel im Vereinsheim - Vito für Jole |
1988:  C-Jugend schafft Klassenverbleib in der Leistungsstaffel |
1988/89:  erneut Klassenerhalt am letzten Spieltag; alle Aufstellungen, alle Tore |
1988/89:  Rettung im letzten Spiel gegen Markgröningen |
1988/89:  Gerhard Lachmann Spieler des Jahres; beim Hallenstadtpokal erneut im Endspiel |
D-Jugend 1989:  Aufstieg knapp verpasst |
Kinder- und Jugendfreizeit 1989 |
Sommer 1989:  Erwin Schwarz - Rücktritt vom Rücktritt |
1989:  erfolgreiche Tischtennis-Damen |
1989/90:  Fotos, Berichte; Klassenerhalt gegen Meisterschaftsanwärter Gemmrigheim am letzten Spieltag |
Hallenstadtmeister 1990:  A- und B-Jugend Hallenstadtmeister |
Stadtpokal 1990:  Endspielniederlage gegen 07 Ludwigsburg |
JHV 1990:  Vereinsheimumbau als Hauptthema |
1991:  grandiose Aufholjagd verhindert Abstieg |
Stadtpokal 1991:  Stadtpokal in Grünbühl - Konkurrenz zum Endspiel um Deutsche Amateurmeisterschaft |
erfolgreiche Jugend 1991:   3 Meisterschaften, 3 Aufstiege |
JHV 1991:  Hans-Joachim Jung neuer 1.Vorsitzender |
E-Jugend 1991:  Foto
1991/92:  Abstieg in Kreisliga B |
1992:  D-Jugend mit späterem Profi Alexander Konjevic |
1992:  erfolgreiche Tischtennismädchen |
1993:  D-Jugend Meister, mit Foto |
1992/93:  Wiederaufstieg verpasst |

Fussballstatistik 1983 bis 1992

Liga   Trainer / Abteilungsleiter Platz   Besonderheiten
           
Bezirksliga 1983/84   Rainer Jakesch (9 Tage lang),
danach Armin Klostermann
und Bruno Polziehn
AbtlgLtr: Claus Hemmerich
14.Pl.   Abstieg in Kreisliga A
           
KrL A 1984/85   Armin Klostermann und Bruno Polziehn /
Claus Hemmerich
1.Pl.   Aufstieg in Bezirksliga
           
Bezirksliga 1985/86   Armin Klostermann und Bruno Polziehn /
Claus Hemmerich
6.Pl.   "sport info" gegründet
           
Bezirksliga 1986/87   Armin Klostermann und Bruno Polziehn /
Claus Hemmerich
14.Pl.   Abstieg mit 26:34 Punkten
           
KrL A 1987/88   Georg Geier / Otto Depre 13.Pl.   75 Gegentore
           
KrL A 1988/89   Armin Klostermann /
Peter Klostermann
9.Pl.    
           
KrL A 1989/90   Thomas Egger /
Peter Klostermann
11.Pl.    
           
KrL A 1990/91   Thomas Egger (ab Oktober Armin Klostermann /
Peter Klostermann
10.Pl.   sensationelle Rückrunde
           
KrL A 1991/92   Armin Klostermann /
Peter Klostermann
15.Pl.   Abstieg in Kreisliga B
           
KrL B 1992/93   Fritz Heimann /
Peter Klostermann
4.Pl.    

Bezirksliga 1983/84 - Trainerrauswurf nach 9 Tagen

Neuer Trainer war jetzt Rainer Jakesch, der angeblich Oberliga-Erfahrung hatte. Viele fragten sich allerdings, in welcher Sportart. Er wurde sehr schnell zum Gespött der Vereinsmitglieder und wurde noch während der Vorbereitungsphase auf Drängen der Spieler wieder gefeuert. Interimshalber leiteten Richard Zmarlak und Herbert Domanski das Training. Ab 27. Oktober 1983 übernahmen Armin Klostermann und Bruno Polziehn gemeinsam das Traineramt - ein für längere Zeit stabiles Duo. Die Saison war von sehr viel Pech, und äußerst knappen Niederlagen, insbesondere in der Rückrunde, gekennzeichnet. So ging es also nach 3 Jahren Bezirksliga zurück in die Kreisliga A.

Bilanz der Saison 83/84:     6 Siege,  15 Niederlagen,  9 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   395 Siege,   264 Niederlagen,   167 Unentschieden

AH Ausflug ins bayerische Schwaben

1984 unternahm unsere stets reiselustige AH einen Ausflug nach Dinkelscherben, unweit von Augsburg. Auf dem Mannschaftsfoto anlässlich eines absolvierten Fußballspiels sehen wir einige Grünbühler Legenden.

oben v.l.:
Horst Haamann; Manfred Zahn, Emil Lieb, Manfred Lörzer, Werner Zahn, Ernst Löffel, Johann Schwarz, Kurt Kriegisch

unten v.l.:
Helmut Vogler, Werner Seemüller, Walter Fiala, Claus Hemmerich, Adolf Haamann, Horst Graef

Aufstieg in die Bezirksliga 1985

Sofortiger Wiederaufstieg ? Könnte eng werden

Um in der Kreisliga A gleich wieder oben mitspielen zu können, kamen die Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn, zusammen mit Abteilungsleiter Claus Hemmerich auf die Idee, ein Trainingslager durchzuführen. Vom 16. bis 19. August ging es ins bayerische Sonthofen. Als Torwarttrainer fungierte Hans "Radi" Lukhaup. Mit Lothar Brodhagen hatte man gar einen eigenen Koch dabei.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga brauchte der TSV Grünbühl eine längere Anlaufzeit, um in der Kreisliga oben mitzuspielen. Am 8.Spieltag aber, nach einem 3:0-Sieg beim TSV Benningen stand man erstmals an der Tabellenspitze, die man danach auch nicht mehr hergab. Das 2:0 gegen die SpVgg Bissingen am 9.Spieltag war der 400.Sieg in der Geschichte des TSV Grünbühl. Unter anderem wurde die Tabellenführung am sechstletzten Spieltag im Rückspiel mit einem 0:0 beim Verfolger SpVgg Bissingen verteidigt. Im fünftletzten Spiel bei der abstiegsgefährdeten ESG Kornwestheim aber setzte es eine 1:2-Niederlage, die Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn waren stocksauer, und man war sich sicher, die Tabellenführung gleich wieder abgegeben zu haben. Unten sehen wir aus diesem Spiel eine Riesenchance durch einen Freistoß von Richard Zmarlak, als Zentimeter fehlten.

Die Verfolger VfL Gemmrigheim (Remis gegen Steinheim) und TSV Benningen (sensationelles 1:3 gegen den Drittletzten SKV Eglosheim) patzten jedoch ebenfalls, und es standen 7 Mannschaften mit nur 2 Punkten Abstand vorne.

1. TSV Grünbühl 26 50:27 33:19
2. VfL Gemmrigheim 26 46:31 33:19
3. SpVgg Bissingen 26 46:40 33:19
4. TV Pflugfelden 26 61:32 32:20
5. TSV Benningen 26 73:44 31:21
6. TSG Steinheim 26 55:33 31:21
7. TV Aldingen 26 45:33 31:21

Im viertletzten Spiel ging es ausgerechnet zum SKV Eglosheim, der eine Woche zuvor Benningen ein Bein gestellt hatte, aber jetzt merkte man die gute Arbeit des Trainerteams, denn die Mannschaft war topfit, konditionell bis zur letzten Minute durchhaltend. Zudem hatte der vom SKV Eglosheim gekommene Walter Heger unserem Taktikexperten Bruno Polziehn die berüchtigte Eglosheimer Abseitsfalle (selbst unzählige Male trainiert) ausführlich beschrieben. Vier Tore von Thilo Batz und ein kurioser Treffer von Rychard Maletycz bescherten dem TSV ein deutliches 5:1. Unten bejubelt Friedrich Kirchner den Treffer von Rychard Maletycz, von der Torauslinie aus ins kurze Eck gemogelt.

Immer noch hingen jedoch 6 Mannschaften dicht aufeinander. Alle jagten den TSV Grünbühl. Wie auch schon in Eglosheim war auch gegen den Tabellenletzten TSV Affalterbach die zweite Halbzeit und die gute körperliche Verfassung der Spieler ausschlaggebend für einen hohen Sieg. Jens Edelmann, Dietmar Lieb, Friedrich Kirchner und Tom Kurzawa (sein erstesTor für die 1. Mannschaft) besorgten den 4:0-Endstand.Das 1:0 durch Jens Edelmann ist unten zu sehen.

Jetzt ging's zum verzweifelt gegen den Abstieg kämpfenden GSV Höpfigheim. Zwei Treffer von Friedrich Kirchner (einer davon unten zu sehen) und je einer von Thilo Batz, Dietmar Lieb und Jens Edelmann brachten einen überzeugenden 5:1-Sieg. Aber Bissingen war immer noch punktgleich.

Aufgrund des besseren Torverhältnisses reichte uns dann im letzten Spiel ein nervenaufreibendes 1:0 gegen den SV Poppenweiler zum Aufstieg. Nach dem frühzeitigen 1:0 durch Friedrich Kirchner (unten zu sehen, neben dem Pfosten Claus Hemmerich) musste bis zur 90.Minute gezittert werden, denn es wurden Chancen ohne Ende versiebt, um für das beruhigende 2:0 zu sorgen.

Die Aufstiegsfeierlichkeiten zogen sich über mehrere Tage hin. Einige Beteiligte übernachteten sogar in der Umkleidekabine. Höhepunkt war sicherlich ein Autokorso, dem die Spieler in Pferdekutschen folgten, durch Grünbühl.

Bilanz der Saison 84/85:  16 Siege, 5 Niederlagen, 9 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953: 411 Siege, 269 Niederlagen, 176 Unentschieden

Spieleinsätze 1984/85

30 Spiele:     Dietmar Lieb  |  29 Spiele:    Jürgen Heinle, Reiner Rack  |  28 Spiele:   Friedrich Kirchner
27 Spiele:    Volker Rieger  |  25 Spiele:   Jochen Borucki  |  22 Spiele:    Rychard Maletycz
21 Spiele:    Jens Edelmann,  Stanislaw Simanek  |  20 Spiele:   Bernd Boucek
19 Spiele:    Harald Johnson  |  18 Spiele:   Ryszard Paluszkiewicz  |  15 Spiele:   Richard Zmarlak
13 Spiele:   Andreas Schaupp  |  12 Spiele:   Reinhardt Schmidt,  Thilo Batz
11 Spiele:   Gerhard Lachmann  |  8 Spiele:   Bernd Klostermann,  Tom Kurzawa
1 Spiel:    Adrian Dworaczek,  Walter Fiala;  Lothar Labusch,  Witold Marek

Torschützen 1984/85

19 Tore:   Friedrich Kirchner  |  11 Tore:   Bernd Boucek  |  8 Tore:   Rychard Maletycz
6 Tore:   Thilo Batz,  Dietmar Lieb  |  4 Tore:   Ryszard Paluszkiewicz
3 Tore:   Richard Zmarlak  |  2 Tore:   Jens Edelmann,  Reiner Rack
1 Tor:   Bernd Klostermann,  Tom Kurzawa, Gerhard Lachmann,  Andreas Schaupp

Auf dem Manschaftsbild unten sehen wir:
oben v.l.: Bernd Boucek; Thilo Batz; Richard Zmarlak; Gerhard Lachmann; Jürgen Heinle; Jens Edelmann;
unten v.l.: Friedrich Kirchner; Rychard Maletycz; Volker Rieger; Andreas Wagner; Dietmar Lieb; Reinhard Schmidt

Das Meisterfoto in der LKZ

"sport info" wird geboren - "Die Bezirksligaruft"

Bereits gegen Ende der Saison 1984/85 fassten Abteilungsleiter Claus Hemmerich, Trainer Armin Klostermann und Grünbühls damaliger Pressewart Charles Jakob den Entschluss, eine Vereinszeitung gründen zu wollen. Hierzu überredete Armin Klostermann seinen ehemaligen Schulkameraden am Wirtschaftsgymnasium der Robert-Franck-Schule in Ludwigsburg, Walter Heger. zu einem Wechsel vom SKV Eglosheim nach Grünbühl. Klostermann wusste, dass Walter in Berlin Publizistik studiert hatte und erhoffte sich hier kompetente Mitwirkung. So erschien denn zum entscheidenden letzten Saisonspiel, dem Heimspiel gegen SV Poppenweiler die erste Publikation von "sport info". Legendär ist die unfreiwillig falsch geschriebene Überschrift "Die Bezirksligaruft". Hiermit wurde, so war man sich nachher einig, ein neues Substantiv erfunden. Aus diesem Anlass fand auch die allererste Pressekonferenz der beiden Pressemenschen mit Trainer Armin Klostermann statt.

  

Bezirksliga 1985 / 86 - Trotz Heimschwäche guten 6. Platz erreicht

Gegenüber dem Meisterjahr änderte sich vor der neuen Saison in der im Mannschaftsgefüge wenig. Die Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn führten ihre erfolgreiche Arbeit genauso fort wie Abteilungsleiter Claus Hemmerich. Spielerabgänge gab es nicht, und als Neuzugang kam Thomas Borucki, jüngerer Bruder des langjährigen TSV-Vorstoppers Jochen. Thomas Borucki war jedoch aufgrund der Sturheit seines alten Vereins, DJK Ludwigsburg, bis zum 12.Januar 1986 gesperrt. Die aus der A-Jugend gekommenen Hans-Jürgen "Erbse" Neumann und Frank Deschle, sowie der von Salamander Kornwestheim gekommene Ralph Frey und der aus Westfalen stammende Klaus Baumann fanden ihren Platz in der Reserve. Somit stand für die erste Mannschaft in der Vorrunde exakt der gleiche Spielerkader zur Verfügung wie 1984/85. Torhüter Jürgen Heinle wurde zum Spielführer gewählt, Jens Edelmann zu seinem Stellvertreter. Erneut wurde im bayerischen Sonthofen ein schweißtreibendes Trainingslager durchgeführt, sodaß die Mannschaft bei Saisonstart konditionell bestens dastand. Der Verzicht auf jeglichen Alkoholgenuß während der Trainingstage fiel den Spielern wohl am schwersten, wurde aber mit größter Disziplin durchgezogen, wie sich Abteilungsleiter Claus Hemmerich lobend äußerte.

"sport info" - das neue Vereinsheft

Das von Walter Heger und Charles Jakob ins Leben gerufene Vereinsblatt "sport info" erschien nun regelmäßig zu den Heimspielen des TSV Grünbühl.

Dort hieß es im Leitartikel unter anderem:

"Wir versuchen ..... , die Mannschaft den Fans und Mitgliedern vertraut zu machen ..... Dieses Blättchen soll aber auch den Spielern zeigen, daß ihre sonntäglich freiwillig erbrachte sportliche Leistung registriert und gewürdigt wird ... "

Weiter schrieb Charles Jakob:
"Dann, auf einer turbulenten Hauptversammlung im letzten Jahr wurde ich für mein vorlautes Mundwerk zur Rechenschaft gezogen und auf den Sessel des Pressewarts gezwungen ..... Jahrelang hatte ich ... Fachleute und Gelegenheitszuschauer durch staksiges Herumgestolpere .... zu Heiterkeistausbrüchen getrieben, oder Ihnen das Wasser in die Augen gejagt, kurz, Nerven und Geduld auf das Äußerste strapaziert. Das wollte ich irgendwie wiedergutmachen .... Kurz nach meiner unfrewilligen Nominierung bot mir Walter Heger ... seine Unterstützung an. Dankbar stimmte ich zu, ist Walter Heger doch gelernter Journalist, freier Mitarbeiter bei der Vaihinger Kreiszeitung. .:

Finanziert wurde "sport info" durch Anzeigen bekannter Geschäftsleute aus Grünbühl. Maßgeblich mitgewirkt im gestalterischen Bereich hat später über all' die Jahre hinweg die Familie Nitze aus Remseck. Margarete Nitze beispielsweise hat ständig neue Ideen eingebracht und verwirklicht, um das gestalterische Moment des Blattes zu verbessern. Und Toni Nitze, bis heute Eigner der Reprofirma PROLITH hat großzügig dafür gesorgt, daß wir bisweilen auch Fotos verwenden konnten, die vorher reproduziert (gescannt) werden mussten, um sie in einigermaßen guter Qualität fotokopieren zu können. Die technischen Voraussetzungen waren seinerzeit eher bescheiden. Die auf der Schreibmaschine geschriebenen Beiträge mussten in richtiger Spaltenbreite sein, und dann auf die vorproduzierten Vorlagen (anfangs in DIN A 4) aufgeklebt werden. Überschriften wurden entweder aus bekannteren Publikationen geklaut, oder mit einer Schablone geschrieben. Fotokopiert wurde das Ganze damals in Handarbeit im STUDIO PAHS in Ludwigsburgs Solitudestrasse.

Bezirksligaauftakt 1985/86: Nullnummer gegen Pleidelsheim

Die Anfangsformation am 1.Spieltag war nur auf zwei Positionen geändert gegenüber dem letzten Spiel der Meister-Saison 1984/85. Reinhard Schmidt spielte für Stanislav Simanek, der Malheur mit seinem Knie hatte, und Bernd Boucek für Reiner Rack, welcher aber später noch eingewechselt wurde. Gegner am 25.08.1985 war der GSV Pleidelsheim in Grünbühl. Das Spiel endete 0:0 und war hart umkämpft, was acht Zeitstrafen belegen.

Es folgte ein unglückliches 1:1 beim FSV 08 Bissingen (Tor durch Kirchner) am 0.09.1985, wobei ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen lag. Auch gegen den Angstgegner VfB Vaihingen gab es am 08.09.1985 beim Spiel in Grünbühl am 3.Spieltag nicht viel zu erben - es endete 0:2. So stand man also schon frühzeitig unter Zugzwang, um nicht gleich wieder im Abstiegsstrudel hängen zu bleiben. Beim TSV Unterriexingen wollte man am 15.09.1985 unter allen Umständen punkten.

Aufstellung:
Heinle - R.Schmidt - Lachmann - Zmarlak - Rack - Lieb - Rieger (Maletycz) - Boucek (Schaupp) - Edelmann - Kirchner - Batz

Zur Pause hieß es 1:1. Riegers Führungstor war kurz vor dem Wechsel der Ausgleich gefolgt. In der zweiten Halbzeit suchten beide Mannschaften den offenen Schlagabtausch. Die Unterriexinger gingen zwar in Führung, doch Boucek glich postwendend wieder aus. Ein kurioses Eigentor brachte den TSV Grünbühl dann mit 3:2 in Führung. Bis kurz vor Schluß spielten sich dann spektakuläre Szenen vor Heinles Tor ab, ehe Kirchner schließlich mit dem 4:2 in der letzten Spielminute für klare Verhältnisse sorgte. Das Spiel der Reserve, das mit einem 4:1 für den TSV Grünbühl endete, bescherte dem armen Harald Johnson einen Gehgips.

Dietmar Lieb im Tor - 2:3 gegen Leonberg nach 102 Spielminuten

In einem Mittwoch-Spiel gastierte am 19.09.1985 anschließend die TSG Leonberg an der Pregelstraße. Dabei kam es zu einer Premiere, als nämlich Dietmar Lieb sich für zehn Minuten zwischen die Pfosten stellte, da Jürgen Heinle eine Zeitstrafe abbüßen mußte. Am Spielfeldrand, und später sogar vom Golfplatz, wohin ihn der Schiedsrichter verwiesen hatte, aus, tobte der erzürnte Trainer Armin Klostermann. Heinles "Straftat" - unnötiges Wegschlagen des Balles - hatte einen Elfmeter zur Folge, den Lieb leider nicht halten konnte, und welcher das 1:2 brachte. In einem der längsten Fußballspiele aller Zeiten (102 Minuten) verlor der TSV Grünbühl mit 2:3. Dabei fiel das noch einmal Hoffnung gebende 2:3 durch einen Handelfmeter von Bernd Boucek in der 95.Minute, und der Leonberger Torhüter Krizan rettete in der 100. Minute gegen den aus kurzer Distanz abziehenden Reiner Rack mit einer großartigen Parade. Ein derart aufregendes Spiel hatte man lange nicht gesehen. Das fand auch die Leonberger Zeitung.

Wieder hieß es, im folgenden Auswärtsspiel die Schmach einer Heimniederlage auszuwetzen. Beim FV Kirchheim wurde das am 22.09.1985 in souveräner Manier bewältigt, und der TSV siegte mit 4:1. Torschützen waren Friedrich Kirchner (2), Bernd Boucek und Jens Edelmann. "sport info" warnte mit der Schlagzeile "So leicht wird's nimmer!" Allzu schwach waren die Kirchheimer gewesen.

Auch drittes Heimspiel wurde verloren - frischgebackene Väter nicht mit Erfolg belohnt
Auswärtsserie hält an - Tabellenführer TSV Asperg entthrohnt

Nachdem im Laufe der darauffolgenden Woche die Vaterschaft von Armin Klostermann und Claus Hemmerich gefeiert wurde - wobei das Grünbühler "sport info" gar in letzter Sekunde noch' mit hohem Arbeitsaufwand abgeändert worden war - kam im dritten Heimspiel der Saison, am 29.09.1985 gegen den TSV Münchingen erneut eine "kalte Dusche". Nach dem 0:1 jedenfalls war wieder Trübsalblasen angesagt. Nachfolgend sehen wir ein schönes Tor von Anton Kolotuschkin im Vorspiel der Reserven gegen den TSV Münchingen, das der TSV Grünbühl mit 2:1 gewann.

Als nächstes stand am 06.10.1985 der Gang zum Landesliga-Absteiger und Tabellenführer TSV Asperg an, welcher bis dahin ungeschlagen war. Würde der TSV Grünbühl erneut eine Heimniederlage durch einen Sieg auf fremdem Platz wiedergutmachen können ?

Mit folgender Elf wollten die Grünbühler dem Tabellenführer Paroli bieten:
Heinle - Schmidt - Lieb - Zmarlak - Rack - Lachmann - Edelmann - Schaupp (Simanek) - Boucek - Kirchner - Batz (Maletycz)

Als weiterer Ersatzspieler stand der zum Torjäger der zweiten Mannschaft avancierte Bernd Klostermann zur Verfügung. Die Grünbühler Mannschaft legte einen Blitzstart hin, und die Asperger lagen, ehe sie sich versahen, mit 0:2 zurück. Friedrich Kirchner und Bernd Boucek, letzterer nach einem schönen Freistoßtrick in Zusammenarbeit mit Batz, hatten für die Tore gesorgt. Boucek spielte übrigens fast alle Spiele der Vorrunde in den Schuhen des Sportkameraden Klaus Baumann. Der Vorsprung wurde geschickt verteidigt, und außer beim 1:2 in der 77. Minute war die von den Trainern gut geschulte Abwehr immer im Bilde.


Der Traum vom ersten Heimsieg - "Auswärts hui - zuhause pfui !"
0:3 gegen Großsachsenheim folgte Remis auf dem Fuchshof

Doch selbst dieser grandiose Erfolg konnte unsere Mannschaft nicht dazu bewegen, nun endlich den ersten Heimsieg zu landen. Selbst die lautstarke Unterstützung des von "sport info" eindringlich hierzu aufgeforderten Anhangs nützte da nichts. Gegen den stets unbequemen Gast, die SF Großsachsenheim, die von Herbert Benz, einem ehemaligen Schulkameraden von Trainer Klostermann und "Pressefritze" Walter Heger, trainiert wurden, setzte es am 13.10.1985 mit 0:3 gar eine recht saftige Niederlage. Und nicht nur das: der gerade erst wiedergenesene Stanislav Simanek (Kniebeschwerden) bekam auch noch die Rote Karte. Nun hatte man sich ja bis dahin darauf verlassen können, daß auf eine Heimpleite wenigstens immer ein Auswärtssieg folgte, doch dieses Mal gab es am 20.10.1985 beim 2:2 auf dem "Fuchshof" gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II lediglich einen Punktgewinn. Denoch war diese Partie, in der die Grünbühler Tore durch Richard Zmarlak und ein Eigentor fielen, ein echtes Spitzenspiel gewesen. War dieser erste Punktverlust auf fremdem Platz dennoch ein Wink, daß es nunmehr abwärts gehen würde ?

Reserve Tabellenführer

Die Reserve des TSV Grünbühl stand nach ihrem 4:1-Sieg auf dem "Fuchshof" an der Tabellenspitze. Die Tore hatten Marek, Baumann, Neumann und Orzechowski erzielt.

Erneut Tabellenführer entthrohnt - diesmal aber zuhause

Am 27.0ktober 1985, dem 30.Geburtstag des Schreibers Walter Heger, stand mit Salamander Kornwestheim erneut ein Landesliga-Absteiger, und aktueller Tabellenführer, als Gegner an. Das motivierte unsere Mannschaft, die negative Heimserie mit Macht beenden zu wollen. Dennoch rechnete natürlich kaum einer mit einem Sieg gegen die Salamander-Elf. Gegenüber dem Husarenstück beim TSV Asperg wurde die Mannschaft auf drei Positionen geändert: Für Schmidt, Batz und Schaupp standen Bernd Klostermann, Ryszard Paluszkiewicz und Rychard Maletycz auf dem Feld. Die TSV-Elf war insbesondere taktisch hervorragend eingestellt, hatten es sich die Grünbühler Trainer doch stets zur Aufgabe gemacht, sich über Stärken und Schwächen der jeweiligen Gegner ausführlich zu informieren. Nach anfänglicher Zurückhaltung beider Teams fiel in der 23.Minute das zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:0 für den TSV. Friedrich Kirchner hatte Bernd Boucek im Strafraum schön freigespielt, welcher aus 7 Meter Entfernung scharf abzog, und mitten ins Tor traf. Pressewart Charles Jakob beschrieb diese Szene im "sport info" mit folgenden Worten:

" ... um dann die Lederkugel so vehement in die Mitte des Tores zu rammen, daß sich Reimann nur mit einem beherzten Sprung in die Ecke in Sicherheit bringen kann. "

Nur einem großartig aufgelegten Torhüter Jürgen Heinle hatte es der TSV daraufhin zu verdanken, daß den Kornwestheimern trotz hochkarätiger Chancen bis zur Pause kein Tor gelang. Die Angriffe der Salamander-Elf gegen die dichtgestaffelte TSV-Abwehr wurden im zweiten Durchgang immer ideenloser, wohingegen die Konter der Grün-Weißen wesentlich gefährlicher waren. Bereits in der 52. Minute führte ein solcher, erneut durch Bernd Boucek, zum 2:0. Hierbei blieb es bis zum Schluß, wobei die TSV'ler trotz der hohen Überlegenheit des Gastes sogar noch mehrmals die Gelegenheit hatten, den Sieg bei Kontern noch höher zu schrauben. Wir sehen ein Bild aus der Ludwigsburger Kreiszeitung von diesem Spiel, sowie zwei wichtige Stützen mit Dietmar Lieb und Rückkehrer Ryszard Paluszkiewicz.

  

Zwölf Spiele ungeschlagen - Sieg in Flacht nach 100 Minuten - Heinles "Black-Out"

Der TSV konnte also auch zuhause gewinnen - und zog daraus ein unbändiges Selbstvertrauen, welches die nächsten Gegner zu spüren bekamen. Beim TSV Flacht kam es am 3.November 1985 zu einer jener "Schlammschlachten", die man als Spieler wohl nie vergessen wird. Nach einem Pfostenschuß und zwei weiteren klaren Torchancen der Flachter konterte der TSV geschickt und ging durch Rychard Maletycz mit 1:0 in Führung. Auch in der zweiten Halbzeit konnte man sich auf die von Richard Zmarlak hervorragend organisierte Abwehr verlassen, und die Konter des TSV Grünbühl blieben über die gesamte Spielzeit hinweg sehr gefährlich. Wer aber nach Bouceks 2:0 glaubte, die Flachter gäben sich geschlagen, sah sich getäuscht. Sie machten den Grün-Weißen nun wesentlich mehr Schwierigkeiten als eine Woche zuvor der Tabellenführer aus Kornwestheim beim gleichen Spielstand. In der mit Glück und Geschick dagegenhaltenden Grünbühler Abwehr war insbesondere erneut Torhüter Heinle besonders hervorzuheben. Trotz eines "Black-Out" nach einer Kopfverletzung, als er den Spielstand nicht mehr wußte, stand er bis zum Schluß sicher. Wie schon gegen Leonberg wurde überlang nachgespielt, und erst nach 100 Spielminuten war der Sieg des TSV Grünbühl unter Dach und Fach.

Reserve: Erste Niederlage nach acht Monaten

Die Reserve des TSV Grünbühl kassierte in Flacht mit 2:4 die erste Niederlage nach acht Monaten. Diese war aber weniger auf die Stärke des Gegners zurückzuführen, als wohl vielmehr auf die ungewohnten Ausmaße des Flachter Nebenplatzes, der nicht viel größer als ein Handballfeld ist. Da war es nicht möglich, das gewohnte Flügelspiel aufzuziehen.

Nach einem 1:1 gegen TSV Lomersheim (Tor: Bernd Klostermann) am 10.11.1985, einem 0:0 gegen den TV Neckarweihingen am 17.11.1985, einem 2:1-Sieg beim Schlußlicht SGV Murr am 01.12.1985, einem 2:2 beim GSV Pleidelsheim nach 0:2-Pausenrückstand durch Tore von Boucek und Lieb am 08.12.1985, sowie einem 0:0 gegen FSV 08 Bissingen am 15.12.1985 stand der TSV Grünbühl am Jahresende 1985 auf dem hervorragen den 5.Platz. Trotz der Erfolgsserie ist jedoch anzumerken, daß der Sieg gegen Kornwestheim der einzige auf eigenem Platz gewesen ist. Dafür schien man sich auf Unentschieden spezialisiert zu haben. Die TSV-Mannschaft, stets taktisch diszipliniert auftretend, zählte keineswegs zu den schußfreudigsten Teams der Liga, konnte sich dafür aber auf eine sichere Abwehrarbeit verlassen.

"Null Bock" in der Zweiten

Die Reserve des TSV Grünbühl verspielte übrigens bei ihrer 1:2-Niederlage in Pleidelsheim am 08.12. zwischenzeitlich die Tabellenführung, und der wegen Meckerns vom Platz verwiesene Hans-Jürgen Neumann tat seine Einstellung mit den Worten "Null Bock !" kund. Der frühere Leistungsträger der Ersten, Jan Orzechowski glaubte an diesem Tag, er hätte es mit einem Kindergarten zu tun.

Reserve wird Herbsmeister

Die Reserve des TSV jedoch holte sich beim Nachholspiel am 21.Dezember 1985 in Murr die Tabellenführung zurück und gewann den Titel des "Herbstmeisters". Nach 0:1 zur Pause wandelte Tom Kurzawa das Ergebnis in einen 2:1-Sieg um. Damit schaffte es auch die zweite Garnitur des TSV Grünbühl, einen Tabellenführer zu stürzen. Nur mit dem kleinen Unterschied, daß sie hierdurch selbst die Pole-Position erobern konnte. Bemerkung am Rande: der Pressewart und Schreiber dieser Zeilen, Walter Heger, war nach dem Spiel in Murr auf Trainer Armin Klostermann derart sauer, daß er kurz vor dem Verlassen des Vereins stand. Grund: zuvor "Stammspieler" bei der Zweiten wurde er in dieser Partie nicht einmal auf die Ersatzbank gesetzt.

Weihnachtsfeier 1985 - Richard Zmarlak Spieler des Jahres

Bei der Weihnachtsfeier unserer Fußballer wurde Richard "Pippa" Zmarlak zum Spieler des Jahres gewählt. Er gehörte auch zu den drei trainingsfleissigsten Spielern neben Jens Edelmann und Gerhard Lachmann. Letzterer versäumte nur eine von 45 Trainingseinheiten. Nachfolgend drei Fotos von der Weihnachtsfeier 1985, mit den beiden Presseleuten Charles Jakob und Walter Heger, unserem Vereinswirt Jole Jurjevic mit seinem Team und das Tandem Bernd Klostermann/Harald Johnson im "Sternenhimmel", amüsiert beobachtet von Otto Depré.

   

0:0 beim Titelaspiranten VfB Vaihingen zum Jahresbeginn

Im ersten Spiel nach der Winterpause wurde auf steinhartem Boden am 16.02.1986 ein 0:0 beim Titelaspiranten VfB Vaihingen geholt, bei dem insbesondere Andreas Schaupp mit einer guten Leistung auffiel. Wir sehen ihn unten in Aktion und Jürgen Heinle beim Parieren eines Schusses.

 

Das nächste Heimspiel fiel aus, und auch in Leonberg auf dem Engelberg gab es am 02.03.1986 auf Schneeboden ein 0:0. In dieser Partie der vergebenen Torchancen rettete Jürgen Heinle in der letzten Spielminute sensationell, als er einen abgefälschten Weitschuss aus dem Tordreieck fischte. Zu sehen sind zwei gute Torchancen von Bernd Boucek und Ryszard Paluszkiewicz, sowie eine Szene, in der Jürgen Heinle einen Eckball gegen die Latte lenkt, und eine, bei der Friedrich Kirchner einen Schritt zu spät kommt.

Mit dem erst zweiten Heimsieg, am 9.März gegen den FV Kirchheim, kletterte der TSV durch Treffer von Friedrich Kirchner und Richard Zmarlak (mit links !!!) gar auf den 4.Tabellenplatz. Dann ging es am 16.03.1986 nach Münchingen zum Verfolgerduell, welches durch ein Traumtor von Reiner Rack mit 1:0 gewonnen wurde. Eine von rechts mit Effet hereingeschlagene Ecke von Bernd Boucek nahm er am langen Fünfer volley mit vollem Risiko. Aus dem Spiel in Münchingen sehen wir Friedrich Kirchner und Richard Zmarlak in Aktion vor dem Tor der Einheimischen.

  

Erste Niederlage nach 12 Spielen - Heinle 500 Minuten ohne Gegentor

Leider kassierte man dann am 23.03.19856 gegen den TSV Asperg die erste Niederlage nach 12 ungeschlagenen Spielen. Torhüter Heinle musste nach mehr als 500 Minuten erstmals wieder hinter sich greifen. In der Ludwigsburger Kreiszeitung wurde nachfolgendes Foto veröffentlicht.

Einem mageren 1:1 gegen Unterriexingen im Nachholspiel am 29.03.1986 zuhause folgte dann die erste Auswärtsniederlage mit einem 0:1 beim SF Großsachsenheim durch einen Treffer von "Jole" Langbein am 06.04.1986. Kurz zuvor hatte Richard Zmarlak mit einer 100%-igen Torchance die Grünbühler Führung auf dem Fuß gehabt. Unten zu sehen ist die genannte Szene mit Richard Zmarlak, sowie einer der typischen Freistöße von Reiner Rack im Spiel gegen Unterriexingen und eine leider abgepfiffene Szene von Andreas Schaupp, ebenfalls gegen Unterriexingen.

Obwohl man nach zuletzt 1:5 Punkten immer noch auf dem 5.Platz stand, ging nun wieder das Abstiegsgespenst um, denn die hinteren Mannschaften hatten kräftig gepunktet. Somit sicherte das 2:1 gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II am 13.04.1986 durch Treffer von Reiner Rack, mit einem seiner gefürchteten Freistöße, und einen Elfmeter von Bernd Boucek den Klassenerhalt. Diese beiden Treffer und ein Foto aus der Ludwigsburger Kreiszeitung sehen wir unten.

 

Es folgte ein blamables 1:6 bei Salamander Kornwestheim am 20.04.1986. In einem Wochentagsspiel holte man am 24.04.1986 anschließend trotz 2:0-Führung durch zwei Treffer von Bernd Klostermann nur ein 2:2 gegen den TSV Flacht. Am drittletzten Spieltag, dem 27.04.1986 wurde beim TSV Lomersheim mit 2:3 verloren, wobei man bereits 0:3 hinten lag, und nach Treffern von Volker Rieger und Reiner Rack beinahe noch den Ausgleich geschafft hätte. Im Vorspiel der Reserven, das 1:1 endete (Torschütze Wolfgang Roßnagel), verletzte sich Pressewart Walter Heger, der auf dem unebenen Platz im Gras hängen blieb, so schwer am Meniskus, daß er am Tag darauf in die Sportklinik Cannstatt gebracht werden musste - und das drei Tage nach der Geburt seiner zweiten Tochter. Am vorletzten Spieltag gastierte man am 04.05.1986 beim TV Neckarweihingen und erreichte ein 1:1.

Hohe Siege zum Abschluß - Reserve wird Zweiter

Zum Saisonabschluß gab es am 11.05.1986 ein 6:2 gegen den SGV Murr. Hierdurch wurde der 6.Platz gesichert. Die Reserve gewann im letzten Spiel ebenfalls deutlich, mit 5:1, und belegte zum Saisonende einen großartigen 2.Platz hinter dem TSV MÜnchingen, mit 17 Siegen in 24 Spielen, bei nur 4 Niederlagen.

Bilanz der Saison 85/86: 10 Siege, 8 Niederlagen, 12 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953: 421 Siege, 277 Niederlagen, 188 Unentschieden

Spieleinsätze 1985/86:

30 Spiele: Heinle, Zmarlak, Rack | 28 Spiele: Boucek | 27 Spiele: Lieb, Kirchner
25 Spiele: Maletycz  | 22 Spiele: Lachmann | 21 Spiele: Schaupp
18 Spiele: Rieger | 17 Spiele: Edelmann, Schmidt | 16 Spiele: B.Klostermann
15 Spiele: Paluszkiewicz | 14 Spiele: Batz, J.Borucki | 12 Spiele: T.Borucki
2 Spiele: Simanek, Kurzawa | 1 Spiel: Labusch

Torschützen 1985/86:

13 Tore: Boucek | 7 Tore: Kirchner | 5 Tore: Rack | 3 Tore: Rieger, B.Klostermann, Zmarlak |
2 Tore: Maletycz, Eigentore | 1 Tor: Edelmann, Lieb, T.Borucki, Lachmann

TSV ist Nummer 2 im Ludwigsburger Fußball - Boucek wechselt in die Landesliga

Der TSV Grünbühl, die kleinste Gemeinde im Fußballbezirk, war somit die "zweite Größe" im Ludwigsburger Fußball". Bernd Boucek erhielt ein Angebot von Landesligist SportVg Feuerbach, das er auch annahm. Mit seiner neuen Mannschaft gastierte er ein paar Wochen später zum Freundschaftsspiel in Grünbühl und erzielte eines der beiden Tore zum 2:0.

Reserve wird Vizemeister - Wolfgang Roßnagel Torschützenkönig

Mit 37:11 Punkten und 68:30 Toren wurde die zweite Mannschaft des TSV Zweiter. Gegen Meister TSV Münchingen hatte man, bei einem Punkt Vorsprung, auswärts unglücklich 0:1 verloren. Rekordspieler der Saison waren Peter Klostermann und Lothar Labusch (22 Spiele), gefolgt von Witold Marek (21) und Klaus Baumann (18). Wolfgang Roßnagel erzielte 14 Treffer, gefolgt von Tom Kurzawa (9) und Klaus Baumann (8). Pressewart Charles Jakob bestritt, seinen Fans zuliebe, in dieser Saison, ebenfalls eine Partie in der Reserve. Für Pressekompagnon, und später Nachfolger als Pressewart, Walter Heger, bedeutete die Verletzung beim Spiel in Lomersheim sein Karriereende als aktiver Fußballer. Die in der Sportklinik Cannstatt seinerzeit vorgenommene Entnahme des halben Meniskus mutet aus heutiger Sicht recht seltsam an.

Unten sehen wir den Versuch eines Mannschaftsbildes der zweiten Mannschaft in der Saison 1985/86.

oben v.l.:
Baumann, Rack, Labusch, Fiala, Simanek, Scherer, P.Klostermann, Paluszkiewicz, B.Klostermann
unten v.l.:
Johnson, Marek, W.Roßnagel, Wagner, Heger


Jugendweihnachtsfeier 1985

Ein Höhepunkt für die jüngsten im Verein war die Weihnachtsfeier in der Eichendorff-Turnhalle, moderiert von Otto Depré. Die vortreffliche Mitwirkung der Familien Polziehn, Schmidt, Kirchner und Scherer machte diese Feier erst möglich.

   

Erstmals Jugendberichte in "sport info"

In der Ausgabe 13 unserer Vereinszeitung fanden sich am 23.Februar 1986 erstmals Berichte aus der Fußballjugend. Zuvor waren die jeweiligen Trainer trotz oftmaligem Bitten dem Wunsch nach Berichterstattung nicht nachgekommen.
Leider war es auch in der Folgezeit eher selten, daß mal etwas "herüberkam".

Es gab über eine halbe Seite (damals noch DIN A4) Schilderungen zu Spielen der A-, C-, D- und E-Jugend. Namen von Spielern wurden damals jedoch nicht genannt.

A-Jugendtrainer Jürgen Stolz bemängelte fehlenden Trainingseifer. Einige Akteure gingen lieber zu Heavy Metal Konzerten als auf den Sportplatz.

A-Jugend 1986

oben v.l.:   Jürgen Stolz, Oliver Depre, Matteo Castelluccia, Senol ???, Manuel Pinheiro, Matthias Haamann, Claus Rene Holz, Pjotr Wladimiriv

unten v.l.:  Andreas Angrick, Alexander Lang, Deria ??, Manfred Ziverts (i.d. Hocke), Edwin Geisler, Thomas Angrick, Rolf-Peter Hofmann

Bezirksliga 1986 / 87 - Tragischer Abstieg - Viele Verletzte

Saisonstart ohne Trainer

Pünktlich zum Saisonbeginn traten wegen interner Querelen unsere beiden Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn kurzfristig zurück. In der Vorbereitungsphase hatten sich Teile der Mannschaft nicht so "reingehängt", wie man es erwarten konnte. So ging es also am 14.08.1986 trainerlos zum Pokalspiel in Mühlacker gegen den TSV Lomersheim. Dort hatte der TSV Grünbühl noch nie gewonnen, was sich aber an diesem Tag änderte. Mit einem frühen Tor von Lothar Labusch ging man in Führung, und ein kurioses Tor von Sven Seidel, bei dem der Ball von Rechtsaußen langsam ins Tor kullerte, brachten einen 2:0-Sieg, der durch einen Bänderriss von Dietmar Lieb überschattet wurde, welcher nun wochenlang ausfiel. Aus Personalmangel lief Reservekeeper Manfred Ziverts, eingewechselt als Feldspieler auf. Wir sehen fotografisch festgehalten durch Walter Heger Torhüter Jürgen Heinle in Aktion, der eine bärenstarke Saison hinlegte, Stanislaw Simanek, Manfred Ziverts und Rychard Maletycz und Jan Tom Kurzawa, wie sie den Weg des Balles von Sven Seidel zum 0:2 verfolgen.

14.08.86 (Pokal):  TSV Lomersheim - TSV Grünbühl 0:2 (0:1)
TSV:  Heinle; T.Borucki; Lieb; Simanek; Labusch; Seidel; Rieger; T.Angrick; B.Klostermann; Maletycz; Kurzawa
eingewechselt:  Johnson; Ziverts
Tore:  0:1 Labusch (3.);  0:2 Seidel (77.)

 

Zum ersten Punktspiel ging es bereits 3 Tage später nach Münchingen. Abteilungstrainer Claus Hemmerich übernahm für diese Partie die Rolle des Trainers. Nachdem Friedrich Kirchner per Elfmeter den 2:1-Anschlußtreffer erzielt hatte (Foto), lag mehrmals zumindest der Ausgleich in der Luft, aber der Schiedsrichter meinte es an diesem Tag nicht gut mit dem TSV Grünbühl. Erneut eine schqwere verletzung ereignete sich im Spiel der Reserven, bei dem sich Oliver Depré einen Bänderriss zuzog. Eine Besonderheit bei diesem Spiel, das Münchingen mit 4:2 gewann, war, daß mit Matthias Haamann und Horst Haamann Vater und Sohn in einer Mannschaft standen.

17.08.1986:  TSV Münchingen - TSV Grünbühl  3:1 (1:0)

TSV:  Heinle; Labusch; Simanek; T.Borucki; Rack: Rieger; B.Klostermann; Maletycz; Schaupp; Kurzawa; Kirchner;
eingewechselt:  Seidel; Johnson
Tore:  1:0 (6.);  2:0 (61.);  2:1 Kirchner (64.);  3:1 (88.)

"Heimauftakt ohne Trainer ?", hieß die Schlagzeile des zum Heimspiel gegen den FSV 08 Bissingen erschienenen "sport info" (21.Ausgabe) am 24.08.1986. Aber die Meinungsverschiedenheiten waren beseitigt worden, und unsere beiden Trainer hielten wieder das Zepter in der Hand. Die Leistung stimmte auch, Bernd Klostermann machte das 1:0, das aber nicht lange hielt. Im zweiten Durchgang hatte man zahlreiche gute Gelegenheiten, aber die Konter der 08'er waren stets gefährlich. So trennte man sich 1:1. Wir sehen auf den Fotos von Walter Heger den Torschützen Bernd Klostermann in einer anderen Spielszene, Reiner Rack, der einen Flankenball knapp verpasst, sowie den Bericht aus der Bietigheimer Zeitung, in dem von einem "herrlichen Rasenplatz" die Rede ist.

24.08.1986:  TSV Grünbühl - FSV 08 Bissingen  1:1 (1:1)
TSV:  Heinle; Labusch; Simanek; Edelmann; Rack; Rieger; B.Klostermann; Maletycz; Schaupp; Kirchner; Kurzawa
eingewechselt:  Paluszkiewicz (46.) für Labusch;  J.Borucki (77.) für Schaupp
Tore:  1:0 B.Klostermann (19.);  1:1 (25.)

Ein paar Tage später ging es in einem Wochentagsspiel zur SpVgg Hirschlanden, die man in einem spannenden Pokalspiel mit 2:1 nach Verlängerung schlagen konnte.

28.08.1986 (Pokal):  SpVgg Hirschlanden - TSV Grünbühl  1:2 (0:0; 1:1) n.V.
TSV:  Heinle; Labusch; Simanek; Edelmann; Rack; Rieger; Maletycz; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Kirchner; Kurzawa
eingewechselt:  J.Borucki;  Holz
Tore:  1:0 (47.);  1:1 Kirchner (71.);  1:2 J.Borucki (95.)

Am 3.Spieltag ging es zum Angstgegner SF Großsachsenheim, und auch an diesem Tag war das Glück den Grün-Weißen nicht hold, denn man verlor trotz zahlreicher guter Torchancen mit 1:2. Die Reserve gewann in einem torreichen Spiel mit 6:4, das aber am "Grünen Tisch" mit 3:0 für Großsachsenheim gewertet wurde, weil der Spielerpass von Jürgen Müller nicht unterschrieben war. Wir sehen unten Jens Edelmann in Aktion gegen den Ex-SBA'ler Conrad, Reiner Rack bei einem Freistoß, einen Treffer von Harald Johnson für die Reserve und ein Foto vom 1:0 für Großsachsenheim aus der Vaihinger Kreiszeitung.

31.08.1986:  SF Großsachsenheim - TSV Grünbühl  2:1 (0:0)
TSV:  Heinle; Simanek; edelmann; Rack; J.Borucki; Maletycz; Rieger; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Kurzawa; Kirchner
eingewechselt:  Holz (85.) für Maletycz
Tore:  1:0 (58.);  2:0 (65.);  2:1 Kirchner (74., Foulelfmeter)

In einem zähen, nicht sehr ansehnlichen Spiel ging es am 4.Spieltag im Heimspiel gegen den Lokalrivalen TV Neckarweihingen. Und wieder reichte es mit einem 1:1 nicht zum ersten Saisonsieg. Mit 2:6 Punkten stand man danach auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zu allem Überfluss kam auch noch die schwere Verletzung von Peter Klostermann hinzu, der sich im Vorspiel der Reserven (2:2) einen Kreuzbandriss zuzog und ein ganzes Jahr ausfiel.

07.09.1986:  TSV Grünbühl - TV Neckarweihingen  1:1 (0:0)
TSV:  Heinle; Simanek; Edelmann; J.Borucki; Rack; Maletycz; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Rieger; Kurzawa; Kirchner
eingewechselt:  T.Borucki (30.) für Kurzawa;  Holz (85.) für Rieger
Tore:  0:1 (65.);  1:1 Eigentor (68.)

Im Wochentagsspiel ging es dann zum TSV Lomersheim, und der Erfolg vom Pokal konnte bei der 1:3-Niederlage leider nicht wiederholt werden. Der TSV Grünbühl war nun Tabellenletzter mit 2:8 Punkten.

11.09.1986:  TSV Lomersheim - TSV Grünbühl  3:1 (1:0)
TSV:  Heinle; Rack; J.Borucki; Simanek; Edelmann; Rieger; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Maletycz; T.Borucki; Kirchner
eingewechselt:  Holz (20.) für Edelmann
Tore:  1:0 (5.);  2:0 (65.);  3:0 (73.);  3.1 Kirchner (82., Elfmeter)

Drei Tage später feierte man dann endlich den ersten Sieg, und der fiel mit 4:0 gegen den TSV Flacht gleich recht deutlich aus. Zur Belohnung kletterte man um 5 Plätze in der Tabelle nach oben. Der zehn Minuten vor Schluß eingewechselte Youngster Klaus René Holz führte sich gleich mit einem Lattentreffer ein, was "sport info" mit der Titelschlagzeile "Holz kam und traf - Holz" würdigte. Wir sehen auf dem Foto Volker Rieger, der seit langem mal wieder ins Netz traf und Mitteldregisseur Ryszard Paluszkiewicz.

14.09.1986:  TSV Grünbühl - TSV Flacht  4:0 (1:0)
TSV:  Heinle; J.Borucki; Simanek; Rack; Maletycz; Edelmann; Paluszkiewicz; B.Klostermann; T.Borucki; Rieger; Kirchner
eingewechselt:  Holz (80.) für Rieger
Tore:  1:0 Kirchner (17.);  2:0 Rieger (56.);  3:0 Kirchner (61., Elfmeter);  4:0 Maletycz (77.)  

Nach dem deutlichen Sieg gegen Flacht folgte der schwere Gang zum Aufstiegsaspiranten TSV Asperg, der aber unerwartet schlecht gestartet war und nur 6:6 Punkte aufweisen konnte. Dort hatte man ja schon in der Saison davor einen überraschenden Erfolg feiern können. Und der wurde am 21.09.1986 noch getoppt. Mit sage und schreibe 4:0 siegte der TSV Grünbühl und überholte die Asperger gar in der Tabelle. Am Ende war sogar ein höherer Sieg möglich. Walter Heger konnte das 2:0 durch Friedrich Kirchner, das 4:0 von Bernd Klostermann und zwei weitere Situationen, in denen Friedrich Kirchner knapp scheiterte, ablichten.

21.09.1986:  TSV Asperg - TSV Grünbühl  0:4 (0:2)
TSV:  Heinle; Simanek; J.Borucki; T.Borucki; Rack; Edelmann; Maletycz; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  Holz (55.) für Rieger;  Lachmann (58.) für Paluszkiewicz 
Tore:  0:1 Rieger (6.);  0:2 Kirchner (32.);  0:3 Kirchner (48.);  0:4 B.Klostermann (88.)

Nach diesen beiden tollen Siegen ging es zum FV Kirchheim, wo man im Jahr zuvor deutlich gewonnen hatte. Leider war der kurze Höhenflug dort mit einer 0:1-Niederlage trotz zahlreicher Chancen beendet. Auf den Fotos sehen wir eine gute Schußchance von Volker Rieger, einen Kopfball von Thomas Borucki und ein Luftduell von Stanislaw Simanek mit dem Kirchheimer Torhüter.

28.09.1986:  FV Kirchheim - TSV Grünbühl  1:0 (0:0)
TSV:  Heinle; T.Borucki; J.Borucki; Simanek; Rack; Lachmann; Edelmann; Paluszkiewicz; Maletycz; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  Seidel (76.) für Lachmann;  Kurzawa (86.) für Maletycz
Tor:  1:0 (55.)

   

Nach 1:4 gegen die Schwarz-Gelben wieder Vorletzter

Dem Rückschlag in Kirchheim folgte im Heimspiel gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II der nächste. Nachdem man in der ersten Hälfte gegen die technisch überlegenen 07er noch Paroli bieten konnte und selbst gute Chancen hatte, z.B. unten zu sehen Ryszard Paluszkiewicz, und durch Friedrich Kirchner den Ausgleich erzielen konnte, folgten kurz vor und kurz nach der Halbzeit drei Treffer zum 1:4, die unserer Mannschaft die Moral wegnahmen. Alles Anrennen half nun nichts mehr.

05.10.1986:  TSV Grünbühl - SpVgg 07 Ludwigsburg II  1:4 (1:2)
TSV:  Heinle; T.Borucki; J.Borucki; Simanek; Rack; Lachmann; Edelmann; Maletycz; Paluszkiewicz; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  Seidel (55.) für Lachmann;  Holz (65.) für Maletycz
Tore:  0:1 (13.);  1:1 Kirchner (37.);  1:2 (38.);  1:3 (48.);  1:4 (55.)

  

Ausgerechnet jetzt musste man die Reise zum Tabellenführer VfB Vaihingen antreten, der erst zwei Minuspunkte auf dem Konto hatte. Man machte dem VfB auch tatsächlich das Leben sehr schwer, am Ende aber stand man wieder mit leeren Händen da. Krönung des Pechs an diesem Tag war ein Lattentreffer (siehe Foto) von Friedrich Kirchner in der 92.Minute. Anbei auch der Bericht aus der Vaihinger Kreiszeitung.

12.10.1986:  VfB Vaihingen - TSV Grünbühl  1:0 (0:0)
TSV:  Heinle; T.Borucki; Simanek; J.Borucki; Rack; Edelmann; Seidel; Paluszkiewicz; Rieger; Kurzawa; Kirchner
eingewechselt:  Hofmann (69.) für Kurzawa
Tor:  1:0 (48.)

       

Die Niederlagenserie konnte in den nächsten beiden Spielen zwar beendet werden, aber zwei Unentschieden brachten den TSV auch nicht weiter. Mit 8:16 Punkten belegte man den 13.Platz von 16. Gegen die TSG Leonberg spielte man trotz zweimaliger Führung nur 2:2, und die Gäste hatten mit ihrem Torhüter Beutelspacher den besten Mann des Spieles zwischen den Pfosten. Die Leonberger Zeitung sprach denn auch von einem glücklichen Remis für die TSG. Das 0:0 beim Aufstiegsaspiranten TSV Benningen war einer starken kämpferischen Leistung zu verdanken.

19.10.1986:  TSV Grünbühl - TSG Leonberg  2:2 (2:2)
TSV:  Heinle; Labusch; Lachmann; Simanek; Rack; Seidel; Edelmann; Maletycz; Paluszkiewicz; Rieger; Kirchner
eingewechselt:  Zmarlak (71.) für Rieger;  Hofmann (88.) für Labusch
Tore:  1:0 Kirchner (4., Elfmeter);  1:1 (10.);  2:1 Edelmann (23.);  2:2 (24., Elfmeter)

26.10.1986:  TSV Benningen - TSV Grünbühl  0:0
TSV:  Heinle; Labusch; Lachmann; Zmarlak; Rack; Maletycz; Edelmann; Paluszkiewicz; Seidel; Rieger; Kirchner
eingewechselt:  Hofmann (30.) für Rack);  Kurzawa (65.) für Hofmann

Wir sehen auf den Fotos von Walter Heger vom Spiel in Benningen den für's Mannschaftsgefüge wichtigen Rückkehrer Richard Zmarlak beim Flugkopfball, Rychard Maletycz mit einer sehr guten Torchance, Jan Tom Kurzawa nach einem zu lang geratenen Steilpass und Trainer Armin Klostermann bei der Mannschaftsbesprecgung der Reserve.

     

Mit einem 3:0 gegen den FV Löchgau, wobei ein höherer Sieg verpasst wurde, verschaffte man sich dann etwas Luft, kletterte auf den 12.Platz und zog gleichzeitig den unterlegenen Gegner mit in den Abstiegssumpf.

02.11.1986:  TSV Grünbühl - FV Löchgau  3:0 (2:0)
TSV:  Heinle; Lachmann; J.Borucki; Zmarlak; Labusch; Seidel; Maletycz; Paluszkiewicz; Edelmann; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  J.Müller (84.) für Kirchner.
Tore:  1:0 Rieger (23.);  2:0 Kirchner (36., Elfmeter);  3:0 Rieger (65.)

Eine ausgesprochen unglückliche Niederlage kassierte man am Sonntag darauf bei den in der Tabelle hinter dem TSV rangierenden TSF Ditzingen, als man zur Halbzeit eigentlich deutlich hätte führen müssen. Zu einem Kurzeinsatz kam der lange verletzt gewesene Bernd Klostermann.

09.11.1986:  TSF Ditzingen - TSV Grünbühl  2:1 (0:1)
TSV:  Heinle; Lachmann; Zmarlak; J.Borucki; Labusch; Seidel; Maletycz; Edelmann; Paluszkiewicz; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  T.Borucki (46.) für Labusch;  B.Klostermann (80.) für seidel
Tore:  0:1 Kirchner (15.);  1:1 (62.);  2:1 (75.)

Eine deutliche Niederlage, die aber über den wahren Spielverlauf hinwegtäuschte, setzte es am 16.11.1986 gegen GSV Pleidelsheim. Friedrich Kirchner schoss einen Elfmeter gegen den Pfosten. Nach frühem Rückstand drängte der TSV bis zur 85.Minute mächtig, aber glücklos, auf den Ausgleich, ehe die Gäste in den Schlußminuten mit zwei weiteren Toren einen schmeichelhaft hohen Sieg einfuhren. Wir sehen den verschossenen Elfmeter und einen im Vorspiel der Reserve, die allerdings mit 3:5 auch verlor, von Wolfgang Roßnagel verwandelten.

16.11.1986:  TSV Grünbühl - GSV Pleidelsheim  0:3 (0:1)
TSV:  Heinle; T.Borucki; J.Borucki; Simanek; Lachmann; Seidel; Paluszkiewicz; Edelmann; Maletycz; Rieger; Kirchner
eingewechselt:  B.Klostermann (55.) für Rieger
Tore:  0:1 (17.);  0:2 (85.);  0:3 (87.)

    

In der 3.Runde des Bezirkspokals gab es dann einen Lichtblick, als man mit 2:1 gegen den TSV Korntal in die 4.Runde einzog.

22.11.1986 (Pokal):  TSV Grünbühl - TSV Korntal  2:1 (2:0)
TSV:  Heinle; Lachmann; J.Borucki; Simanek; T.Borucki; Maletycz; Edelmann; Paluszkiewicz; B.Klostermann; Kirchner; Seidel
eingewechselt:  Schaupp (60.) für Seidel;  J.Müller (88.) für Maletycz
Tore:  1:0 Maletycz (9.);  2:0 Edelmann (20.);  2:1 (72.)

Bernd Klostermann erzielt erstes filmisch festgehaltenes Tor des TSV Grünbühl

Am 30.11.1986 erzielte Bernd klostermann im Spiel gegen den TSV Münchingen mit einem Kopfball das 1:0. Dieses Tor ist auf YouTube zu bewundern ===> hier. Überschattet wurde dieses Erfolgserlebnis allerdings dadurch, daß sich der gefilmte Torschütze in der 80.Minute die Hand brach, und schon wieder für einige Zeit verletzt aussetzen musste. Leider verschoss in dieser Partie, dessen Unentschieden dem Gast schmeichelte, auch noch Friedrich Kirchner erneut einen Elfmeter.

30.11.1986:  TSV Grünbühl - TSV Münchingen  2:2 (1:0)
TSV:  Heinle; Lachmann; Simanek; J.Borucki; T.Borucki; Maletycz; B.Klostermann; Edelmann; Paluszkiewicz; Schaupp; Kirchner
eingewechselt:  Seidel (67.) für Klostermann;  Rieger (80.) für Schaupp
Tore:  1:0 B.Klostermann (14.);  1:1 (46.);  1:2 (76.);  2:2 Rieger (88.)

Mit einer schwachen Leistung wurde am Nikolaustag beim FSV 08 Bissingen 2:3 verloren, und mindestens genauso schwer schmerzte die schwere Knieverletzung von Rychard Maletycz nach einem üblen Foul. Bedenklich stimmte, daß nach dem 3:2 durch Reiner Rack (siehe Foto) kein wirkliches Aufbäumen der Mannschaft zu spüren war.

06.12.1986:  FSV 08 Bissingen - TSV Grünbühl  3:2 (3:1)
TSV:  Heinle; Lachmann; J.Borucki; Simanek; Rack; Edelmann; Paluszkiewicz; Rieger; Maletycz; Schaupp; Kirchner
eingewechselt:  Seidel;  Labusch
Tore:  1:0 (8.);  2:0 (15.);  2:1 Rieger (39.);  3:1 (42.);  3:2 Rack (76.)

Die Hoffnungen auf einen wenigstens versöhnlichen Jahresabschluß im letzten Heimspiel zerstörte unser Angstgegner, der Tabellenletzte SF Großsachsenheim. Der TSV Grünbühl ging mit 11:25 Punkten als Drittletzter vor dem FV Löchgau und den Sachsenheimern in die Winterpause.

14.12.1986:  TSV Grünbühl - SF Großsachsenheim  1:3 (0:1)
TSV:  Heinle; Labusch; J.Borucki; Simanek; Lachmann; Edelmann; Seidel; Paluszkiewicz; Schaupp; Rieger; Kirchner
eingewechselt:  Zmarlak (75.) für Labusch
Tore:  0:1 (30.);  1:1 Seidel (65.);  1:2 (68.);  1:3 (82.)

Jens Edelmann Spieler des Jahres - Ralph Frey Trainingsfleissigster
Trainingseinheiten im Treppenhaus von Walter Heger

Auf der Weihnachtsfeier der Fußballer wurde 1986 Jens Edelmann zum Spieler des Jahres gewählt, was der zuverlässige Denker und Lenker sich mit seinem unermüdlichen Einsatz sicherlich verdient hatte. Die Presseabteilung übergab ihm als Geschenk eine Live-LP-Box von Bruce Springsteen. Trainingsfleissigster Spieler war Ralph Frey, der sich durch Auswechslungen oder Nichteinwechslungen niemals entmutigen ließ und sich mit seiner "Jetzt erst recht-Haltung" immer wieder reinkniete. Da konnten sich einige andere eine Scheibe abschneiden.

Die meisten Verletzten konnten sich in der Winterpause erfolgreich auskurieren, Stanislaw Simanek aber, der gerade eine Daumenverletzung hinter sich hatte, verlor bei einem Unfall beinahe sein Augenlicht und musste nun regelmäßig in die Augenklinik nach Tübingen. Außerdem holte sich Volker Rieger bei einem Hallenturnier für Freizeitfußballer einen Gips ab. Das Winterwetter verhinderte wochenlang ein Trainieren, dafür betätigten sich Wolfgang Roßnagel, Ryszard Paluszkiewicz, Dietmar Lieb und Stanislaw Simanek als unermüdliche Treppenläufer beim Umzug von Pressewart Walter Heger.

Mutmacher Pokal - Einzug in die 5.Runde durch Sieg gegen Besigheim

Die 4.Runde des Bezirkspokals läutete das Pflichtspieljahr 1987 ein. Nach einem 2:2 im Testspiel gegen den Stuttgarter Bezirksligisten und einem 2:1 gegen den FSV Oßweil ging es am 28.Februar gegen die SpVgg Besigheim II, eine spannende Partie, die der TSV Grünbühl erst in der Schlußphase der Verlängerung durch zwei Elfmetertore von Jens Edelmann (siehe Fotos) gewann. Die Besigheimer setzten drei Akteure ihrer Landesligamannschaft ein. In der Ludwigsburger Kreiszeitung wurde ein wiedergenesener, nur durch Foul zu bremsender Rychard Maletycz abgebildet. Sein Pflichtspieldebüt als Mittelstürmer gab an diesem Tag Jürgen Stolz.

28.02.1987 (Pokal):  TSV Grünbühl - SpVgg Besigheim II  2:0 n.V.
TSV:  Heinle; Lachmann; J.Borucki; Edelmann; Schaupp; Maletycz; Lieb; Paluszkiewicz; B.Klostermann; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Labusch (75.) für Maletycz
Tore:  1:0 Edelmann (110., Elfmeter nach Foul an Kirchner);  2:0 Edelmann (116., Elfmeter nach Foul an Schaupp)

  

Das erste Punktspiel 1987 führte den TSV zum Tabellenzweiten TV Neckarweihingen. Dort geriet man zwar gleich nach dem Anpfiff in Rückstand, konnte dann aber durch zwei Tore von Friedrich Kirchner die Partie drehen. Jürgen Stolz mit einem Kopfball gegen die Latte (oder war er drin?), Rychard Maletycz alleine vor dem Torwart, und Ryszard Paluszkiewicz, der abspielte (ins Abseits), anstatt selbst zu vollenden (alle drei Szenen unten zu sehen), sowie ein von Jens Edelmann verschossener Elfmeter, hätten den Tag perfekt machen können. So aber endete das Spiel 2:2, nachdem der TVN durch einen Elfmeter ausgeglichen hatte.

08.03.1987:  TV Neckarweihingen - TSV Grünbühl  2:2 (1:2)
TSV:  Heinle; Lachmann; Edelmann; J.Borucki; Schaupp; Paluszkiewicz; B.Klostermann; Lieb; Maletycz; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  T.Borucki (70.) für Stolz;  Rack (78.) für Paluszkiewicz
Tore:  1:0 (1.);  1:1 Kirchner (3.);  1:2 Kirchner (14.);  2:2 (48., Elfmeter)

     

Im folgenden Spiel gegen den TSV Lomersheim stand eine geordnete Defensive im Vordergrund, und da auch der Gegner nach vorne nicht viel unternahm, endete die Partie torlos.

15.03.1987:  TSV Grünbühl - TSV Lomersheim  0:0
TSV:  Heinle; Lachmann; J.Borucki; Edelmann; B.Klostermann; Lieb; Schaupp; Paluszkiewicz; Maletycz; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Rack (70.) für Maletycz;  T.Borucki (75.) für Stolz

Einen wichtigen Sieg konnte der TSV dann am nächsten Spieltag gegen den TSV Flacht landen, den man dadurch in der Tabelle überholen konnte. Der Sieg in dieser Partie, die auf dem alten Hartplatz in Rutesheim stattfand, durch einen Treffer von Jens Edelmann, mit einem Schuss aus gut 20 Metern, war einer guten Defensivarbeit gegen eine permanent anrennende Flachter Mannschaft zu danken. Wir sehen zwei Szenen mit Friedrich Kirchner und Teile der Mannschaft bei der Halbzeitbesprechung.

22.03.1987:  TSV Flacht - TSV Grünbühl  0:1 (0:1)
TSV:  Heinle; Lachmann; Edelmann; J.Borucki; B.Klostermann; Schaupp; Lieb; Rack; T.Borucki; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Labusch (70.) für Klostermann;  Marek (79.) für Stolz
Tor:  0:1 Edelmann (14.)

   

Auch im nächsten Spiel bot sich die Gelegenheit, einen in der Tabelle davor platzierten Gegner zu überholen. Und tatsächlich gelang unserer Mannschaft dieses Kunststück zum zweiten Mal in einem legendären Spiel mit einem oft betrachteten raren Tor (da mit links erzielt) von Friedrich Kirchner gegen Aspergs Torhüter Kummer. Kurz vor dem Abpfiff verhinderte Torhüter Jürgen Heinle mit einer pantherhaften Reaktion den Ausgleich. Danach stand der TSV Grünbühl mit 17:27 Punkten, und einem im Vergleich zu den anderen Abstiegskandidaten guten Torverhältnis von 29:32 auf dem 12.Tabellenplatz.

29.03.1987:  TSV Grünbühl - TSV Asperg  1:0 (0:0)
TSV:  Heinle; J.Borucki; Edelmann; Lieb; Lachmann; T.Borucki; B.Klostermann; Schaupp; Rack; Stolz; Kirchner
eingewechselt:  Maletycz (59.) für Stolz
Tor:  1:0 Kirchner (ca. 60.Minute)

Das Grünbühler 1:0-Triple

Im ersten Spiel des Monats April 1987 schaffte es der TSV Grünbühl, zum dritten Mal nacheinander gegen einen direkten Konkurrenten mit 1:0 zu gewinnen. Das entscheidende Tor gegen den FV Kirchheim markierte Bernd Klostermann mit einem Kunstschuss per Dropkick nach Eckball des eben erst eingewechselten Ryszard Paluszkiewicz. Auf dem Foto sehen wir die Szene unmittelbar vor diesem Tor, als der Torhüter der Gäste, den alle "Wurschtl" riefen, bereits zu ahnen scheint, was gleich passiert.

05.04.1987:  TSV Grünbühl - FV Kirchheim  1:0 (0:0)
TSV:  Heinle; Lachmann; Edelmann; J.Borucki; T.Borucki; Schaupp; Lieb; B.Klostermann; Maletycz; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Paluszkiewicz (65.) für Maletycz;  Marek (80.) für Stolz
Tor:  1:0 B.Klostermann (71.)

Die Serie ohne Niederlage im neuen Jahr endete dann leider am 12.April auf dem Fuchshof, wo gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II verloren wurde. Unsere Mannschaft rannte zwar bis zum Schluß pausenlos an, konnte aber kaum Torchancen kreieren. Einziger Trost war, daß die hinter dem TSV platzierten Mannschaften ebenfalls sieglos blieben. Zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz waren aber doch beängstigend. Auf dem Foto sehen wir Jochen Borucki, wie er gegen den Torhüter einen Schritt zu spät kommt, und aus dem Vorspiel der Reserve, das 2:0 für Grünbühl endete, Norbert Harbich, Rolf-Peter Hofmann und Volker Rieger, die sich über die einzuschlagende Laufrichtung nicht ganz einig zu sein scheinen.

12.04.1987:  SpVgg 07 Ludwigsburg II - TSV Grünbühl  2:0 (1:0)
TSV:  Heinle; T.Borucki; Edelmann; J.Borucki; Lachmann; Schaupp; Lieb; Maletycz; B.Klostermann; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Paluszkiewicz (25.) für Stolz;  Marek (75.) für Paluszkiewicz
Tore:  1:0 (14.);  2:0 (89.)

  

TSV Grünbühl verhindert Meisterfeier für VfB Vaihingen

In einem Wochentagsspiel ging es dann im Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer VfB Vaihingen, der sich an diesem sechstletzten Spieltag mit einem Sieg bereits frühzeitig die Meisterschaft hätte sichern können. Aber man hatte die Rechnung ohne Grünbühl gemacht, denn durch Tore von Jürgen Stolz und Friedrich Kirchner gewann unser TSV mit 2:1. Rechts sehen wir die Tabellensituation nach diesem Sieg.

16.04.1987:  TSV Grünbühl - VfB Vaihingen  2:1 (1:1)
TSV:  Heinle; T.Borucki; Edelmann; J.Borucki; B.Klostermann; Lieb; Schaupp; Maletycz; Lachmann; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Rieger (80.) für Stolz;  Marek (81.) für Maletycz
Tore:  1:0 Stolz (12.);  1:1 (38.);  2:1 Kirchner (58.)

Am fünftletzten Spieltag ging es zur TSG Leonberg, nicht gerade unser Lieblingsgegner. Immerhin konnte aber Friedrich Kirchner die Führung der Männer vom Engelberg kurz vor Schluß ausgleichen, und man nahm wenigstens einen Punkt mit nach Hause. Der Abstand zum Abstiegsplatz betrug aber weiterhin nur magere 2 Punkte, bei allerdings sehr gutem Torverhältnis von "nur" Minus-3.

26.04.1987:  TSG Leonberg - TSV Grünbühl  1:1 (0:0)
TSV:  Heinle; T.Borucki; Lieb; J.Borucki; Lachmann; Schaupp; Edelmann; Maletycz; B.Klostermann; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Rieger (55.) für Maletycz;  Marek (80.) für Stolz
Tore:  1: 0 (55.);  1:1 Kirchner (85.)

Am 1.Mai kam es zum Viertelfinal-Duell im Bezirkspokal gegen den von Hasso Fröhlich trainierten Tabellenzweiten der Bezirksliga TSV Münchingen, gegen den man ein paar Wochen zuvor im Punktspiel ein Unentschieden erkämpft hatte. Bei hochsommerlichen Temperaturen führten die Gäste zur Halbzeit verdient, aber im zweiten Durchgang hatte unsere Mannschaft mehrere gute Ausgleichschancen. Unter anderem traf Friedrich Kirchner mit dem Kopf nur die Latte, und der Münchinger Torhüter hatte einen guten Tag erwischt. Praktisch mkit dem Schlußpfiff fiel die Entscheidung zum 0:2. Wir sehen unten eine Freistoßchance von Volker Rieger.

01.05.1987 (Pokal):  TSV Grünbühl - TSV Münchingen  0:2 (0:1)
TSV:  Heinle; T.Norucki; J.Borucki; Edelmann; Lachmann; Marek; Maletycz; Lieb; B.Klostermann; Kirchner; Stolz
eingewechselt:  Rieger (60.) für Marek;  T.Angrick (75.) für Stolz
Tore:  0:1 (20.);  0:2 (90.)

Schon zwei Tage nach diesem Kräfte zehrenden Pokalduell kreuzte bei widrigen Wetterbedingungen der TSV Benningen in Grünbühl auf. Nach Rückstand drehte der TSV Grünbühl noch vor der Pause das Spiel auf 2:1 und war danach vom Pech verfolgt, insbesondere Bernd Klostermann, dem mehrere Male nur Zentimeter zum vorentscheidenden 3:1 fehlten. Es kam, wie es so oft kommt: die Benninger glichen kurz vor dem Abpfiff aus und nahmen ein schmeichelhaftes Unentschieden mit nach Hause.

03.05.1987:  TSV Grünbühl - TSV Benningen  2:2 (2:1)
TSV:  Heinle; Lachmann; Edelmann; J.Borucki; Schaupp; Lieb; Maletycz; B.Klostermann; Rieger; T.Borucki; Kirchner;
eingewechselt:  Stolz (75.) für Maletycz
Tore:  0:1 (30.);  1:1 Kirchner (40.);  2:1 Edelmann (44.);  2:2 (89.)

Nur Unentschieden beim Tabellenletzten

Im drittletzten Spiel der Saison bot sich beim angeschlagenen Tabellenletzten FV Löchgau die Möglichkeit, einen Befreiungsschlag zu landen. Doch der TSV geriet durch einen Sonntagsschuss (siehe Foto) aus großer Entfernung in Rückstand. Friedrich Kirchner aber schürte mit zwei Treffern zur 2:1-Führung die Hoffnung auf den Sieg. Ein Eigentor in der 70.Minute bescherte den Löchgauer jedoch ein glückliches 2:2. Auf einem Schnappschuss vom Vorspiel der Reserven sehen wir Torhüter Andreas Wagner II, beobachtet von seinen Sportkameraden Thomas Angrick, Ralph Frey und Bernd Polziehn.

  

"Spiel des Jahres - Sieg brächte Klassenerhalt", lautete die Schlagzeile unseres Stadionzeitung "sport info" zum Heimspiel gegen TSF Ditzingen am vorletzten Spieltag. Bei einem Punkt Vorsprung hatte der TSV Grünbühl gegen die Ditzinger, die eine Woche zuvor zu Hause gegen den TSV Asperg verloren hatten, die Chance, alles klar zu machen. Aber eine hypernervöse Mannschaft und mehrere merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen, unter anderem ein nicht gegebener Elfmeter an Friedrich Kirchner kurz vor Schluß, sorgten dafür, daß der TSV Grünbühl nach einer 0:1-Niederlage plötzlich auf dem Abstiegsplatz 14 stand. Kirchheim hatte in Leonberg gewonnen, und Großsachsenheim beim TV Neckarweihingen. Die Tabelle vor dem letzten Spiel beim GSV Pleidelsheim machte klar, daß unbedingt gewonnen werden musste, und wenn angesichts unseres guten Torverhältnisses nur eine der 4 vor uns platzierten Mannschaften patzen würde, hätte man den Klassenerhalt feiern können.

17.05.1987:  TSV Grünbühl - TSF Ditzingen  0:1 (0:1)
TSV:  Heinle; T.Borucki; J.Borucki; Lieb; Lachmann; Seidel; Maletycz; Edelmann; B.Klostermann; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  Stolz (75.) für Klostermann
Tor:  0:1 Lattuch (8.)

Alle hielten gegen den TSV Grünbühl zusammen

Die Paarungen der 4 vor uns platzierten Mannschaften lauteten am letzten Spieltag:

FV Kirchheim - TV Neckarweihingen
SF Großsachsenheim - TSV Lomersheim
TSV Asperg - TSV Münchingen
TSF Ditzingen - SpVgg 07 Ludwigsburg II


Der GSV Pleidelsheim hielt in der ersten Halbzeit stark dagegen und ließ unsere Mannschaft kaum zur Entfaltung kommen. Immerhin ging man mit einem torlosen Remis in die Pause. Zur Halbzeit erfuhr man, daß der FV Kirchheim gegen Neckarweihingen mit 0:2 hinten lag, ebenso die TSF Ditzingen mit 0:1 gegen 07 Ludwigsburg. Das motivierte natürlich sehr, und Friedrich Kirchner gelang in der 52.Minute nach Flanke von Witold Marek das 1:0. Der Schreiber dieser Zeilen fuhr nun direkt auf die Autobahn zum Spiel in Ditzingen. Dort stand es immer noch 0:1, und bei meinem Eintreffen scheiterten die Schwarz-Gelben gerade mit einem Pfostentreffer. Es sah also gut aus. Zehn Minuten vor Schluß fuhr ich zurück nach Pleidelsheim. Unsere Mannschaft hatte gegen nachlassende Pleidelsheimer durch weitere Treffer von Rychard Maletycz und Sven Seidel mit 3:0 gewonnen, saß noch in Spielkleidung vor dem Pleidelsheimer Vereinsheim auf dem Rasen und wartete auf die anderen Ergebnisse. Man bedenke, daß es damals kein Internet gab, und die angerufenen anderen Vereinsheime nicht immer sehr auskunftsfreudig waren. So dauerte es eine Ewigkeit, bis man die Gewissheit hatte, mit 40:41 Toren und 26:34 Punkten abzusteigen. Der FV Kirchheim drehte das Spiel gegen Neckarweihingen in ein 3:2, der TSV Asperg landete gegen den Tabellenzweiten Münchingen einen merkwürdigen 5:1-Sieg, die TSF Ditzingen gewann durch zwei späte Treffer doch noch gegen 07 Ludwigsburg II, was die zahlungskräftigen Ditzinger Sponsoren, die den Verein danach bis in die 1.Amateurliga manövrierten, motivierte, dabeizubleiben. Und als allerletztes wartete man dann noch auf das Ergebnis aus Großsachsenheim, wo es zur Halbzeit gegen Lomersheim 1:1 gestanden hatte, was uns ja gereicht hätte. Aber die Sachsenheimer gewannen durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit ebenfalls mit 2:1. Schluss ! Aus ! Vorbei ! Abstieg !

24.05.1987:  GSV Pleidelsheim - TSV Grünbühl  0:3 (0:0)
TSV:  Heinle; Lachmann; Lieb; Edelmann; J.Borucki; Marek; Maletycz; Seidel; B.Klostermann; Kirchner; Rieger
eingewechselt:  T.Angrick (80.) für Maletycz;  Stolz (80.) für Rieger
Tore:  0:1 Kirchner (52.);  0:2 Maletycz (68.);  0:3 Seidel (78.)

Bilanz der Saison 86/87:  8 Siege, 12 Niederlagen, 10 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953: 429 Siege, 289 Niederlagen, 198 Unentschieden

Jahreshauptversammlung 1987 - Erwin Schwarz wird 1.Vorsitzender

Erwin Schwarz - neuer 1.Vorsitzender

"Neue Vereinsführung - aber bitte mit Dame !" titulierte "sport info" den Bericht über die Jahreshauptversammlung des TSV Grünbühl am 27.März 1987. Diethard Hilbert quittierte nach 12-jähriger Tätigkeit sein Amt als 1.Vorsitzender. Ein Jahr zuvor war bereits Johann Schwarz als 2.Vorsitzender zurückgetreten. Diethard Hilbert resümierte, daß man in seiner Amtszeit zwei neue Sportplätze bekommen habe, und das Vereinsheim renoviert worden ist. Der Trainer der Fußballer, Armin Klostermann, bedauerte, daß mangels Jugendleiter (Otto Depré war im August 1986 zurückgetreten) und derzeit keiner vorhandenen A- und B-Jugend kein für die Bezirksliga geeigneter Nachwuchs vorhanden sei. Leider konnte an diesem Tag kein neuer Jugendleiter gefunden werden. Und auch andere Posten blieben unbesetzt. Aber immerhin: Erwin Schwarz, ein "alter Grünbühler" aus Freiberg, stellte sich für das Amt des 1.Vorsitzenden zur Verfügung und wurde dann auch gewählt. Als zweite Vorsitzende erhielt Marlies Bertram, bis dahin im Kinderturnen aktiv, die Stimmen der Versammelten.

Die Ämteraufteilung nach dieser Hauptversammlung stellte sich wie folgt dar:

1.Vorsitzender:  Erwin Schwarz
2.Vorsitzende:  Marlies Bertram
Leiterin Damenturnen:  Ingrid Schwarz
Leiterin Kinderturnen:  Vera Roßnagel
Geschäftsführer:  Roland Zahn
Leiter AH:  Manfred Koch
Schriftführer:  Erwin Harbich
Kassenprüfer.  Brigitte "Hannchen" Friedrich

Da einige Posten weiterhin unbesetzt blieben wurde für den 3.Mai eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Die Pressearbeit, sprich: Vereinszeitung "sport info", war zwar weiterhin gewährleistet, aber der Posten "Pressewart" war offiziell nicht besetzt. Charles Jakob hatte aus beruflichen Gründen quittiert, und Walter Heger konnte das Amt nach Umzug auf die Fildern vorläufig nicht offiziell übernehmen. Beide betätigten sich aber weiterhin als Redakteure unserer Vereinszeitung. Walter Heger schrieb außerdem die Beiträge für die Ludwigsburger Kreiszeitung. Bei der Pressearbeit wurden die beiden fortan bisweilen von Kurt Kriegisch unterstützt.

Nach der außerordentichen Hauptversammlung kamen folgende neue Funktionen hinzu:

Hauptkassierer:  Günter Lorbeer
Jugendleiter:  Heinrich Schäfer
Fußballjugendleiter:  Josef Scherer
Vereinsrat:  Diethard Hilbert, Eugen Nagel
Fußballabteilungsleiter:  Otto Depré
Platzkassierer:  Friedrich Platt
Vergnügungswart:  Werner Zahn
Technischer Leiter:  Werner Seemüller
Pressearbeit:  Charles Jakob, Walter Heger, Kurt Kriegisch

C-Jugend schafft Aufstieg in Leistungsstaffel

Inmitten der Phase des tragischen Abstiegs der ersten Mannschaft des TSV aus der Bezirksliga gab es auch etwas sehr erfreuliches zu berichten. Die von Harald Johnson und Witold Marek trainierte C-Jugend schaffte die Meisterschaft in der Kreisstaffel und stieg in die Leistungsstaffel auf. Bis zum drittletzten Spieltag Ende April 1987 stand man meistens auf dem 2.Platz, ehe dann der Tabellenführer FSV Oßweil, gegen den der TSV in der Vorrunde glatt mit 0:6 verloren hatte, zum Rückspiel in Grünbühl antrat, und auch in dieser Partie siegessicher zunächst mit 1:0 in Führung ging. Aber Ali Polat und Daniele Fabozzi drehten die Partie, und der TSV führte mit 2:1. Alexander Kulczycki und Engin Sencan schraubten dann das Ergebnis auf einen vorher nicht erwarteten 4:1-Sieg, mit dem man nun bei noch zwei ausstehenden Spielen 1 Punkt Vorsprung vor dem FSV Oßweil hatte.

Das nächste Spiel, beim TV Aldingen, wurde gewonnen (Ergebnis nicht übermittelt), und am letzten Spieltag ging es zuhause gegen den SV Poppenweiler. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen die sprichwörtlich mit Mann und Maus verteidigenden Gäste erzielte Johannes Iyob nach Vorlage von Heiko Bofinger das 1:0, dem Achim Brutschin das 2:0 folgen ließ. Als dann nach einem Foul an Alexander Kulczycki auf Strafstoß entschieden wurde, sorgte Engin Sencan, der sicher verwandelte, für die Vorentscheidung. In der zweiten Halbzeit ließ man dem Gegner durch entschlossenes Pressing keine Chance und mit weiteren Toren von Engin Sencan (2x), Daniele Fabozzi, Ali Polat und Alexander Kulczycki landete man einen deutlichen 8:0-Sieg.

Als Krönung der Saison wurde dann Ende Juni noch die auf dem Gelände des TSV Ludwigsburg ausgetragene Ludwigsburger Stadtmeisterschaft gewonnen, und zwar ohne einen einzigen Gegentreffer. Die Trainer blieben der Mannschaft treu und coachten auch in der Saison 1987/88 weiter, dann allerdings als B-Jugend. Da hatten sie es mit zu wenig Spielern (da einige Leistungsträger noch C-Jugend blieben) allerdings sehr schwer und gewannen 1987/88 nur wenig Spiele.

Die seinerzeit in "sport info" veröffentlichten Spielberichte der Partien gegen Oßweil und Poppenweiler, der Stadtmeisterschaften, sowie weitere Daten und Fakten zur Saison 1986/87 finden sich als pdF  ==>  hier

Die erfolgreiche Mannschaft präsentierte sich zum Meisterfoto oben v.l.:
Witold Marek, Özer Top, Daniele Fabozzi, Heiko Bofinger, Marco Roßnagel, Alexander Kulczycki, Raed Mustafa, Antonio Pannone, Engin Sencan, Harald Johnson

unten v.l.:
Ali Polat, Steven Reimers, Berislav Vidackovic, Michael Paluszkiewicz, Achim Brutschin, Johannes Iyob

Auch der hier fehlende Kay Holz kam in der Saison 1986/87 in der C-Jugend zum Einsatz.

E-Jugend 1986/87

Auf dem Bild der E-Jugend aus der Saison 1986/87 sehen wir zwischen den Trainern Jens Edelmann (links) und Stanislaw Simanek (rechts):

oben v.l.:
Sven Knobloch, Yasar Eroglu (?), Andreas Grohe, Swen Kosim (?), Yakub Samer, Rami Mustapha, Marcel Depré, Sascha Zmarlak

unten v.l.:
Oliver Stolz, Sven Scherer, Sven Nebenführ (?), ??, ??, Mehani Zewengel

Ein Teller als Trophäe wird präsentiert. Trainer Jens Edelmann kann sich aber nicht an den Gewinn einer Meisterschaft erinnern.

Kreisliga A 1987/88: nach gutem Saisonstart Klassenerhalt am letzten Spieltag

Armin Klostermann und Bruno Polziehn legten nach dem Abstieg aus der Bezirksliga ihr Amt als Trainer nieder, und Claus Hemmerich gab den Posten als Fußballabteilungsleiter ab. Fünf Spieler hatten den Verein verlassen: Jürgen Heinle (TSV Münchingen) und Thomas Borucki (SpVgg 07 Ludwigsburg II) wechselten in die Bezirksliga; Torjäger Friedrich Kirchner ging zum Landesligisten TV Oeffingen, und Jens Edelmann gar in die Verbandsliga zu Germania Bietigheim. Andreas Schaupp hörte aus beruflichen Gründen auf. Hinzu kam, daß sich Reiner Rack vor der Saison so schwer verletzte, daß er die gesamte Runde aussetzen mußte. Neuer Trainer war der 39-jährige Georg Geier, ehemals Aktiver beim TV Neckarweihingen. Otto Depré sprang als Fußballabteilungsleiter ein. Vielversprechende Neuzugänge waren u.a. Paolo Maglia und Jörg Adamek.

Nach einer Pokalpleite zum Saisonauftakt, mit 0:3 gegen den hart einsteigenden SB Asperg, wobei sich Rychard Maletycz schwer verletzte und längere Zeit ausfiel, begann die Punktspielsaison vielversprechend.

06.08.1987, Pokal:  TSV Grünbühl - SB Asperg  0:3
TSV:   Böhm; Seidel; Johnson; J.Borucki; Labusch; T.Angrick; B.Klostermann; Maletycz; Stolz; Neumann; Holz
eingewechselt:   Adamek (33.) für Maletycz;  Kurzawa (60.) für Neumann

16.08.1988:  SV Poppenweiler - TSV Grünbühl  1:2 (0:0)
TSV:  Wagner; Lachmann; Labusch; T.Angrick; Simanek; B.Klostermann; Rieger; J.Borucki; Seidel; Stolz; Holz
eingewechselt:  Lieb (57.) für Seidel;  Kurzawa (75.) für Rieger
Tore:  0:1 Holz (49.);  0:2 Stolz (67.);  1:2 (78.)

Siegtreffer durch Thomas Angrick in der 93.Minute

23.08.1987:  TSV Grünbühl - FV Ingersheim  2:1 (1:0)
TSV:  Wagner; Lachmann; Labusch; J.Borucki; T.Angrick; Simanek; B.Klostermann; Lieb; Rieger; Holz; Stolz
eingewechselt:  Maglia (19.) für Klostermann;  Seidel (60.) für Simanek
Tore:  1:0 Stolz (6., Foulelfmeter an Lieb);  1:1 (52.);  2:1 T.Angrick (93.)

Über das Siegtor durch Thomas Angrick stand in "sport info" zu lesen:  "Selten hat man in Grünbühl einen Schützen so jubeln sehen".

30.08.1987:  SGV Freiberg II - TSV Grünbühl  1:2 (0:2)
TSV:  Wagner; Lachmann; Labusch; Adamek; T.Angrick; Simanek; Lieb; Rieger; Seidel; Maglia; Stolz
eingewechselt:  Kurzawa (75.) für Stolz
Tore:   0:1 Eigentor (13.);  0:2 Rieger (33.)

Ein ganz neues Gefühl -  TSV auf Kunstrasen

Nach drei Siegen zum Saisonauftakt ging es zur Oberligareserve nach Marbach. Dabei machten die meisten Spieler des TSV erstmals mit Kunstrasen Bekanntschaft - woraus übrigens für lange Zeit keine Freundschaft entstand.

10.09.1987:  FC Marbach II - TSV Grünbühl  4:2 (3:2)
TSV:  Wagner; Lachmann; J.Borucki; Labusch; T.Angrick; Lieb; Simanek; Seidel; Adamek; Stolz; Maglia
eingewechselt:  Holz für Seidel
Tore:  1:0 (1.);  1:1 Stolz (10.);  2:1 (19.);  3:1 (25.);  3:2 Maglia (28.);  4:2 (70.)

13.09.1987:  TSV Grünbühl - TV Pflugfelden  1:1 (0:0)
TSV:  Wagner; Lachmann; Labusch; J.Borucki; Lieb; Seidel; Adamek; Simanek; Rieger; Maglia; Holz;
eingewechselt:  Stolz (11.) für Rieger;  T.Angrick (60.) für Holz
Tore:  0:1 (68.);  1:1 Stolz (70.)

20.09.1987:  TSV Grünbühl - SV Walheim  4:1 (2:1)
TSV:  Böhm; T.Angrick; Simanek; Labusch; Lachmann; Adamek; Seidel; Lieb; J.Borucki; Maglia; Holz
eingewechselt:  Stolz (30.) für Borucki;  Reil (79.) für Adamek
Tore:  1:0 Maglia (15.);  1:1;  2:1 Maglia (37.);  3:1 Maglia (58.);  4:1 Stolz

Nach dieser Maglia-Gala ging es als Tabellenzweiter mit 2 Punkten Rückstand (aber auch einem Spiel weniger) zum Tabellenführer SGV Murr. "Ganz Grünbühl pilgert nach Murr" titulierte das ausnahmsweise zum Auswärtsspiel erscheinende "sport info". Es kam zu einem spannenden Spitzenspiel.

27.09.1987:  SGV Murr - TSV Grünbühl  4:3  (0:0)
TSV:  Wagner; T.Angrick; Labusch; Simanek; Lachmann; Adamek; Seidel; Lieb; Maglia; Holz; Stolz
eingewechselt:  Reil für Angrick
Tore:  0:1 Seidel;  1:1;  2:1;  3:1:  3:2 Holz;  4:2 (Elfmeter);  4:3 Holz

Nachdem man also in diesem Spitzenspiel die mögliche Wachablösung an der Tabellenspitze verpasst hatte, gab es im nächsten Spiel eine blamable Niederlage.

04.10.1987:  TSV Grünbühl - SB Asperg  0:4 (0:1)
TSV:  Wagner; T.Angrick; Adamek; Labusch; Simanek; Lieb; Lachmann; Seidel; Reil; Stolz; Holz
eingewechselt:  Maletycz (55.) für Stolz;  Marek (73.) für Lachmann
Tore:  0:1 (11.);  0:2 (48.);  0:3 (75.);  0:4 (90.)

11.10.1987:  TV Möglingen - TSV Grünbühl  2:2 (1:1)
TSV:  Wagner; T.Angrick; Simanek; Lachmann; Adamek; Seidel; Marek; Reil; Lieb; Maglia; Holz
Tore:  1:0 (38.);  1:1 Holz (41.);  1:2 Adamek (61.);  2:2 (71.)

Die Rehabilitation nach der Pleite gegen den SBA gelang nur teilweise, denn nach 38 Minuten hieß es 1:0 für Möglingen anstatt 4:0 für den TSV Grünbühl nach mehreren versiebten Großchancen. Wenigstens holte man dann in der ausgeglichenen zweiten Hälfte noch einen Punkt. Aber die nächste Blamage war nicht weit, in "sport info" überschrieben mit der Schlagzeile "Debakel wie noch nie zuvor".

18.10.1987:  TSV Grünbühl - FV Markgröningen  1:7 (1:2)
TSV:  Wagner; T.Angrick; Lieb; Lachmann; Marek; Reil; Seidel; Simanek; Maglia; Adamek; Holz
eingewechselt:  Stolz, J.Borucki (56.) für Reil, Marek
Tore:  0:1 (4.);  0:2 (13.);  1:2 Adamek (37.);  1:3 (51.);  1:4 (55.);  1:5 (62.);  1:6 (80.);  1:7 (88.)

25.10.1987:  TV Aldingen - TSV Grünbühl  3:0 (1:0)
TSV:  Wagner; Lachmann; Simanek; Marek; J.Borucki; Lieb; Seidel; Reil; Maletycz; Stolz; Maglia
eingewechselt:  Holz (50.) für Stolz
Tore:  1:0 (30.);  2:0 (73.);  3:0 (85.)

Nach dieser erneuten Niederlage gönnte Trainer Georg Geier dem "wundgeschossenen" Andreas Wagner im Tor eine Pause und brachte im nächsten Spiel den jungen Manfred Ziverts, der seinen Einstand mit einer bravourösen Leistung krönte.

01.11.1987:  TSV Grünbühl - SpVgg Bissingen  1:1 (1:1)
TSV:  Ziverts; Lachmann; Simanek; J.Borucki; Lieb; Marek; Maletycz; Seidel; B.Klostermann; Maglia; Holz
eingewechselt:  Reil (33.) für Lieb;  Stolz (72.) für Maletycz
Tore:  0:1 (5.);  1:1 Holz (44.)

08.11.1987:  VfB Neckarrems - TSV Grünbühl  3:1 (1:0)
TSV:  Ziverts; Marek; Lachmann; Simanek; J.Borucki; Reil; Maletycz; Seidel; Maglia; Holz; B.Klostermann
eingewechselt:  Adamek (52.) für Simanek;  Stolz (75.) für Maletycz
Tore:  1:0 20.);  1:1 Holz (61., Elfmeter);  2:1 (70.);  3:1 (75.)

Mangelnde Kondition einiger Spieler und fehlendes Stürmerglück wurden in "sport info" als Gründe für diese erneute Niederlage angegeben. Der TSV fand sich jetzt auf dem 12.Platz wieder, einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz, den der Gegner des Tages, VfB Neckarrems belegte. Wenigstens folgten jetzt zwei Heimspiele gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf..

15.11.1987:  TSV Grünbühl - SpVgg Besigheim II  1:1
TSV:  Ziverts; Johnson; Simanek; J.Borucki; Lachmann; B.Klostermann; Marek; Seidel; Maletycz; Maglia; Holz
eingewechselt:  T.Angrick (42.) für Marek;
Tore:  0:1 (5.);  1:1 Holz (12., Elfmeter)

29.11.1987:  TSV Grünbühl - SV Poppenweiler  4:1 (1:0)
TSV:  Ziverts; Johnson; Simanek; Lachmann; Lieb; B.Klostermann; Seidel; Maglia; Stolz; Holz; Adamek <
eingewechselt:  Kurzawa (60.) für Holz;  Marek (85.) für Adamek
Tore:  1:0 Adamek (37.);  2:0 Adamek (47.);  3:0 Stolz (57.);  4:0 Maglia (86.);  4:1 (90.)

Nach diesem klaren Sieg gegen den Tabellenletzten fuhr man frohen Mutes zum FV Ingersheim, bestimmte dort auch 90 Minuten lang das Spiel, aber der Gegner nutzte eine von zwei Torchancen zum glücklichen 1:0-Sieg. Beim "Tor des Tages" verletzte sich auch noch Torhüter Manfred Ziverts und fiel für längere Zeit aus.

06.12.1987:  FV Ingersheim - TSV Grünbühl  1:0 (0:0)
TSV:  Ziverts; Lachmann; Johnson; Lieb; Simanek; Maglia; B.Klostermann; Seidel; Adamek; Holz; Stolz;
eingewechselt:  Marek; Kurzawa

13.12.1987:  TSV Grünbühl - SGV Freiberg II  2:2 (1:1)
TSV:  Wagner; Johnson; Simanek; Lachmann; Seidel; B.Klostermann; Lieb; Adamek; Holz; Stolz; Maglia
eingewechselt:  Kurzawa (69.) für Stolz;  Marek (75.) für Simanek
Tore:  1:0 Stolz (25.); 1:1 (38.);  1:2 (72.);  2:2 Seidel (80.)

In diesem Spiel wurde es vor allem in der ersten Halbzeit versäumt, einen deutlichen Sieg herauszuschiessen. Am Ende musste man gar froh sein, einen Punkt zu holen. Doch das noch viel größere Debakel passierte im letzten Spiel des Jahres.

20.12.1987:  SpVgg Besigheim II - TSV Grünbühl  6:1 (3:1)
TSV:  Wagner; Johnson; Lieb; Lachmann; Seidel; Marek; B.Klostermann; Maglia; Stolz; Holz; Adamek
eingewechselt:  Kurzawa (65.) für Klostermann;  T.Angrick (80.) für Stolz
Tore:  1:0 (7.);  1:1 Adamek (17.);  2:1 (40.);  3.1 (44.);  4:1 (55.);  5:1 (56.);  6:1 (62.) 

Als Tabellenzwölfter ging man in die Winterpause, mit 3 Punkten Vorsprung auf den vorletzten Platz, den der VfB Neckarrems belegte. Und genau dieser Gegner kam zum ersten Spiel im neuen Jahr nach Grünbühl. Zwischendurch aber gab's in der Halle eine Premiere.

Erstmals Hallenstadtpokal - TSV erreicht Endspiel

Am 30.01.1988 wurde erstmals der Ludwigsburger Hallenstadtpokal durchgeführt, und es war wenigstens ein kleiner Erfolg der eher bescheidenen Saison, daß der TSV Grünbühl das Endspiel erreichte. Dort aber wurde gegen den TV Neckarweihingen mit 0:5 verloren. Wir sehen ein Bild der Ludwigsburger Kreiszeitung vom Endspiel, auf dem Bernd Klostermann in Aktion ist.

Erzieherische Maßnahme für trainingsfaule Torhüter

20.02.1988:  TSV Grünbühl - VfB Neckarrems  1:0 (1:0)
TSV:  Kurzawa; Johnson; J.Borucki; Labusch; Lachmann; Lieb; Maletycz; B.Klostermann; Seidel; Maglia; Holz
eingewechselt:  Adamek (59.) für Maletycz;  Stolz (78.) für Adamek
Tor:  1:0 Seidel (8.)

Mit einem maßgerecht verwandelten direkten Freistoß besorgte Sven Seidel diesen wichtigen Sieg, der uns 5 Punkte Abstand zum Abstiegsplatz bescherte. Im Tor stand Tom Kurzawa, obwohl der TSV mit Andreas Wagner, Manfred Ziverts und Karlheinz Böhm eigentlich 3 etatmäßige Keeper im Kader hatte. Trainer Georg Geier entschloß sich wegen dem mangelhaften Trainigseifer dieser drei jedoch, an diesem Sonntag keinen von ihnen spielen zu lassen. Auch im Tor der Reserve stand mit Anton Kolotuschkin ein Nicht-Torhüter. Da auch die Reserve gewann (2:1) kann die erzieherische Maßnahme als gelungen betrachtet werden. Kurzawa stand auch eine Woche später im Tor.

27.02.1988:  SpVgg Bissingen - TSV Grünbühl  2:2 (1:0)
TSV:  Kurzawa; Johnson; J.Borucki; Labusch; Lachmann; Lieb; B.Klostermann; Seidel; Stolz; Maglia; Holz
Tore: 1:0 (17.);  2:0 (60.);  2:1 Klostermann (70.);  2:2 Klostermann (74.)

Als nach einer Stunde das 2:0 fiel schien das Spiel gelaufen. Doch der TSV zeigte Moral, und Bernd Klostermann sorgte zweimal "mit Köpfchen" für den Ausgleich. Am Ende lag sogar noch ein Sieg drin.  Obwohl Manfred Ziverts wenigstens "einmal" trainiert hatte, musste er beim 1:1 in der Reserve als Torwart ran. Karlheinz Böhm agierte als Mittelfeldmotor. Vom Spiel in Bissingen sehen wir ein Foto aus der Bietigheimer Zeitung mit Claus René Holz und Lothar Labusch.

Unsere Mannschaft schien nun im Aufwind zu sein, aber ausgerechnet jetzt fielen die nächsten beiden Partien dem schlechten Wetter zum Opfer. Es dauerte drei Wochen, bis man wieder ran durfte.

20.03.1988:  TSV Grünbühl - TV Möglingen  3:3 (2:2)
TSV:  Ziverts; Labusch; Lachmann; J.Borucki; Johnson; Lieb; Seidel; B.Klostermann; Maglia; Stolz; Holz
eingewechselt:  Kurzawa (70.) für Seidel;  Reil (85.) für Holz
Tore:  1:0 Klostermann (6.);  1:1 (22.);  1:2 (24.);  2:2 Klostermann (43.);  2:3 (65.);  3:3 Stolz (80.)

In der nachfolgenden Bildergalerie sehen wir einige Szenen von diesem 3:3 gegen den TV Möglingen am mit Dietmar Lieb, der knapp am Ball vorbeischrammt, Jürgen Stolz der zum, leider nicht erfolgreichen, Flugkopfball ansetzt, einen Kopfballtreffer von Bernd Klostermann, beobachtet von Claus René Holz und Paolo Maglia, sowie die Rettungsaktion eines Möglinger Verteidigers auf der Torlinie in der letzten Spielminute (ganz rechts Tom Kurzawa).

     

27.03.1988:  SB Asperg - TSV Grünbühl  2:2 (0:1)
TSV:  Ziverts; Johnson; Labusch; J.Borucki; Lachmann; Lieb; B.Klostermann; Seidel; Maglia; Stolz; Holz
Tore:  0:1 Seidel (43.);  0:2 Maglia (47.);  1:2 (60.);  2:2 (86.)

Nach klarer Überlegenheit hätte dieses Spiel vor dem Anschlußtreffer des SBA in der 60.Minute längst entschieden sein müssen. Doch unseren Spielern fehlte der Killer-Instinkt. Außerdem setzte noch Jürgen Stolz einen Elfmeter nach Foul an Bernd Klostermann gegen den Pfosten, was man aufgrund der nachfolgend zu sehenden Bilder kaum vermuten würde.

  

Nach drei unglücklichen Unentschieden konnte man nun dennoch optimistisch in die Zukunft schauen. Doch die Realität der folgenden Wochen sah anders aus. Zunächst einmal fiel am Gründonnerstag das Spiel gegen den TV Aldingen zum zweiten Mal dem Wetter zum Opfer. Am Ostermontag ging es dann zum FV Markgröningen.

04.04.1988:  FV Markgröningen - TSV Grünbühl  3:0 (1:0)
TSV:  Ziverts; Labusch; Johnson; J.Borucki; Lachmann; B.Klostermann; Rieger; Lieb; Seidel; Maglia; Stolz
eingewechselt:  Wagner (60.) für Ziverts;  Holz (68.) für Lachmann
Tore: 1:0 (2.);  2:0 (61.);  3:0 (92., Elfmeter)

Die Rückkehr des lange verletzt gewesenen Volker Rieger brachte nicht den gewünschten Erfolg, da er verständlicherweise noch vorsichtig agierte. Da auch die anderen Leistungsträger Formschwäche zeigten mißlang der Versuch, die Scharte der Vorrundenpleite auszuwetzen. Immerhin gibt es nachfolgend ein paar schöne Schnappschüsse von diesem Spiel zu bewundern. Die Bilder zeigen, daß alle Bemühungen um einen Torerfolg erfolglos waren. Entweder war der Torwart einen Schritt schneller (gegen Bernd Klostermann und Jürgen Stolz), oder ein Abwehrbein stemmte sich gnadenlos in die Schussversuche (zweimal Sven Seidel).

Klassenerhalt 1988 am letzten Spieltag

Der TSV war nun mit 3 Minuspunkten Abstand wieder bedrohlich nahe am Abstiegsplatz dran. Da bereitete es nicht gerade viel Hoffnung, daß jetzt Spitzenreiter SGV Murr nach Grünbühl kam.

10.04.1988:  TSV Grünbühl - SGV Murr  2:4 (0:3)
TSV:  Wagner; Johnson; Labusch; J.Borucki; T.Angrick; Seidel; Reil; Lieb; B.Klostermann; Rieger; Holz
eingewechselt:  Maglia (46.) für Labusch; Kurzawa für Angrick
Tore:  Holz (1:3);  Rieger (2:4)

Mit einer Niederlage gegen den Tabellenführer hatte man rechnen müssen, doch was am Donnerstag darauf beim Nachholspiel gegen den Lokalrivalen stattfand, war doch sehr ernüchternd.

14.04.1988:  TSV Grünbühl - TV Aldingen  1:6 (0:0)
TSV:  Wagner; Johnson; J.Borucki; Lieb; T.Angrick; Seidel; B.Klostermann; Reil; Rieger; Maglia; Kurzawa
eingewechselt:  Lachmann;  Stolz
Tor:  B.Klostermann (1:2)

Gegen den Tabellendritten sah es lange Zeit gut aus. In der ersten Hälfte lag gar eine Führung im Bereich des Möglichen. Auch nach dem 0:2 kam man sofort zurück und machte den Anschlußtreffer. Danach aber brach die Mannschaft ein.

17.04.1988:  SV Walheim - TSV Grünbühl  4:1 (1:1)
TSV:  Wagner; Johnson; Simanek; Lachmann; J.Borucki; Seidel; Lieb; Maletycz; Maglia; Rieger; B.Klostermann
eingewechselt:  Holz (46.) für seidel;  Kurzawa (82.) für Rieger
Tore:  0:1 Rieger (26.);  1:1 (27.);  2:1 (47.);  3:1 (49.);  4:1 (50.)

Wenige Minuten Tiefschlaf reichten aus, um gegen die Walheimer deutlich zu verlieren. Die Lage wurde immer prekärer. Doch es kam noch schlimmer.

24.04.1988:  TV Pflugfelden - TSV Grünbühl  6:0 (1:0)
TSV:  Kurzawa; Johnson; Simanek; J.Borucki; Lachmann; Rieger; Maletycz; B.Klostermann; Lieb; Maglia; Holz

Einen Totaleinbruch gab es in der Schlußviertelstunde, als 4 Tore fielen. Im Tor stand wieder Tom Kurzawa. Keiner unserer etatmäßigen hatte es trotz Abstiegsgefahr für nötig befunden zu trainieren. Bevor die Pflugfelder für den selbst aus eigener Sicht zu hohen Sieg sorgten, hatte es mehrere Situationen gegeben, in denen der Schiedsrichter unsere Mannschaft klar benachteiligte. Sei's drum: schon vor dem letzten Saisonspiel gab Trainer Georg Geier bekannt, daß er die Mannschaft in der nächsten Saison nicht mehr weiter trainieren werde. Er hatte nicht die starke Hand gehabt, um einige Spieler, die nur mit halbem Herzen dabei waren, zu mehr Engagement zu bewegen.

Ein Punkt reichte - Klassenerhalt im letzten Spiel

08.05.1988:  TSV Grünbühl - FC Marbach II  1:1
TSV:  Wagner; Reil; Maglia; Lieb; Rieger; Simanek; Lachmann; Stolz; B.Klostermann; J.Borucki; Johnson
Tor:  Stolz

Das eine Tor durch Jürgen Stolz reichte aus, um den für den Klassenerhalt nötigen Punkt zu holen. Der SV Poppenweiler, der an diesem Tag bei Tabellenführer SGV Murr verlor, hatte nun drei Punkte Rückstand, und so nützte ihm auch der Sieg in Walheim am letzten Spieltag (der TSV Grünbühl war spielfrei) nichts mehr. Eine Niederlage gegen Marbach aber, das zeigt das Torverhältnis, hätte Abstieg bedeutet. In den Reihen des FC Marbach stand übrigens ein gewisser Klimis Karamanlis, der seine Schritte bald danach in Richtung Grünbühl lenkte.

Bilanz der Saison 87/88:     6 Siege,  13 Niederlagen,  9 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   435 Siege,   302 Niederlagen,   207 Unentschieden

Peter Klostermann wird Fußballabteilungsleiter

Ende 1987 gab Fußballabteilungsleiter Otto Depré sein Amt als Fußballabteilungsleiter aus gesundheitlichen Gründen ab. Mit Peter Klostermann, der aufgrund schwerer Verletzung seine aktive Fußballlaufbahn hatte abbrechen müssen, fand sich glücklicherweise sofort ein geeigneter Nachfolger. Und er blieb es dann auch bis ins Jahr 2001, ehe ihn sein Bruder Bernd in dieser Funktion ablöste.

Nikolausball 1987 - Erwin Schwarz verkündet freudige Nachricht

Charles Jakob berichtete in unserer Vereinszeitung, Ausgabe 48, unter anderem:

"Daß die Mitglieder der AH-Fußballabteilung wissen, wie man richtige Feste arrangiert, hat sich inzwischen weit über die Stadtgrenzen herumgesprochen. Und die Weitgereisten kamen voll auf ihre Kosten .... Die Aktiven der Seniorenmannschaft parodierten in diversen Sketchen Großereignisse von Bühne und Fernsehen ... Interpretationen von ... 'Der Widerspenstigen Zähmung' oder 'Leda und der Schwan' ... Auch Heinz Erhardts 'Drei in einem Boot' durfte nicht fehlen. Auch die Mitglieder der Dallas-Familie bekamen ihr ... Fett ab, und den krönenden Abschluß bildeten die schönen Männer von Miami Vice ... Die für den Verein jedoch bedeutendste Aufführung wurde dem 1.Vorsitzenden Erwin Schwarz vorbehalten. Er konnte der vollen Halle mitteilen, daß der TSV Grünbühl nach einigen Monaten des Bangens ... und vieler ... teils nachts aufgebrachter Arbeitsstunden wieder die Gemeinnützigkeit...inne hat. Diese war ... wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten in der Steuererklärung und gewissen Versäumnissen aberkannt worden. Federführend für die Erlangung des alten Status war neben Erwin Schwarz der Hauptkassierer Günter Lorbeer und ... Manfred Lörzer. Nach dem folgenden allgemeinen Aufatmen ... heizten dann die Mannen der ... 'Moskitos' die Laune gewaltig an."

Erst viele Jahre später förderte Charles Jakob Fotos zutage, die er an diesem Abend gemacht hat. Wir wollen Sie Ihnen, als schöne Erinnerung, nicht vorenthalten. Zu finden auf der eigenen Seite des Nikolausballs  ==>  hier

JHV 1988 - TSV laut Erwin Schwarz wieder finanziell gesund

Auf der Jahreshauptversammlung 1988 gab der ein Jahr zuvor gewählte 1.Vorsitzende Erwin Schwarz einen sich in erster Linie auf die Finanzen beziehenden Bericht ab. Er habe unter Mithilfe von Gerhard Lorbeer und Manfred Lörzer ältere Steuererklärungen erledigt und den Verein, dem zwischenzeitlich sogar die Gemeinnützigkeit aberkannt worden war, vor großem finanziellen Schaden bewahrt. Die gute Nachricht hatte Erwin Schwarz bereits beim Nikolausball 1987 verkündet.  Manfred Lörzer bekam die Goldene Ehrennadel überreicht, Herbert Kurth die Silberne.

Dosvedenje, Jole - Benvenuto, Vito

Während der Osterfeiertage 1988 gab es einen Pächterwechsel im Vereinsheim des TSV Grünbühl. Das Ehepaar Nada und Jole Jurjevic wendete sich neuen Aufgaben zu. Dabei verloren wir nicht nur Wirtsleute, die uns jahrelang mit "jugoslawischen" Spezialitäten verwöhnt haben, sondern mit Jole auch einen fußballbegeisterten Unterstützer unserer Kicker. Er selbst hatte in seiner aktiven Zeit in Rastatt in der Oberliga gespielt und war natürlich für die AH des TSV eine willkommene Verstärkung gewesen. Unvergessen sind auch die zahlreichen spontanen Festivitäten, die uns Nada und Jole ermöglichten. Armin Klostermann organisierte deshalb eine Abschiedsfeier für die beiden. Wir sehen unten auf dem Foto, wie unser "Katsche" Nada und Jole zum Mikrofon bittet. Links sehen wir das legendäre Mischpult des Pressewarts und im Hintergrund die damals noch im Vereinsheim an der Wand stehende Musikbox.

Mit dem Ehepaar Grazia und Vito Bonsfrisco fanden sich sofort Nachfolger. Vito war ein ebenfalls als Fußballnarr geltender neuer Wirt, der somit gut zum TSV passte. Unser 1.Vorsitzender Erwin Schwarz traf hier eine gute Wahl unter zahlreichen anderen Bewerbern. Der Zufall wollte es, daß den Bonfriscos genau zu jener Zeit der Pachtvertrag des Restaurants "Cavallino" in der Weichelstrasse gekündigt wurde. Und auch die nunmehr italienische Kost im Vereinsheim kam bei den Grünbühlern gut an.

   

C-Jugend verbleibt in Leistungsstaffel

Die von Ryszard Paluszkiewicz und Jürgen Stolz trainierte C-Jugend des TSV Grünbühl schaffte in der Saison 1987/88 mit einem ziemlich ausgeglichenen Punktekonto den Klassenverbleib in der Leistungsstaffel. Unter den Kontrahenten fanden sich solche renommierte Vereine wie FSV 08 Bissingen, FC Marbach und FV Löchgau. Auch wenn uns einige Ergebnisse fehlen war ganz sicherlich Johannes Iyob der treffsicherste Torschütze dieser Saison.

zum Einsatz gekommene Spieler waren:
Robert Bilic, Nihat Tasdemir, Denis Roßnagel, Michael Paluszkiewicz, Ali Polat, Sead Ridzal, Johannes Iyob,
Berislav Vidackovic, Florian Umbrecht, Yacub Samer, Daniele Fabozzi, Adrian Hoffmeister, Erkan Cakir, Goran Rakic

Reger Spielbetrieb bei der AH 1987/88

Ein sehr reger Spielbetrieb herrschte in der Spielzeit 1987/88 bei der AH des TSV Grünbühl, im Jahr 1987 gar noch "verstärkt" durch die Presseabteilung Charles Jakob und Walter Heger. Ein Höhepunkt war das 6:2 gegen den TSV Ludwigsburg, bei dem Richard "Pippa" Zmarlak wirkte. Die Tore in diesem Spiel erzielten je 2x Manfred Zahn und Walter Heger, Herbert Domanski und Jan Orzechowski. In einem Spiel gegen den Hauptbahnhof Stuttgart glänzte Claus Hemmerich mit einem Hackentrick gegen die Latte, den Manfred Zahn nur noch per Abstauber vollenden musste. Beim 4:1-Sieg gegen den TV Möglingen erzieltze Manfred Lörzer sein 150.Tor für die AH des TSV. Manfred Zahn hängte nach dem letzten Spiel des Jahres 1987 seine Fußballstiefel an den Nagel.

Anfang 1988 veranstaltete die AH des TSV ein Hallenturnier für AH- und Freizeitmannschaften, zu welchem die vier angeforderten Verbandsschiedsrichter leider nicht antraten. Wolfgang Roßnagel, Horst Graef und Walter Fiala erledigten diesen Job. Claus Hemmerich glänzte bei diesem Turnier als Torwart (!). Turniersieger der AH wurde der TSV Ludwigsburg, bei den Freizeitmannschaften die "Ständleshocker Ebersbach", alte Kumpel unserer AH. Im "Supercupendspiel" bezwangen die Ebersbacher den TSV Ludwigsburg mit 3:0. Der TSV Grünbühl wurde Turnierdritter durch ein 1:0 gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg, wobei Kurt Kriegisch das Tor erzielte.

Ausführliche Zusammenfassung zur AH 1987 und 1988 als pdFs:    1987  |  1988

Kreisliga 1988/89 - wieder Klassenerhalt im letzten Spiel

Armin Klostermann übernahm jetzt wieder die Mannschaft als Trainer, Peter Klostermann war neuer Fußballabteilungsleiter und blieb es lange Jahre.

Ein Trainingslager läutete die neue Saison schweißtreibend ein. Dann musste der TSV im Pokal zweimal weit reisen. Beim Großglattbach wurde am 04.08.1988 durch Treffer von Sven Seidel, Reiner Rack und Paolo Maglia mit 3:1 gewonnen. Am 18.August ging es donnerstagabends zum SV Gebersheim, wo 1:3 verloren wurde. Da nutzte auch das schöne Kopfballtor von Jürgen Stolz zum 1:1 nicht viel.

TSV:  Medic; Marek; Lachmann; Rack; J.Borucki; Kirzawa; Rieger, Maletycz; Di Biccari; Stolz; Holz
eingewechselt:  T.Borucki f. Rieger; Seidel f. Kurzawa

Zum Punktspielauftakt gab es am 21.08.1988 einen 3:2-Sieg gegen den SGV Freiberg II, bei dem auch Neuzugang Rino Di Biccari traf. Unten sehen wir die Treffer zum 2:1 durch Claus René Holz (durch den Schiedsrichter verdeckt) und Sven Seidel mit einem der für ihn typischen Tore, über den herauslaufenden Torwart gechippt.

TSV:  Ziverts; T.Borucki; Lachmann; Lieb; Rack; Marek; Adamek; Di Biccari; Seidel; Stolz; Holz
eingewechselt:  J.Borucki f. Adamek; Kirzawa f. Stolz

  

Auch am zweiten Spieltag, beim FV Ingersheim gelang Sven Seidel ein solch typisches Tor, die Partie wurde aber aufgrund zahlreicher vergebener klarer Chancen mit 1:3 verloren. Wir sehen außer dem einzigen Treffer für den TSV vergebliche Versuche von Rychard Maletycz, Witold Marek und, gleich dreimal, Jochen Borucki. Man ließ sich aber die Laune nicht verderben und trat anschließend bei "Vito" im Vereinsheim zum "7 frißt" an.

TSV:  Medic; Marek; J.Borucki; Lachmann; Rack; Lieb; T.Borucki; Di Biccari; Seidel; Stolz; Adamek
eingewechselt:  Maletycz

Am 3.Spieltag, dem 04.09.1988 gastierte die Reserve des Oberligisten FC Marbach in Grünbühl, und der TSV gewann mit einer sehr überzeugenden Leistung 4:1. Wir sehen das 1:1 durch Rino Di Biccari und das 2:1 durch Sven Seidel, vor welchem Thomas Borucki eine Flanke von Rino Di Biccari knapp verpasst hatte.

TSV:  Medic; Lachmann; J.Borucki; Lieb; Rack; Marek; Rieger; T.Borucki; Adamek; Seidel; Di Biccari
eingewechselt:  Maglia, Stolz

Das Auf und Ab setzte sich fort, und am 11.09.1988 wurde bei der SpVgg Besigheim II durch ein Eigentor von Gerhard Lachmann in der 88.Minute mit 0:1 verloren. Wegen zahlreicher Torchancen (wir sehen eine durch Volker Rieger) war dies' eine vollkommen überflüssige Niederlage.

TSV:  Ziverts; Lachmann; J.Borucki; Lieb; Adamek; Rieger; Marek; Maglia; T.Borucki; Di Biccari; Seidel
eingewechselt:  Stolz f. Maglia

18.09.1988:  TSV Grünbühl - FV Kirchheim  0:0

TSV:  Ziverts; Marek; J.Borucki; Lieb; Lachmann; Adamek; Maletycz; T.Borucki; Seidel; Maglia; Holz
eingewechselt:  Rieger, Stolz

25.09.1988:  SpVgg Bissingen - TSV Grünbühl  0:0

TSV:  Ziverts; Adamek; J.Borucki; Lieb; Lachmann; Maglia; Maletycz; Seidel; T.Borucki; Rack; Holz
eingewechselt:  Kurzawa, Bernal

02.10.1988:  TSV Grünbühl - SV Walheim  5:2

TSV:  Ziverts; Kurzawa; Lieb; J.Borucki; Lachmann; T.Borucki; Maletycz; Seidel; Rack; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Stolz f. Maletycz;  Johnson f. Kurzawa
Tore:  1:0 (6.) Eigentor;  2:0 (13.) Seidel;  3:0 (18.) T.Borucki;  3:1;  3:2;  4:2 (75.) Seidel (Elfmeter);  5:2 (87.) J.Borucki

09.10.1988:  VfR Großbottwar - TSV Grünbühl  1:1

TSV:  Ziverts; Kurzawa; Seidel; J.Borucki; Lachmann; T.Borucki; Maletycz; Rack; Adamek; Maglia; Di Biccari
eingewechselt:  Holz f. Maletycz;  Johnson f. Kurzawa
Tore:  1:0 (79.);  1:1 (82.) Seidel

16.10.1988:  TSV Grünbühl - SB Asperg  0:0

TSV:  Ziverts; Kurzawa; J.Borucki; Lieb; Lachmann; T.Borucki; Maletycz; Paluszkiewicz; Rack; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Adamek f. Rack;  Holz f. Maletycz

23.10.1988:  TV Aldingen - TSV Grünbühl  2:0

TSV:  Ziverts; Johnson; J.Borucki; Lieb; Lachmann; T.Borucki; Adamek; Paluszkiewicz; Kurzawa; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Holz f. Adamek;  Stolz f. Di Biccari
Tore:  4. und 11.Minute

Nach der unverdienten Niederlage beim Tabellenführer in Aldingen (Foto aus der Ludwigsburger Kreiszeitung) standen wir mit 10:10 Punkten auf dem 8.Platz. Danach gab es eine kleine Erfolgsserie.

Am 30.10.1988 gastierte der ewige Lokalrivale TV Pflugfelden in Grünbühl, und als nach einem überlegen geführten Spiel Paolo Maglia in der 90.Minute das 2:1 gemacht hatte lief der jubelnde Pressewart und Schreiber dieser Zeilen auf den Platz und  knuddelte den Torschützen. Zuvor hatte Reiner Rack sein Eigentor zum 0:1 mit dem Ausgleichstreffer wettgemacht.

TSV:  Ziverts; Johnson; J.Borucki; Lieb; Lachmann; Adamek; Paluszkiewicz; Rack; Kurzawa; Maglia; Di Biccari
eingewechselt:  Holz,  Maletycz
Tore:  0:1 (18.) Eigentor Rack;  1:1 (43.) Rack;  2:1 (90.) Maglia

06.11.1988:  TV Möglingen - TSV Grünbühl  1:3

In dieser Partie wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Erstmals zeigte sich die Grünbühler Offensive effektiv und drehte ein Spiel, das man hätte hoch verlieren können. Rychard Maletycz kam kurz vor Schluß rein und machte gleich im Anschluß den entscheidenden Treffer. Der TSV fand sich nun mit 14:10 Punkten auf dem 4.Platz wieder.

TSV:  Ziverts; Johnson; J.Borucki; Lieb; Rack; T.Borucki; Lachmann; Seidel; Kurzawa; Maglia; Di Biccari
eingewechselt:  Holz (62.) für Kurzawa;  Maletycz (83.) f. Di Biccari
Tore:  1:0 (6.);  1:1 (78.) Di Biccari;  1:2 (80.) Maglia;  1.3 (84.) Maletycz

27.11.1988:  TSV Grünbühl - ESG Kornwestheim  2:1

Nach zwei spielfreien Wochenenden blies der TSV gegen den Nachbarn weiter auf Offensive und kletterte auf den 2.Tabellenplatz. Bester Mann auf dem Platz bei dieser Partie war Gästetorhüter Hans Otto, der einen höheren Sieg des TSV verhinderte. Nach langer Verletzungspause kehrte Bernd Klostermann ins Team zurück, verletzte sich aber kurz vor Schluß erneut und fiel wieder für längere Zeit aus.

TSV:  Ziverts; B.Klostermann; J.Borucki; Lieb; Lachmann; Maletycz; Seidel; Rack; Kurzawa; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Johnson f. Kurzawa;  Holz f. Maletycz
Tore:  Maglia; Rack

04.12.1988:  FV Markgröningen - TSV Grünbühl 2:1

TSV:  Ziverts; Johnson; J.Borucki; Lieb; Rack; Lachmann; Paluszkiewicz; Kirzawa; Seidel; Maglia; Di Biccari
eingewechselt:  Holz (48.) f. Kurzawa;  Maletycz (70.) f. Di Biccari
Tore:  1:0 (10.);  1:1 (22.) Maglia;  2:1 (77.)

11.12.1988:  FC Marbach II - TSV Grünbühl  2:1

TSV:  Ziverts; Lachmann; Lieb; J.Borucki; Rack; Paluszkiewicz; Seidel; Kurzawa; Holz; Maglia; Di Biccari
eingewechselt:  Adamek f. Kurzawa
Tore:  1:0 (5.);  2:0 (73.);  2:1 (87.) Seidel

Überwintern auf dem 4.Platz

18.12.1988:  TSV Grünbühl - SKV Ingersheim  3:0

Nach diesem deutlichen Sieg konnte der TSV auf dem 4.Platz überwintern, und sich bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten (Markgröningen) und -dritten (Ingersheim) heranschleichen.

TSV:  Ziverts; Lachmann; J.Borucki; Lieb; Kurzawa; Rack; Paluszkiewicz; Seidel; Johnson; Holz; Maglia
eingewechselt:  Taibner (84.) f. Kurzawa
Tore:  1:0 (32.) Maglia;  2:0 (65.) Rack;  3:0 (87.) Seidel

Gerhard Lachmann Spieler des Jahres

Zum Spieler des Jahres 1988 wurde von seinen eigenen Kameraden Gerhard Lachmann gewählt, was er sich als "alter Hase" durch seine Zuverlässigkeit und Trainingseifer verdient hatte. Trainer Armin Klostermann versprach bei der Weihnachtsfeier selbstsicher einen Sieg gegen Ingersheim, was ja dann auch eintrat. Außerdem verkündete er die baldige Rückkehr von Jens Edelmann vom Verbandsligisten Germania Bietigheim nach Grünbühl. Trainingsfleissigster Spieler war Herbert Domanski, der sich eigentlich schon in die AH verabschiedet hatte, gefolgt von Ralph Frey, Mike Bernal und Reiner Rack.

Erneut im Endspiel des Hallenstadtpokals

Beim zum zweiten Mal ausgetragenen Hallenstadtpokal kam der TSV Grünbühl am 28.01.1989 erneut ins Endspiel und scheiterte dort erst nach Siebenmeterschiessen am FSV Oßweil. 9 von 11 erzielten Treffern machten "unsere Italiener" Paolo Maglia  (4) und Rino Di Biccari (5). Wir sehen "Häuptling" Manfred Ziverts beim Siebenmeterschiessen und Rino Di Biccari.

  

12.02.1989:  SGV Freiberg II - TSV Grünbühl  1:1

TSV:  Ziverts; Kurzawa; J.Borucki; Lieb; Johnson; Edelmann; Seidel; Lachmann; Rack; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Maletycz (74.) für Di Biccari
Tore:  0:1 (30.) Seidel;  1:1 (78.)

19.02.1989:  FV Kirchheim - TSV Grünbühl  3:1

TSV:  Ziverts; Johnson; J.Borucki; Lieb; Kurzawa; Lachmann; Edelmann; Rack; Holz; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Deschle (46.) f. Rack;  Taibner (56.) f. Kirzawa
Tore:  1:0 (25.) Foulelfmeter;  1:1 (32.) Di Biccari;  2:1 (33.);  3:1 (45.)

26.02.1989:  TSV Grünbühl - SpVgg Besigheim II  1:4

Der noch drei Wochen zuvor weit abgeschlagene Tabellenletzte aus Besigheim hatte sich in der Winterpause verstärkt und gewann nun ein Spiel nach dem anderen, leider auch bei unserem TSV.

TSV:  Ziverts; Johnson; J.Borucki; Edelmann; Lachmann; Holz; Seidel; Rack; Lieb; Di Biccari; Maglia
eingewechselt:  Kurzawa (50.) f. Rack;  Taibner (65.) f. Seidel
Tore:  1:0 (40.) Lieb;  1:1 (48.);  1:2 (52.);  1:3 (75.);  1:4 (87.)

05.03.1989:  TSV Grünbühl - SpVgg Bissingen  1:1

Das Comeback von Bernd Klostermann an diesem Tag stand unter keinem guten Stern, denn durch diese Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Bissingen rutschte der TSV Grünbühl punktemäßig in den Negativbereich und belegte nun den 9.Platz.

TSV:  Ziverts; Lachmann; Seidel; J.Borucki; Johnson; Edelmann; Lieb; B.Klostermann; Taibner; Holz; Di Biccari
eingewechselt:
  T.Borucki (18.) für J.Borucki; Maglia (65.) für Klostermann
Tore:
  1:0 (18.) Di Biccari;  1:1 (30.);  1:2 (60.)

12.03.1989:  SV Walheim - TSV Grünbühl  2:2

TSV:  Wagner; Johnson; Lachmann; Edelmann; T.Borucki; Lieb; Seidel; Holz; B.Klostermann; Taibner; Kurzawa
eingewechselt:  Di Biccari, Maglia (67.) f. Johnson, Seidel
Tore:  1:0 (25.); 1:1 (47.) Taibner; 2:1 (67.); 2:2 (76.) Klostermann

02.04.1989:  TSV Grünbühl - VfR Großbottwar  1:2

In dieser Partie gegen den hinter dem TSV platzierten VfR Großbottwar berannte der TSV die gesamte zweite Halbzeit lang das gegnerische Tor, hatte aber kein Schussglück. Außerdem wurden drei klare Elfmeter nicht gegeben (unten sehen wir eine Situation, in der Dietmar Lieb gelegt wird), unter anderem kurz vor Schluß nach einem Foul an Tom Kurzawa, der verletzt am Boden liegen blieb.

TSV:  Ziverts; Johnson; Edelmann; Lachmann; T.Borucki; Holz; Lieb; Kurzawa; B.Klostermann; Maglia; Di Biccari
eingewechselt:  Taibner (44.) f. Maglia;  Seidel (65.) f. Lachmann
Tore:  0:1 (20.); 1:1 (80.) Seidel;  1:2 (83.)

09.04.1989:  SB Asperg - TSV Grünbühl  2:2

Der TSV führte bis zur 80.Minute mit 2:0, wobei der SBA mehr als gut bedient war. Unter anderem scheiterte Rino Di Biccari dreimal alleine vor dem Torwart. Wir sehen unten eine seiner Chancen und den Elfmetertreffer von Claus René Holz. Der TSV belegte den 8.Platz, war aber nach Minuspunkten punktgleich mit dem Drittletzten VfR Großbottwar.

TSV:  Ziverts; T.Borucki; Edelmann; Lieb; Kurzawa; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Holz; Seidel; Taibner; Di Biccari
eingewechselt:  Johnson (46.) f. Seidel;  Wagner (80.) f. Ziverts
Tore:  0:1 (5.) T.Borucki;  0:2 (43.) Holz per Elfmeter;  1:2 (80.);  2:2 (82.)

  

16.04.1989:  TSV Grünbühl - TV Aldingen  0:2

Gegen den Tabellenführer aus Aldingen war der TSV ebenbürtig, hatte zahlreiche klare Torechancen und kassierte erst in der Nachspielzeit das entscheidende 0:2. Wir sehen unten eine Riesengelegenheit von Rino Di Biccari alleine vor dem Torwart, Sven Seidel bei einem Zusammenprall mit dem Torwart und zwei unserer treuesten Fans, Otto Depré und Leo Paluszkiewicz, die das alles zum Haareraufen finden. Eim besonderes Ereignis an diesem Tag war es auch, als Herbert Domanski nach dem Spiel der Reserve, das 1:1 ausging, den ersten Wodka seines Lebens zu sich nahm, spendiert von Claus Hemmerich.

TSV:  Ziverts; Lachmann; Edelmann; T.Borucki; B.Klostermann; Paluszkiewicz; Lieb; Holz; Seidel; Taibner; Kurzawa
eingewechselt:  Di Biccari (50.) f. Taibner;  Johnson (80.) f. Lieb;
Tore:  0:1 (55.);  0:2 (91.)

     

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Aldingen gab "sport info" zum darauffolgenden Spiel beim ebenfalls abstiegsgefährdeten TV Pflugfelden eine Sonderausgabe heraus und bat die Fans um lautstarke Unterstützung.

   

23.04.1989:  TV Pflugfelden - TSV Grünbühl  3:2

Als unglücklicher Verlierer dieses brisanten Derbys stand der TSV Grünbühl nun auf dem drittletzten Platz, nach Minuspunkten punktgleich mit dem Vorletzten, TV Möglingen. Der kam eine Woche später nach Grünbühl.

TSV:  Ziverts; Lachmann; Paluszkiewicz; Edelmann; T.Borucki; Seidel; Holz; Rack; B.Klostermann; Di Biccari; Kurzawa
eingewechselt:  Taibner (46.) f. Holz
Tore:  1:0;  2:0;  2:1 (48.) Kurzawa;  3:1 (65.); 3:2 (85.) Edelmann

Mit einem Flugblatt, das zur lautstarken Unterstützung der Mannschaft aufforderte begleitete "sport info" das brisante Heimspiel gegen den TV Möglingen, der als Vorletzter 2 Punkte hinter uns postiert war.

30.04.1989:  TSV Grünbühl - TV Möglingen  2:0

Nach der Halbzeitführung durch Sven Seidel (32.) dauerte es bis zur 85.Minute, ehe Oliver Taibner das erlösende 2:0 markieren konnte. Man war nun zwar noch nicht gerettet, hatte aber jetzt 4 Punkte Abstand zum direkten Abstiegsplatz.

TSV:  Ziverts; T.Borucki; Paluszkiewicz; Lachmann; B.Klostermann; Taibner; edelmann; Kurzawa; Rack; Seidel; Di Biccari
eingewechselt:  Maglia (70.) für Seidel; Johnson (80.) für Kurzawa

Da man am darauffolgenden Spieltag speilfrei war, hatten die Abteilungsleitung und Trainer schon lange im Vorfeld einen Ausflug nach Ungarn eingeplant. Diesen konnte man zwar nicht vollkommen beruhigt, aber doch einigermaßen optimistisch angehen. Bilder hiervon weiter unten.

Am spielfreien 28.Spieltag konnte der TV Möglingen durch ein 1:1 gegen ESG Kornwestheim den Abstand auf 3 Punkte verringern, und der SV Walheim zog durch einen Sieg gegen Besigheim II mit uns gleich, wobei die Besigheimer hierdurch jedoch relativ aussichtslos aus dem Rennen um den Klassenerhalt ausschieden.

21.05.1989:  ESG Kornwestheim - TSV Grünbühl  3:2

Ein Punkt bei der ESG hätte zum Klassenerhalt gereicht, aber unser Erzrivale, der seinem Trainer ein Abschiedsgeschenk machen wollte, hatte etwas dagegen. Nun galt es, diesen einen Punkt im abschließenden Heimspiel gegen den FV Markgröningen zu holen.

TSV:  Ziverts; T.Borucki; Paluszkiewicz; Lachmann; B.Klostermann; Kurzawa; Edelmann; Maglia; Rack; Seidel; Di Biccari
eingewechselt:  J.Borucki (78.) für Kurzawa
Tore:  1:0 (1.); 1:1 Kurzawa (33.);  2:1 (34.);  2:2 Rack (45.);  3:2 (51.)

Rettung im letzten Spiel

28.05.1989:  TSV Grünbühl - FV Markgröningen  3:2

Ein Punkt musste geholt werden, um nicht abzusteigen. Nach der 1:0-Führung durch Tom Kurzawa aus der 38.Minute blieb es lange spannend und hart umkämpft. Nach einer Stunde wechselte Trainer Armin Klostermann als Joker Paolo Maglia ein, und der stach sofort und machte in der 59.Minute das 2:0. Mit dem 3:0 durch Sven Seidel schon eine Minute später schien das Spiel gelaufen, aber der Gast kam noch einmal auf 3:2 heran. Die letzten 6 Minuten überstand man dann aber schadlos und konnte den Klassenerhalt feiern.

TSV: 
Ziverts; Lachmann; Paluszkiewicz; J.Borucki; B.Klostermann; Edelmann; Seidel; Rack; Taibner; Di Biccari; Kurzawa
eingewechselt: 
Maglia (58.) für Taibner;  Deschle (88.) für Seidel

Auch die Reserve gewann an diesem Tag gegen den FV Markgröningen, mit 2:0 durch Tore von Rolf-Peter "Pit" Hofmann und Lothar Labusch. Charles Jakob hat Fotos von diesem Tag ausgegraben. Man sieht die Szene nach dem 1:0 durch Tom Kurzawa, umringt von Sven Seidel, Bernd Klostermann, Oliver Taibner und Rino Di Biccari, sowie das entspannte Ausruhen nach dem Spiel.

  

Auf dem nachfolgenden Mannschaftsbild sehen wir oben v.l.:
Harald Johnson, Mike Bernal, Walter Heger, Jens Edelmann, Claus René Holz, Frank Deschle, Gerhard Lachmann, Jochen Borucki, Reiner Rack, Armin Klostermann

unten v.l.:
Oliver Taibner, Paolo Maglia, Tom Kurzawa, Rino Di Biccari, Manfred Ziverts, Sven Seidel, Ryszard Paluszkiewicz, Bernd Klostermann

Auch die Reserve präsentierte sich zum Mannschaftsbild am 28.05.1989.

oben v.l.:
Jürgen Stolz, Matteo Castelluccia, Herbert Domanski, Mike Bernal, Frank Deschle, Lothar Labusch

unten v.l.:
Jürgen Müller, Harald Johnson, Ralph Frey, Pit Hofmann, Karlheinz Böhm

Bilanz der Saison 88/89:     9 Siege,  12 Niederlagen,  7 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   444 Siege,   314 Niederlagen,   214 Unentschieden

D-Jugend verpasst Aufstieg im letzten Spiel

Die von Rolf-Peter Hofmann, Rainer Class und Jürgen Paul trainierte D-Jugend des TSV Grünbühl legte eine sehr erfolgreiche Saison. Man gewann, außer einem Unentschieden, alle Spiele, unter anderem am vorletzten Spieltag durch ein Tor von Vedat Acikabak mit 1:0 gegen den direkten Konkurrenten TV Aldingen. Im letzten Spiel bei Germania Bietigheim hätte ein Unentschieden zu Meisterschaft und Aufstieg gereicht. Aber ausgerechnet in diesem Spiel kassierte man mit 0:2 die erste Saisonniederlage.

In der D-Jugend 1989/90 kamen u.a. folgende Spieler zum Einsatz:
Marcel Depré, Alen Brezovic, Marcus Paul, Thomas Tewolte, Sven Drobar, Sven Knobloch, Fatih Yildirim, Vedat Acikabak, Rami Mustapha

Mehr Namen waren den damals in "sport info" leider dünngesäten Berichten der Trainer leider nicht zu entnehmen.

1989 erstmals F-Jugend

Trainiert von Jürgen Jakisch gab es 1989 beim TSV Grünbühl erstmals eine F-Jugend. Aus den anfänglich 6 jungen Kickern wurden bald wesentlich mehr.

Erwin Schwarz - Rücktritt vom Rücktritt

Im Sommer 1989 erschütterte der 1.Vorsitzende Erwin Schwarz mit der Bekanntgabe seines Rücktritts. Hauptkassierer Manfred Lorbeer und Geschäftsführer Roland Zahn folgten ihm mit diesem Schritt. Auf der daher enberufenen außerordentlichen Hauptversammlung gab Erwin Schwarz als Hauptgrund die mangelhafte Unterstützung mancher Abteilungen, insbesondere der Fußballer, bei Vereinsfesten an. Marlies Böhl übernahm nun kommissarisch das Amt der 1.Vorsitzenden. Auf der nächsten außerordentlichen Hauptversammlung im September 1989 erklärte sich dann Erwin Schwarz überraschend bereit, wieder als Kandidat für den Vorstand zur Verfügung zu stehen. Er wurde wiedergewählt, und Peter Klostermann, der Fußballabteilungsleiter, versprach ihm fortan eine bessere Unterstützung durch seine Abteilung.

Neuer Hauptkassierer wurde Josef Zmyslowski, der gleichzeitig auch Leiter der Tischtennisabteilung war.
Fußballjugendleiter war mittlerweile Jürgen Stolz, der Josef Scherer abgelöst hatte.

Jugendfreizeit Turnen und Tischtennis 1989

Vom 16. bis 18.Juni 1989 begaben sich TSV'ler aus Kinderturnen, Jugendturnen und Tischtennis zur gemeinsamen Sommerfreizeit in den "Füllmenbacher Hof" im Enzkreis nahe Sternenfels.

"sport info" berichtete seinerzeit:

Trotz Unkenrufen von Vera Roßnagel wurde die gemeinsame Freizeit ein voller Erfolg. Die Kameradschaft wurde großgeschrieben, z.B. freiwilliges Abwaschen durch die Jungs und Betreten der Zimmer nur nach vorherigem Anklopfen. Auch "Bitte" und "Danke" sagen waren normal. Den Anordnungen der betreuer wurde ohne Murren und Meckern Folge geleistet.

Ferner wurde ein Tischtennisturnier auf einer "halben" Platte veranstaltet.

Es kam zu folgenden Platzierungen:
1. Carsten Pysiewicz
2. Markus Nikisch
3. Jennifer Johnson (somit als bestes Mädchen)

Einen sagenhaften 11.Platz belegte Vera Roßnagel. Herzlicher Dank geht an alle Jugendlichen und insbesondere die Betreuer, nämlich Petra Schiebel, Regina Kriegisch und Marlies Böhl. Ich hoffe, daß wir das Ganze im nächsten Jahr wiederholen können. Für diesen Bericht geht unser Dank an Petra Schiebel, Abteilung Tischtennis und Vera Roßnagel, Kinder- und Jugendturnen.

Erfolgreiche Tischtennis-Damen

Nach Abschluß der Spielrunde 1989 fehlte den Tischtennis-Damen des TSV Grünbühl eine Differenz von 3 Punkten, um den Meister Asperg einzuholen. Das Team Grünbühl II belegte am Ende den 9.Platz.

Gisa Loerzer Zweite bei Ranglistenturnier

Beim Ludwigsburger Tischtennis-­Ranglistenturnier belegte Gisa Loerzer einen hervorragenden 2.Platz und qualifizierte sich somit für die 2.Runde. Der 4. Platz von Petra Schiebl reichte hierfür leider nicht ganz.

Bei den Tischtennis-Bezirksmeis­terschaften in Ingersheim kam Gisa Loerzer im Damen-Doppel, zusammen mit der Aspergerin Wild auf den 2.Platz der C-Klasse. Petra Schiebl belegte im Damen-­Einzel den 3.Platz der C-Klasse.

Kreisliga A 1989/90 - Klassenerhalt im 1000. Punktspiel

Armin Klostermann hatte das Angebot angenommen, Trainer des Bezirksligisten TSV Münchingen zu werden. Sein Nachfolger in Grünbühl wurde der 32-jährige Thomas Egger, ehemals Torhüter und Feldspieler bei ESG Kornwestheim, zuletzt 4 Jahre Spielertrainer bei Salamander Kornwestheim II. Die Tatsache, daß er der neue Trainer wurde, veranlasste sogar Paolo Maglia, der sich schon entschlossen hatte, zum TV Neckarweihingen zu wechseln, in Grünbühl zu bleiben, weil er unter Egger lange gespielt hatte. "Die Aufgabe Grünbühl reizt mich" äußerte Egger gegenüber unserer Vereinszeitung "sport info".

alle Spielberichte 1989/90

Wir sehen nachfolgend Szenen aus dem Vorbereitungsspiel gegen Bezirksligist TSV Münchingen (1:3), mit dem Ex-und später Wieder-Grünbühler Jürgen Heinle im Tor, einmal im Luftkampf mit Oliver Taibner (ganz rechts Sven Seidel) und beim Grünbühler Ehrentreffer durch Paolo Maglia, das er nach dem Spiel mit den Worten "in 2 Wochen halt' ich den" kommentierte. Außerdem zu sehen Trainer Thomas Egger (flankiert von dem jungen Achim Brutschin), sowie Pressemensch Charles Jakob neben dem schwer verletzten Rino Di Biccari, der nach einem privaten Unfall mehrere Monate ausfiel. Außerdem noch zu sehen ein Elfmetertreffer für Münchingen mit unserem Andreas Wagner im Tor.

                       

Anlässlich des Vorbereitungsspiels gegen Bezirksligist TSV Bernhausen (dort wohnte Grünbühls Pressewart Walter Heger mittlerweile) gab es am 22.Juli 1989 ein kleines Grillfest. Wir sehen den Siegtreffer zum 2:1durch einen Elfmeter von Sven Seidel mit einer kuriosen Bitte-nicht-Schiessen-Haltungdes Torwarts (den anderen Treffer erzielte Jürgen Stolz), außerdem Bernd Klostermann, Reiner Rack und Gerhard Lachmann beim Salatbüffet, den bemutterten Sven Seidel, Reiner Rack beim Nachschub holen und Volker Rieger neben Ralph Frey.

          

Nach der schweisstreibenden Vorbereitungszeit gab es am 10.August 1989 das fast schon obligatorische Pokalaus in der 1.Runde mit 1:2 gegen den SV Freudental. Wegen der Unlust der meisten unserer Spieler in dieser Partie schrieb der Pressewart einen ziemlich beleidigten Bericht damals. Das unten zu sehende 2:1 durch Sven Seidel war leider die einzige nennenswerte Ausbeute in dieser Partie.

Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Pokalspiel sahen die Zuschauer zum Punktspielstart am 20.August 1989 gegen den SGV Murr. Bei hochsommerlicher Hitze wurde der Gast in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt, und der einzige Vorwurf lautete, daß man nur 1 Tor erzielte. Kurz vor der Halbzeit glich Murr glücklich aus, und im zweiten Durchgang war die Luft raus. Wir sehen unten das 1:0 durch Volker Rieger und den dem Tor vorausgehenden Freistoß von Reiner Rack. Außerdem noch eine Riesenchance durch Rychard Maletycz in der Schlußphase, die leider am Außennetz landete.

     

Mit einer starken Leistung wurde dann am zweiten Spieltag, dem 27.August 1989 beim Favoriten SpVgg Bissingen mit 2:1 gewonnen. Wir sehen unten die beiden Tore durch Jürgen Stolz (Bild 4) und Rychard Maletycz (Bild 2), sowie zwei Szenen von Tom Kurzawa, wobei die eine zum 1:0 durch Maletycz führte und die andere am Außennetz landete.

       

Auf den überzeugenden Sieg in Bissingen folgten zwei unglückliche 1:1-Unentschieden, gegen SGV Freiberg II und beim Lokalrivalen TV Pflugfelden, wobei beide Male Tom Kurzawa für den TSV ins Netz traf. Mit einem 3:2 gegen den SV Walheim, bei dem Jens Edelmann zwei Treffer erzielte, kletterte der TSV auf den 5.Platz. Mit viel Pech wurde dann am 24.September 1989 beim VfR Großbottwar mit 1:2 verloren. Nunmehr standen 6:6 Punkte und ein Platz im sicheren Mittelfeld zu Buche. Wir sehen den Elfmetzertreffer von Jens Edelmann in Großbottwar und zwei sehr gute Chancen von Tom Kurzawa in der Schlußphase, die beinahe noch ein 2:2 gebracht hätten.

       

Tabellenende rückt näher - mangelhafte Trainingsbeteiligung - erfolgreiche Reserve

Nach der vermeidbaren Niederlage in Großbottwar kam die spielstarke Zweite des FC Marbach nach Grünbühl, und trotz furiosem Beginn mit einem Tor von Rack in der 1.Minute stand man am Ende mit einer 1:2-Niederlage da.

Erfolgreicher war die Reserve des TSV Grünbühl, die mit einem 3:0 gegen den FC Marbach den vierten Sieg im Fünften Spiel, bei nun 9:1 Punkten, einfahren konnte. Unten sehen wir von den beiden Spielen gegen Marbach am 1.Oktober die größte Ausgleichschance durch Tom Kurzawa, einen Freistoß von Reiner Rack, den der Keeper bravourös aus dem Eck fischte und einen Kopfball von Peter Holinka, der ebenfalls nicht sein Ziel fand. Vom Spiel der Reserve gegen Marbach sehen wir "ein Rohr" von Wolfgang Roßnagel, eine Szene, in der gerade noch ausgebremst wird und einen Seitfallzieher von Claus René Holz.

     

     

Das Tabellenende rückte immer näher, und ausgerechnet in dieser Situation war die Trainingsbeteiligung sehr mangelhaft. Die Strafe folgte mit einem deftigen 2:7 in Poppenweiler am 8.Oktober 1989. Wir sehen nachfolgend eine der wenigen Torchancen des TSV vom Spiel in Poppenweiler durch Tom Kurzawa.

Doch unsere in dieser Saison launische Diva hatte nach der Blamage in Poppenweiler eine unerwartete positive Überraschung parat. Fast am Tiefpunkt angelangt entthrohnte man am 22.Oktober 1989 den Tabellenführer und langjährigen Rivalen ESG Kornwestheim mit einem 2:0-Sieg. Wir sehen das 1:0 (bzw. die Momente kurz danach) durch ein Eigentor des Kornwestheimers Sander und das 2:0 durch Paolo Maglia, der den Ball über Torhüter Otto schlenzt. sowie ein Foto zum Spiel aus der Ludwigsburger Kreiszeitung.

     

Sogar ein höherer Sieg war gegen die ESG möglich, dokumentiert durch weitere gute Torchancen, einmal durch Paolo Maglia (inklusive eines ebenfalls aktiv eingreifenden Fans, der zum Flankenball ansetzt), dann durch Bernd Klostermann und Claus René Holz.

     

Die starke Leistung gegen ESG fand beim FV Kirchheim am 29.Oktober 1989 leider keine Fortsetzung. Sang- und klanglos wurde 0:3 verloren. Am 5.November 1989 wurde erstmals in dieser Saison auf dem Hartplatz gespielt, als der kampfstarke FV Ingersheim zu Gast war. Einem verschossener Handelfmeter von Jens Edelmann, der vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang und zahllosen knapp vergebenen Chancen stand mit dem 0:1 in der 36.Minute fast die einzige des Gastes gegenüber, der dieses Ergebnis mit viel Glück über die Zeit rettete. Wir sehen den Elfmeter von Jens Edelmann, einen Freistoß von Reiner Rack, der ebenfalls vom Innenpfosten ins Feld zurückprallte, und einen Weitschusskracher von Jens Edelmann.

     

Dem Pech gegen Ingersheim folgte ein, zumindest in der Schlußphase, Skandalspiel beim FV Markgröningen am 12.November 1989. Dubiose Zeitstrafen, eine zwar berechtigte Rote Karte für Paluszkiewicz, die der SR aber zückte, obwohl er die Situation gar nicht gesehen haben konnte und ein von Markgröningen unfair erzeieltes Tor, nachdem der TSV wegen eines Verletzten den Ball ins Seitenaus gespielt hatte, brachten eine 1:2-Niederlage ein. Auch hier vergaben jedoch unsere Stürmer nach dem frühen 0:1 durch Bernd Klostermann gleich mehrere klare Torchancen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Eine davon hatte Rychard Maletycz (siehe unten), dessen Heber kurz vor der Torlinie gerettet werden konnte.

Reserve ist Tabellenführer

Der 12.November in Markgröningen hatte jedoch auch Positives. Die weiterhin ungeschlagene Reserve des TSV Grünbühl, die ja ohne offizielle Punktrunde antrat, war nach einem 3:2-Sieg in Markgröningen Tabellenführer. Zwei Tore hatte Wolfgang Roßnagel, eines Jürgen Müller erzielt. Eine Woche später gastierte der SB Asperg, der sich zur Spitzenmannschaft gemausert hatte, als Tabellendritter in Grünbühl. Nach frühem Rückstand steigerte sich unsere Mannschaft enorm und gewann durch zwei Tore von Tom Kurzawa (beide unten zu sehen) und das spielentscheidende 3:2 durch Paolo Maglia eine Viertelstunde vor Schluß wieder einmal gegen ein Spitzenteam. In den Reihen des SBA stand Ralph Diezel, der zwei Jahre später zum TSV stieß und danach Hauptsponsor und Namensgeber unseres internationalen Jugendturniers wurde. Ihn sehen wir im Foto rechts im Einsatz.

     

Nach diesem Hoffnung gebenden Sieg steigerte sich der TSV innerhalb 3 Wochen enorm. Einem 0:6 bei Spitzenreiter VfL Gemmrigheim am 3.Dezember folgten mit 0:4 beim SGV Murr am 10.Dezember und 0:2 gegen die SpVgg Bissingen im Abschlußspiel des Jahres am 17.Dezember immerhin zwei jeweils um 2 Tore "knappere" Niederlagen. Beim Spiel in Murr stellte sich erstmals Trainer Thomas Egger ins Tor, da der TSV in dieser Zeit aus verschiedenen Gründen neben anderen ein echtes Torwartproblem hatte. Wir sehen ihn unten in Aktion, ebenso Bernd Klostermann, dessen Flugkopfball kurz nach der Halbzeit, man glaubt es kaum, über das Tor ging. Es wäre das 3:1 gewesen, und man hätte vielleicht noch einmal Hoffnung geschöpft.

   

Nacheinander hatten wir die drei Spitzenteams zum Ende des Jahres, wie nachfolgende Tabelle vom 17.12.1989 zeigt, zum Gegner gehabt. Bissingen konnte das Spiel in Grünbühl erst durch das 0:2 in der letzten Minute entscheiden.
Der TSV Grünbühl war nun Tabellenvorletzter, konnte aber von Glück sprechen, daß der Letzte, SV Walheim, zwei Spiele weniger auf dem Konto hatte.



Reserve mit erfolgreicher Vorrunde

Mit 8 Siegen, 2 Unentschieden und nur einer Niederlage ging die Reserve des TSV Grünbühl mit einer sehr erfreulichen Bilanz ins neue Jahr.

Zum ersten Spiel im neuen Jahr, am 11.Februar 1990 auf dem alten Hartplatz am Kasteneck in Heutingsheim gegen SGV Freiberg II kehrte Jürgen Stolz nach langer Verletzungspause in die Mannschaft zurück und führte sich mit einem der beiden Treffer zum 2:1-Sieg gleich gut ein. Im Mittelfeld erwies sich Neuzugang Klimis Karamanlis endlich als die erhoffte Verstärkung, und Dietmar Lieb, der den Siegtreffer erzielte, glänzt wie in alten Zeiten. Mit dem selben Ergebnis, und auch den identischen Torschützen gewann man am 18.Februar 1990 nicht nur das sehr wichtige Heimspiel gegen den Lokalrivalen TV Pflugfelden, sondern zog diesen auch noch ebenfalls ganz tief in den Abstiegssumpf hinein. Matchwinner in diesem Heimspiel war eindeutig Trainer Thomas Egger im Tor. Hoffnung gab die Rückkehr des lange verletzt gewesenen Rino Di Biccari, der in diesem Spiel auch ein Tor vorbereitete. Leider verletzte er sich schon bald erneut schwer, und es war sein einziger Einsatz in dieser Saison, und auch sein allerletzter für den TSV.

Es folgte das nächste bahnbrechende Spiel am 11.März beim Tabellenletzten SV Walheim. Der Sieg war greifbar nahe, aber ein Handelfmeter in der 90.Minute bescherte den Walheimern das 1:1. Die Führung hatte Paolo Maglia erzielt.

Der TSV verblieb Drittletzter mit einem Punkt Vorsprung vor dem Vorletzten FV Kirchheim, allerdings auch nur 2 Punkten Rückstand auf den 8.Platz, den der VfR Großbottwar belegte. Und genau dieser Gegner reiste am 18.März 1990 in Grünbühl an. Anstatt Anschluß ans Mittelfeld zu gewinnen verlor der TSV aber diese Partie deutlich mit 0:3 und stand, als nunmehr wieder Tabellenvorletzter, schon wieder unter Zugzwang. Auch die Reserve verlor, mit 1:2 , gegen Großbottwar. Von vielen nicht erwartet gab es dann aber am 25.März 1990 beim FC Marbach II eine erfreuliche Premiere. Erstmals siegte der TSV Grünbühl auf Kunstrasen und nahm nach Toren von Jürgen Stolz, Bernd Klostermann und Paolo Maglia mit 3:1 drei Punkte mit nach Hause. Die Reserve holte in Marbach ein mageres 1:1 und war nun wohl nicht mehr Spitzenreiter. Am 1.April gastierte der ebenfalls im Abstiegskampf steckende SV Poppenweiler in Grünbühl. Ein mühsames 1:1 war zu wenig zum Überleben. Zu einem Kurzeinsatz kam in dieser Partie übrigens auch Charles Jakob (kompletter Bericht unten als pdf abrufbar). Nach drei Wochen Spielpause ging es am 22.April 1990 zum Derby bei den Eisenbahnern, der ESG Kornwestheim. Nach einem prächtigem Kampf verlor man am Ende unverdient mit 1:2, wobei der Siegtreffer auch noch irregulär war. Dietmar Lieb hatte kurz davor Rot wegen Meckerns kassiert. Der TSV stand nun mit 18:28 Punkten wieder auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zu diesem Tag passte dann auch noch die deftige 1:5-Klatsche der Reserve, ebenfalls bei der ESG.

Es kam also wieder einmal zu einem Schicksalsspiel, als der FV Kirchheim am 29.April 1990 in Grünbühl aufkreuzte, gegen den man in der Vorrunde mehr oder weniger wehrlos verloren hatte. In einem engen Spiel gewann der TSV durch Tore von Jochen Borucki und Bernd Klostermann mit 2:1 und kletterte auf den viertletzten Platz. Eine Woche später holte man mit 2:1 beim FV Ingersheim ebenfalls beide Punkte. Es trafen Bernd Klostermann und der eingewechselte Peter Holinka. Beide Spiele wurden mit stark veränderter Aufstellung bestritten.

Mit einem Sieg gegen den FV Markgröningen am 13.Mai 1990 hätte man nun vorzeitig den Klassenerhalt sichern können. Leider reichte es nur zu einem 1:1. Peter Holinka besorgte mit seinem Treffer zum Ausgleich in der 84.Minute wenigstens den einen Punkt. Ein Punkt fehlte also noch, und den wollte man beim SB Asperg am 20.Mai holen. Außerdem rechnete man am selben Tag mit einer Niederlage von Konkurrent SV Poppenweiler beim um die Meisterschaft spielenden VfL Gemmrigheim. Aber anstatt nach einer guten Stunde deutlich zu führen, ließ man sich in den letzten 20 Minuten 4 Tore des SBA einschenken, und nach dem Spiel erfuhr man dann auch noch, daß Poppenweiler in Gemmrigheim gewonnen hatte. Zu allem Überfluß verspielte auch noch die Reserve mit einem 0:2 in Asperg die Meisterschaft der Reservemannschaften.

Nun ging es am 27.Mai 1990, als sportlicher Abschluß der Grünbühler Sportwoche, gegen den noch auf die Meisterschaft hoffenden VfL Gemmrigheim, und der TSV brauchte mit nur 1 Punkt Vorsprung auf Poppenweiler, bei schlechterem Torverhältnis, dringend einen Punkt, denn daß der TV Pflugfelden beim Tabellenletzten in Walheim gewinnen würde, damit musste man auf jeden Fall rechnen.

Die Situation vor dem letzten Spiel sah so aus:


Die alles in allem unterdurchschnittliche Saison wurde dann aber mit einem grandiosen Sieg im übrigens insgesamt 1000. Punktspiel des TSV Grünbühl gegen den Titelaspiranten VfL Gemmrigheim abgeschlossen. Dieser hatte bei einem deutlichen Sieg noch die theoretische Chance, Meister zu werden. Und das Hinspiel hatte Gemmrigheim 6:0 gegen uns gewonnen. Unserer Mannschaft drohte der Abstieg. Der TSV mußte bei einer Niederlage befürchten, vom SV Poppenweiler und/oder dem TV Pflugfelden, die gegen Tabellenführer SGV Murr bzw. in Walheim spielten, überholt zu werden. Schon in der 5.Minute mußte man um den TSV Grünbühl bangen und hatte die Kreisliga B vor Augen. Doch Spielertrainer Egger hielt mit einer tollen Parade einen Elfmeter. Statt 0:1 stand es kurz danach 1:0 für den TSV durch ein Freistoß-Tor von Jens Edelmann. Ein weiterer - diesmal verwandelter - Strafstoß und eine Unachtsamkeit in der Abwehr führten aber dazu, daß es zur Pause 1:2 stand. Kaum einer rechnete jetzt mit einer Wende. Doch die Grünbühler Mannschaft wuchs über sich hinaus und erzielte durch Peter Holinka und Bernd Klostermann, die sich die Tore gegenseitig vorbereiteten, die erneute Führung, welche die Gäste jedoch abermals ausgleichen konnten. Trotz heißer Witterung stürmte der TSV Grünbühl weiter, was bei vielen Fans Kopfschütteln verursachte, hätte doch ein Unentschieden zum Klassenerhalt gereicht. Aber "Angriff ist die beste Verteidigung", dachten sich wohl die Grün-Weißen. Der Mut wurde mit dem 4:3 durch Peter Holinka belohnt. Matchwinner aber war eindeutig Torhüter Thomas Egger, der die Gäste mit sensationellen Paraden schier zur Verzweiflung brachte.

Daß dieser Sieg am Ende gar nicht nötig gewesen wäre, da ausnahmsweise einmal andere Mannschaften für den TSV Grünbühl gespielt hatten, und sowohl Poppenweiler gegen Murr als auch Pflugfelden blamablerweise beim Tabellenletzten Walheim verloren, war am Ende allen egal. Der TV Pflugfelden stieg in die Kreisliga B ab.

Bilanz der Saison 89/90:     10 Siege,  13 Niederlagen,  5 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   454 Siege,   327 Niederlagen,   219 Unentschieden


A- und B-Jugend Hallenstadtmeister 1990

Die in der Staffelmeisterschaft eher nicht so erfolgreiche A-Jugend des TSV Grünbühl holte sich im Februar 1990 mit einem 1:0-Endspielsieg gegen den FSV Oßweil die Ludwigsburger Hallenstadtmeisterschaft. Trainer waren Harald Johnson und Witold Marek.

Folgende A-Jugendliche haben zur Stadtmeisterschaft beigetragen:
Kay Holz, Robert Vidackovic, Rashid und Mohammed El M'Hassani, Engin Sencan, Jörg Hoffmann und Özer Top.

Auch die B-Jugend, trainiert von Jürgen Paul und Dieter Jakisch, holte sich die Hallenstadtmeisterschaft mit einem 2:0 im Endspiel gegen den TV Neckarweihingen. Mit zwei Mannschaften trat man an, und auch die zweite Garnitur erreichte die Endrunde und wurde letztendlich Sechster. In der Staffelmeisterschaft wurde der Aufstieg in die leistungsstaffel knapp verpasst.

TSV I:
Robert Bilic, Sead Ridzal, Johannes Iyob, Michael Paluszkiewicz, Ali Polat, Nedim Altuntas, Berislav Vidackovic

TSV II:
Goran Rakic, Erkan Cakir, Nihat Tasdemir, Denis Roßnagel, Marco Roßnagel, Elijah Asante, Antonio Pannone

Stadtpokal 1990 - Niederlage im Endspiel

Terminlich sehr ungünstig, 3 Wochen nach Ende der Saison 1989/90, lag am dritten Juniwochenende der Stadtpokal in Hoheneck. Obwohl mit einer Rumpfmannschaft angetreten, kam der TSV mit 8:4 Punkten aus der Vorrunde ins Endspiel gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II. Nach 0:2-Rückstand glichen Claus Holz per Elfmeter nach Foul an Neuzugang Peter Musil und Peter Holinka mit einem Gewaltschuss aus großer Distanz zum 2:2 aus. Ein zweifelhafter Freistoß brachte zwei Minuten vor Ende der Verlängerung 07 den Sieg. Im Tor der Schwarz-Gelben stand übrigens, trotz großer Hitze im einteiligen Torwartanzug, ein gewisser Peter Seitz. Der schloß sich ein halbes Jahr später dem TSV Grünbühl an. Diese letzte Informationen verdanken wir dem guten Gedächtnis von Bernd Klostermann.

alle Spielberichte 1989/90

"sport info" legt Pause ein

Die 84.Ausgabe von "sport info", herausgegeben vor dem so wichtigen Heimspiel gegen VfL Gemmrigheim am 27.Mai 1990, war für mehrere Monate die letzte. Pressewart Charles Jakob musste aus Gründen stärkerer beruflicher Belastung seinen Posten aufgeben, und Stellvertreter Walter Heger, sah keine Möglichkeit, diesen Job alleine auszuüben, da er weit weg wohnte. Es gab zudem Probleme mit der Finanzierung der Vereinszeitung. Erst im Dezember 1990 erschien durch die Überredungskunst einiger Stammleser und durch Spenden einiger Gönner wieder ein "sport info", mit einer Zusammenfassung der Vorrunde der Saison 1990/91, und Walter Heger wurde im März 1991 offiziell Pressewart.

Jahreshauptversammlung 1990 - Vereinsheimumbau als Hauptthema

Bei der spärlich besuchten Jahreshauptversammlung im März 1990 verkündete der 1.Vorsitzende Erwin Schwarz zunächst, daß er sein Amt nur noch bis März 1991 ausüben werde. Außerdem habe er den Brauereivertrag für das Vereinsheim zum Vorteil des TSV umgestalten können. Er lobte ausdrücklich die Arbeit von Hauptkassierer Josef Zmyslowski, der die nötige Transparenz in die Buchführung des Vereins gebracht habe. Das Hauptaugenmerk seiner Tätigkeit, so Erwin Schwarz, richte er nun auf den notwendigen Vereinsheimumbau. Er sprach von einem Baukostenvolumen in Höhe von 687.000,- DM, wobei er als zu erbingende Eigenleistungen 250.000,- DM veranschlagte. Daran schieden sich jedoch an diesem Abend die Geister. Die Hauptversammlung einigte sich darauf, einen Bauauschschuss zu gründen, der die notwendigen Eigenleistungen erfassen und planen soll. Für diese Funktion wurden die mitglieder Paul Mirk, Johann Schwarz und Erwin Schwarz gewählt. Eine außerordentliche Hauptversammlung solle dann zu geeignetem Zeitpunkt einem Architekten die Ergebnisse der Arbeit des Bauausschusses präsentieren.

Bereits im April 1990 trug dann auf dieser außerordentlichen Hauptversammlung Johann Schwarz detailliert die Möglichkeiten und Kostenarten der geplanten Eigenleistungen vor. So kämen auf den TSV Grünbühl bei einem Gesamtkostenvolumen von 687.000,- DM zu erbingende Eigenleistungen in Höhe von 234.500,- DM zu. Erwin Schwarz betonte, daß dieser Umbau die einzige Möglichkeit des Vereins sei, das marode Vereinsheim langfristig zu sanieren. Die anwesenden Vereinsmitglieder stimmten dem geplanten, noch im Jahr 1990 durchzuführenden Umbau des Vereinsheims zu.

Kreisliga A 1990/91: Grandiose Aufholjagd verhindert Abstieg

Diese Saison, mit einem katastrophalen Start, und einer später sensationell eintretenden Wende, wird von allen direkt und indirekt Beteiligten nicht so schnell vergessen werden. Paolo Maglia war zum TV Aldingen gewechselt, Reiner Rack war nach einem Platzverweis im Pokal für die gesamte Vorrunde gesperrt, Bernd Klostermann fehlte verletzungsbedingt ebenso lang, und Jürgen Stolz stellte sich nach Differenzen mit Trainer Thomas Egger nicht mehr zur Verfügung. Egger verließ den TSV Grünbühl nach dem blamablen 0:6 beim Bezirksligaabsteiger TV Neckarweihingen, der fünften Niederlage in Folge. Es folgten (ohne Trainer) ein unglückliches 0:1 gegen Tabellenführer VfL Gemmrigheim und ein 1:3 beim FV Markgröningen. Nach jetzt 0:14 Punkten setzten sich die älteren Spieler zusammen. Spielführer Gerhard Lachmann leitete fortan das Training, Bernd Klostermann machte die Aufstellung und fungierte am Spielfeldrand als Coach.

Erster Sieg im achten Spiel

Zum 8. Spieltag, Heimspiel gegen SGV Freiberg II am 7.Oktober 1990, wurden die Oldies Lothar Labusch, Jürgen Stolz und Rychard Maletycz reaktiviert. Aus der A-Jugend lieh man sich Achim Brutschin und Alen Kutlu. Durch einen Treffer von Jürgen Stolz in der 10. Minute wurde dann tatsächlich mit 1:0 gewonnen. Spielbericht. Der junge Alen Kutlu hatte einen guten Einstand und hätte beinahe ein Tor erzielt.

Eine Woche später, am 14.Oktober 1990, bestimmte die neu motivierte Mannschaft bei der ESG Kornwestheim das Spiel und hatte mehrmals die Führung auf dem Fuß. Aber der ESG-Keeper hatte einen Glanztag erwischt. Durch einen Freistoßtreffer in der 88. Minute verlor man unverdient mit 0:1 (Bericht).



B.K.'s Donnerwetter bringt Wende gegen den SB Asperg

Das zehnte Spiel führte am 21.Oktober 1990 den SB Asperg nach Grünbühl, doch in der ersten Halbzeit spielte Grünbühl, als habe es sich schon abgeschrieben und lag 0:1 hinten. Bernd Klostermann fand in der Pause deutliche Worte, ebenso wie der hinter dem SBA-Tor postierte Pressewart. Und wieder war es Jürgen Stolz, der traf. Seine beiden Treffer brachten mit 2:1 den zweiten Sieg ein. Die SBA'ler feierten als faire Verlierer gemeinsam mit den Grünbühlern bis spät in die Nacht. Auf dem Foto sehen wir Rashid El M'Hassani bei einer guten Torchance und Matchwinner Jürgen Stolz beim verdienten Sieger-Bier (Bericht).

   

"Katsche" ist wieder da

Nach dem SBA-Spiel Spiel kehrte Armin Klostermann aus Münchingen als Trainer zurück und fing im Hintergrund bereits mit Planungen für die Rückrunde an. Doch auch die ersten Spiele mit ihm waren erfolglos, 0:3 bei der SpVgg Bissingen, 1:2 gegen VfB Neckarrems am verregneten 11.November 1990, und 0:2 zum Jahresabschluß beim SKV Eglosheim. Es mußte was passieren !
Unten sehen wir vom Spiel in Bissingen einen Freistoß des eingewechselten A-Jugendlichen Engin Sencan. Er war eines der vielen Talente beim TSV zu jener Zeit, hatte mehrere erfolgreiche Jahre in der Jugend hinter sich, wo er unter den Trainern Harald Johnson und Witold Marek mehrere Titel gewonnen und unzählige Tore erzielt hatte. Leider vergeudete er später sein Talent und brachte es letztendlich nur auf 9 Einsätze in der ersten Mannschaft, daneben ein Freistoß von Jens Edelmann vom Heimspiel gegen Neckarrems (rechts startet Claus René Holz durch) und eine Riesenchance von Rashid El M'Hassani im letzten Spiel des Jahres beim SKV Eglosheim (man beachte die Zuschauermenge), die der Keeper vereitelt, und auf die im Konter das unglückliche 2:0 für den SKV folgte.



"Ihr seid doch sowieso schon weg"

Mit diesem Satz sprachen Pressewart Walter Heger einige ehemalige Eglosheimer Sportkameraden Ende des Jahres beim Spiel Poppenweiler gegen Eglosheim an. Und angesichts der Tabellensituation hatten sie sogar recht. Auf mein "Abwarten!" reagierten sie nur mit einem milden Lächeln. Der TSV Grünbühl hatte 7 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer (damals noch 2-Punkte-Regel), und ein sehr schlechtes Torverhältnis.

Kirchner kommt zum TSV zurück - Peter Seitz als Torwart von 07 gekommen - Jochen Borucki und Wolfgang Brutschin reaktiviert - "sport info" ist wieder da

Ende 1990 wurde durch Spenden einiger Gönner unsere Vereinszeitung wieder zum Leben erweckt und erschien, jetzt im Format DIN A5, mit einem Rückblick auf die Vorrunde der Saison. Für die Rückrunde wurden Friedrich Kirchner, der vom Landesligisten TV Oeffingen zurückkam, Jochen Borucki und Wolfgang Brutschin reaktiviert. Als große Verstärkung kam von der SpVgg 07 Ludwigsburg II Peter Seitz als Torwart zum TSV. Großer Mithelfer im Hintergrund, um all dies' möglich zu machen, war Claus Hemmerich gewesen. Hinzu kam noch, daß Reiner Rack jetzt wieder spielberechtigt war.

Positiver Frühjahrsauftakt im neuen Gewand - nach 2:1 nur noch 6 Punkte zum Nichtabstiegsplatz

Torjäger Friedrich Kirchner war erst ab März 1991 spielberechtigt, so war es recht, daß die ersten beiden Spiele im Februar den schlechten Wetterverhältnissen zum Opfer fielen. Die neue Ära begann somit am 3. März 1991 mit dem Heimspiel gegen den FV Markgröningen. 8 Veränderungen gab es in der Aufstellung gegenüber der Vorrundenpartie.

Die Aufstellung sah wie folgt aus:
Seitz - J. Borucki - Lachmann - Lieb - Edelmann - W. Brutschin - Hofmann - Kirchner - Rack (Maletycz) - Stolz - R. El M'Hassani (Deschle)

Kaum wiederzuerkennen war unsere Mannschaft und siegte durch Treffer von Jürgen Stolz und dem im Mittelfeld eingesetzten Friedrich Kirchner mit 2:1 (Bericht).

Unglücklich nur 1:1 bei Freiberg II - dennoch nur noch 5 Punkte zurück

Viel Pech hatte der TSV beim Spiel gegen SGV Freiberg II (Bericht). Lange hatte man durch einen Kopfball von Jens Edelmann verdient geführt, kassierte aber in der 70. Minute den unglücklichen Ausgleich. Da Ingersheim verlor, machte man jedoch wieder einen Punkt gut. Am 17. März 1991 kam die spielstarke ESG Kornwestheim (Bericht) nach Grünbühl, und wie schon im Vorspiel konnten sich die Eisenbahner bei ihrem Torhüter bedanken, daß sie kein Gegentor kassierten. Unter anderem parierte er mit einem wahren Panthersprung einen Elfmeter von Friedrich Kirchner in der 22. Minute. Immerhin erreichte man ein 0:0, und der Abstand blieb bei 5 Punkten. Jetzt ging es zum Tabellenvorletzten SB Asperg.

Armbruch für Manfred Ziverts

Im Spiel der zweiten Mannschaft gegen ESG Kornwestheim, das die TSV'ler durch Tore von Sven Seidel und Thomas Angrick mit 2:1 gewannen (Bericht), prallte Torhüter Manfred Ziverts direkt nach dem Halten eines Elfmeters mit dem auf ihn zulaufenden Stürmer des Gegners zusammen und brach sich die Elle, wie er zwei Stunden später, mit einem Gips versehen, zurückgekehrt auf den Sportplatz, persönlich erzählte.

Friedrich Kirchner verschiesst einen Elfmeter gegen die ESG

Sieg beim SBA als Knackpunkt

Am 24. März 1991 (Bericht) ging es zum Tabellenvorletzten SB Asperg, der drei Punkte vor uns lag. Es wurde ein echtes Kellerderby, und zur Pause führten unsere Jungs durch einen Kopfballtreffer von Friedrch Kirchner mit 1:0. Nach dem Ausgleich in der 51. Minute kam man nur kurzzeitig in Not. Am Ende wurde durch einen weiteren Treffer von Kirchner mit 2:1 gewonnen, trotz Zeitstrafen für Kirchner und Gerhard Lachmann, sowie einer überflüssigen Roten Karte für Dietmar Lieb. Wir sehen unten den Siegtreffer durch Friedrich Kirchner und eine weitere Szene vor dem Tor des SB. Die Tabelle sah jetzt mit nur noch 3 Punkten Rückstand auf den rettenden Platz wieder Hoffnung gebend aus. Sie macht aber auch deutlich, wie verhehrend eine Niederlage beim SBA gewesen wäre.



Über Ostern Rückstand auf 2 Punkte verringert

Am 30. März 1991, dem Ostersamstag, ging es zum Nachholspiel nach Poppenweiler. Und dieses Spiel werden wir nicht so schnell vergessen (Bericht). Für den gesperrten Dietmar Lieb setzte Armin Klostermann den Altrecken Ryszard Paluszkiewicz als Libero ein. Unsere Mannschaft hatte nun derart viel Selbstvertrauen, daß sie selbst einen 0:2-Rückstand nach 26 Minuten verkraften konnte. In der 53. Minute verkürzte Rychard Maletycz auf 2:1. Wenig später konterte jedoch Poppenweiler und zog auf 3:1 davon. Jetzt wurde unsere Mannschaft frenetisch angefeuert. Mit dem A-Jugendlichen Alen Kutlu wurde ein zusätzlicher Stürmer eingewechselt. Wolfgang Brutschin verkürzte mit einem Foulelfmeter auf 3:2. Angriff auf Angriff rollte Richtung Poppenweilers Tor. In der 80. Minute schlug Brutschin einen Freistoß scharf zur Mitte, Alen Kutlu stieg hoch und köpfte schulmäßig zum 3:3 ein. Der Jubel kannte keine Grenzen. Am Ende war sogar noch ein Sieg möglich. Jetzt war der SB Asperg Tabellenletzter.

Zwei Tage später, am Ostermontag, kam der TV Neckarweihingen zum Nachholspiel nach Grünbühl. Mit verhaltener Offensive wurde das Spiel angegangen, und die Taktik wurde belohnt. Neckarweihingen, gegen das man in der Vorrunde noch 0:6 verloren hatte, kam nur zu einer einzigen Torchance, und der Youngster Alen Kutlu erzielte mit einem Heber über den Keeper das goldene Tor (Bericht). Nach diesem 1:0 betrug der Rückstand zum rettenden Ufer nur noch 2 Punkte.

Am darauffolgenden Sonntag, dem 7.April 1991, gastierte die SpVgg Bissingen in Grünbühl und wurde durch zwei Treffer von Rychard Maletycz und ein Tor von Rashid El M'Hassani mit 3:1 nach Hause geschickt (Bericht).

Es folgte, schon am Mittwoch darauf, ein weiteres Heimspiel, und zwar gegen den VfR Großbottwar. Die Partie war im Dezember des Vorjahres den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen.

TSV Grünbühl steht sensationell auf einem Nichtabstiegsplatz
Ex-Bundesligaschiedsrichter pfeift


Geleitet von Ex-Bundesligaschiedsrichter Winfried Walz gewann der TSV Grünbühl in einem auf hohem Niveau stehenden Spiel durch Tore von Friedrich Kirchner und Alen Kutlu mit 2:0 (Bericht).

Unterbrochen durch einen spielfreien Sonntag, wurde die Erfolgsserie am 21. April auch beim VfB Neckarrems fortgesetzt. Obwohl Wolfgang Brutschin zu Beginn einen Elfmeter verschoss, wurde am Ende durch Treffer von Rychard Maletycz und Friedrich Kirchner mit 2:1 gewonnen (Bericht). Man kletterte gar auf den 10. Platz hatte jetzt aber gegen die Spitzenmannschaften VfL Gemmrigheim und SKV Eglosheim anzutreten. Der SB Asperg hatte sich mittlerweile durch zwei Siege vom Tabellenende gelöst. Wir sehen unten aus dem Spiel in Neckarrems den verschossenen Elfmeter von Wolfgang Brutschin, das erste Tor durch Rychard Maletycz, einen Freistoß von Reiner Rack, den Grünbühler Fanblock, der den TSV lautstark unterstützte, und Claus Holz als trommelndes Mitglied. Für den Grünbühler A-Block wurde sogar ein eigenes Logo entworfen. Pressewart Walter Heger holte für die Verwendung des Symbols der berühmten Werner-Comics sogar die offizielle Genehmigung des Semmel-Verlags ein.

          

Der Vergleich der Tabellen Anfang des Jahres und nach dem Spiel in Neckarrems zeigt, welch grandiose Serie der TSV Grünbühl hingelegt hat. Die Tabelle nach dem Spiel zeigt aber auch, daß der Klassenerhalt immer noch weit entfernt war. Drei Konkurrenten hinter dem TSV haben an diesem 21.April ebenfalls gewonnen, SV Poppenweiler sogar gegen Tabellenführer VfL Gemmrigheim mit 2:0, FC Marbach II mit 7:1 gegen FV Markgröningen und SB Asperg mit 3:0 beim VfR Großbottwar. Bei Niederlage in Neckarrems wäre der TSV Grünbühl Tabellenletzter gewesen.

Zwei Unentschieden gegen Spitzenteams - Oldie-Party im Vereinsheim

Beim Tabellenführer VfL Gemmrigheim wurde am 24.April 1991 in einem Spiel auf hohem Niveau, das sich auch viele neutrale Zuschauer ansahen, mit großem Einsatz ein 0:0 (es hätte auch 4:4 ausgehen können) erkämpft (Bericht).

Am 28. April 1991 gastierte der Tabellendritte SKV Eglosheim zu einem weiteren Klassespiel in Grünbühl (Bericht). Wolfgang Brutschin brachte den TSV mit einem Gewaltschuß in Führung, aber Eglosheim setzte dagegen und führte in der 55. Minute mit 2:1. Aber den TSV der Saison 1990/91 konnte wohl nichts mehr erschüttern. Friedrich Kirchner machte das 2:2, und am Ende wurde ein Sieg nur knapp verpasst. Nachfolgend Fotos von Charles Jakob von diesem Tag, Peter Seitz beim Warmschiessen, Jubel nach Brutschins Führungstor und der vielköpfige Grünbühler Fanblock.

     

Bei der anschliessenden "Oldie-Party" im Vereinsheim blieben auch zahlreiche Spieler der Eglosheimer bis zum späten Abend in Grünbühl. Pressewart Walter Heger hatte schon vorsorglich seine Stereoanlage und schallplatten im Vereinsheim deponiert, um spontan loslegen zu können.

Mit Sonderbus nach Großbottwar

Zum Gastspiel im Dauerregen beim VfR Großbottwar, den man erst 20 Tage zuvor in einem Nachholspiel daheim geschlagen hatte, griff man eine alte Grünbühler Tradition auf und charterte einen Sonderbus. Mit einem akrobatischen Fallrückzieher gelang Reiner Rack nach einer halben Stunde das 0:1. Zehn Minuten später erhöhte Rychard Maletycz auf 0:2. Kurz vor Seitenwechsel hielt Peter Seitz einen Elfmeter, und schuf damit die Basis dafür, daß Großbottwar im zweiten Durchgang nicht mehr viel ausrichtete (Bericht). Das Wunder war jetzt fast vollbracht. Es mußte, bei drei noch ausstehenden Spielen nur noch ein einziges gewonnen werden.

Das Wunder ist vollbracht - Klassenerhalt nach Sieg gegen FC Marbach II

Am 12. Mai 1991 gastierte der ebenfalls abstiegsgefährdete FC Marbach II in Grünbühl.

Trainer Armin Klostermann bot folgende Spieler auf:
Seitz - Lachmann - J. Borucki - Lieb - Rack - W. Brutschin - Hofmann (Deschle) - Edelmann - Kirchner - Maletycz (Stolz) - R. El M'Hassani

Schon nach 45 Minuten war das Spiel gelaufen. Reiner Rack, Rychard Maletycz und ein Eigentor brachten den TSV mit 3:0 in Front. Marbach kam in der 82. Minute lediglich noch zu einem Treffer (Bericht). Auch die zweite Mannschaft feierte mit dem dritten Sieg in Folge ein seltenes Erfolgserlebnis. Die allsonntäglichen Partys fanden ihre Fortsetzung. Es war der reinste Wahnsinn ! Zehn Wochen zuvor, als am 3. März die Rückrunde begann, hatte man 7 Punkte Rückstand zum Nichtabstieg, und jetzt, nach 21:5 Punkten aus 13 Spielen im Jahr 1991, stand man auf dem fast schon unverschämten 7. Tabellenplatz !!!

Das nachfolgende Mannschaftsbild wurde vor dem nächsten Spiel, am 26.Mai 1991 beim FV Kirchheim, wo man mit 1:3 die erste Niederlage der Rückrunde kassierte, gemacht. In diesem Spiel gegen einen mit harten Bandagen einsteigenden Aufstiegsaspiranten wurden Peter Seitz und Dietmar Lieb durch rüde Fouls schwer verletzt (Bericht). Der noch A-Jugendliche Mohammed El M'Hassani, frisch gebackener Staffelmeister, kam als Einwechselspieler zu seinem ersten Einsatz bei den Aktiven.

oben v.l.:
Abteilungsleiter Peter Kostermann, Frank Deschle, Reiner Rack, Gerhard Lachmann, Jürgen Stolz, Mohammed El M'Hassani, Ryszard Paluszkiewicz, Rashid El M'Hassani, Trainer Armin Klostermann

unten v.l.:
Wolfgang Brutschin, Dietmar Lieb, Friedrich Kirchner, Peter Seitz, Rychard Maletycz, Rolf-Peter Hofmann

Das letzte Spiel war dann noch am 2.Juni 1991 und wurde zuhause gegen den FV Ingersheim mit 0:1 verloren (Bericht). Aber das schmerzte niemanden mehr.

alle Spielberichte 1990/91

| 19.08.90:  FV Ingersheim - TSV  3:0  ==>  Bericht |
| 19.08.90:  FV Ingersheim II - TSV II  2:3  ==>  Bericht |
| 26.08.90:  TSV - FV Kirchheim  1:3  ==>  Bericht |
| 26.08.90:  TSV II - FV Kirchheim II  1:2
  ==>  keine Daten vorhanden |
| 02.09.90:  FC Marbach II - TSV  3:0  ==>  Bericht |
| 02.09.90:  FC Marbach II Reserve - TSV II  2:2  ==>  Bericht |
| 09.09.90:  TSV - SV Poppenweiler  0:4  ==>  Bericht |
| 09.09.90:  TSV II - SV Poppenweiler  5:6  ==>  keine Daten vorhanden |
| 16.09.90:  TV Neckarweihingen - TSV  6:0  ==>  Bericht |
| 23.09.90:  TSV - VfL Gemmrigheim  0:1  ==>  keine Daten vorhanden |
| 30.09.90:  FV Markgröningen - TSV  3:1  ==>  keine daten vorhanden |
| 07.10.90:  TSV - SGV Freiberg II  1:0  ==>  Bericht |
| 14.10.90:   ESG Kornwestheim - TSV  1:0  ==>  Bericht |
| 14.10.90:  ESG Kornwestheim II - TSV II  7:0  ==>  keine Daten vorhanden |
| 21.10.90:  TSV - SB Asperg  2:1  ==>  Bericht |
| 21.10.90:  TSV II - SB Asperg II  2:1  ==>  keine Daten vorhanden |
| 28.10.90:  SpVgg Bissingen - TSV  3:0  ==>  Bericht |
| 28.10.91:  SpVgg Bissingen II - TSV II  5:0  ==>  keine Daten vorhanden |
| 11.11.90:  TSV - VfB Neckarrems  1:2  ==>  Bericht |
| 18.11.90:  SKV Eglosheim - TSV  2:0  ==>  Bericht |
| 03.03.91:  TSV - FV Markgröningen  2:1  ==>  Bericht |
| 03.03.91:  TSV II - FV Markgröningen II  1:0  ==>  Bericht |
| 10.03.91:  SGV Freiberg II - TSV  1:1  ==>  Bericht |
| 17.03.91:  TSV - ESG Kornwestheim  0:0  ==>  Bericht |
| 17.03.91:  TSV II - ESG Kornwestheim II  2:1  ==>  Bericht |
| 24.03.91:  SB Asperg - TSV  1:2  ==>  Bericht |
| 24.03.91:  SB Asperg II - TSV II  0:0  ==>  keine Daten vorhanden |
| 30.03.91:  SV Poppenweiler - TSV  3:3  ==>  Bericht |
| 30.03.91:  SV Poppenweiler II - TSV II  3:2  ==>  Bericht |
| 01.04.91:  TSV - TV Neckarweihingen  1:0  ==>  Bericht |
| 07.04.91:  TSV - SpVgg Bissingen  3:1  ==>  Bericht |
| 07.04.91:  TSV II - SpVgg Bissingen II  2:3  ==>  Bericht |
| 10.04.91:  TSV - VfR Großbottwar  2:0  ==>  Bericht |
| 21.04.91:  VfB Neckarrems - TSV  1:2  ==>  Bericht |
| 21.04.91:  VfB Neckarrems II - TSV II  2:2  ==>  Bericht |
| 23.04.91:  VfL Gemmrigheim II - TSV II  6:0  ==>  keine Daten vorhanden |
| 24.04.91:  VfL Gemmrigheim - TSV  0:0  ==>  Bericht |
| 28.04.91:  TSV - SKV Eglosheim  2:2  ==>  Bericht |
| 28.04.91:  TSV II - SKV Eglosheim II  1:3  ==>  Bericht |
| 30.04.91:  SGV Freiberg II Reserve - TSV II  0:1  ==>  Bericht |
| 05.05.91:  VfR Großbottwar - TSV  0:2  ==>  Bericht |
| 05.05.91:  VfR Großbottwar II - TSV II  1:2  ==>  Bericht |
| 12.05.91:  TSV - FC Marbach II  3:1  ==>  Bericht |
| 12.05.91:  TSV II - FC Marbach II Reserve  4:2  ==>  Bericht |
| 26.05.91:  FV Kirchheim - TSV  3:1  ==>  Bericht |
| 26.05.91:  FV Kirchheim II - TSV II  2:0  ==>  Bericht |
| 02.06.91:  TSV - FV Ingersheim  0:1  ==>  Bericht |
| 02.06.91:  TSV II - FV Ingersheim II  7:1  ==>  Bericht |
| 05.-09.06.91:  Stadtpokal in Grünbühl  ==>  Bericht |

Bilanz der Saison 90/91:     10 Siege,  13 Niederlagen,  5 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   464 Siege,   340 Niederlagen,   224 Unentschieden

Stadtpokal in Grünbühl - Lob von der LKZ

Erwin Harbich und Charles Jakob

Nach der gelungenen Aufholjagd und dem Klassenerhalt in der Liga wurde der zur Sportwoche in Grünbühl stattfindende Stadtpokal letztendlich zum willkommenen Highlight als Saisonabschluß.

Viel Arbeit wurde bereits in die Organisation gesteckt. Vorbereitet wurden Einlagespiele, ein Discoabend, Kinderflohmarkt, Zauberkinder, Auftritte zweier Bands, die Tanzkapelle "Blue Stars" und die "Countryrockband "Stampede" und gleich zwei Programmhefte zum Stadtpokal. In einem davon hat Pressewart Walter Heger die Historie des Stadtpokals seit 1958 nach Recherche im Stadtarchiv komplett zusammengefasst. Der Pressewart und sein treuer und stets mithelfender Vorgänger Charles Jakob standen mehrere Stunden im Reprostudio von Toni Nitze um die Broschüren von Hand zu kopieren, zu sortieren, zu heften und zu falten.

        

Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft als Konkurrenz

Da die SpVgg 07 Ludwigsburg das Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft erreicht hatte, welches am Finaltag des Stadtpokals vor 4.500 Zuschauern im Jahnstadion gegen Werder Bremen stattfand (07 verlor 1:2) wurde kurzfristig der Spielplan geändert, und das Stadtpokalfinale konnte gerade noch so vor Ende der Dunkelheit zu Ende gebracht werden. Hier schafften die Schwarz-Gelben das, was ihre "grossen" Kollegen knapp verpassten. Im Endspiel schlugen sie den spielstarken SKV Eglosheim mit 2:1. Dieser hatte in einem hart umkämpften Spiel den TSV Grünbühl ins "kleine Finale" bugsiert. Dort wurde der Lokalrivale TV Pflugfelden nach Elfmeterschiessen mit 5:4 geschlagen.

Alle Spielberichte zum Stadtpokal 1991 finden Sie ==>  hier

Viel Lob für Organisation und Durchführung des Stadtpokals gab es durch die Ludwigsburger Kreiszeitung.

   

Sportwoche 1991 - Einlagespiel

Ein prominent besetztes Einlagespiel gab es während der Sportwoche 1991 zwischen der zweiten Mannschaft, verstärkt (oder geschwächt, je nachdem, wie man es sieht) durch die Presseabteilung Charles Jakob und Walter Heger und einer AH mit lauter Hochkarätern. Ein wahrer Kunstschuss gelang Bernd Sagurna in dieser Partie bei einem Elfmeter gegen den im Tor stehenden, frisch aus der A-Jugend gekommenen, Achim Brutschin.

auf dem Bild der zweiten Mannschaft sehen wir oben v.l.:
Norbert Harbich, Lothar Labusch, Thomas Angrick, Wolfgang Roßnagel, Walter Heger, Mike Bernal

unten v.l.:
Jürgen Müller, Witold Marek, Achim Brutschin, Harald Johnson, Andreas Angrick, Charles Jakob

   

AH-Mannschaft oben v.l.:
Betreuer Paul Mirk, Richard Zmarlak, Herbert Domanski, Bernd Sagurna, Horst Haamann, Claus Hemmerich, Stanislaw Orzechowski, Helmut Vogler, Ryszard Paluszkiewicz, Johann Schwarz

unten v.l.:
Jan Orzechowski, Zbigniew Kosim, Kurt Kriegisch, Marjan Kurcz, Leonard Paluszkiewicz

JHV 1991: Hans-Joachim Jung neuer 1.Vorsitzender

Bei der Jahreshauptversammlung des TSV Grünbühl im März 1991 trat Erwin Schwarz endgültig als 1.Vorsitzender zurück. Er hatte sein Amt zuletzt nur noch mangels Nachfolger ausgeübt. Dieser fand sich in Hans-Joachim Jung, einem Mann aus der Versicherungsbranche, der als großer Fußballfreund galt. Er wurde mit großer Mehrheit gewählt. In seiner Antrittrede verkündete er, daß es zunächst einmal Hauptziel sei, den Abstieg der Fußballer in die Kreisliga B zu verhindern (was ja dann auch gelang). Fußballjugendleiter Jürgen Stolz hob hervor, daß man derzeit 120 Jugendfußballer beim TSV habe, wodurch man der Zukunft des Fußballs beim TSV optimistisch entgegenblicken könne. Bei den anstehenden Wahlen war die des neuen Hauptkassierers die überraschendste, denn mit Rolf-Peter "Pit" Hofmann stellte sich hier ein Youngster zur Verfügung. Im Pressebereich wurde beschlossen, daß man das Vereinsblatt "sport info" wieder regelmäßig erscheinen lassen will. Pressewart Walter Heger konnte hier auf die weitere Mitarbeit seines nur nominell zurückgetretenen Vorgängers Charles Jakob rechnen.

Die Wahlen ergaben folgende Ämterbesetzungen:

1.Vorsitzender:  Hans-Joachim Jung
2.Vorsitzender:  Josef Scherer
Schriftführer:  Erwin Harbich
Hauptkassierer:  Rolf-Peter Hofmann
Technischer Leiter:  Wolfgang Roßnagel
Pressewart:  Walter Heger
Platzkassierer:  Friedrich Platt, Walter Fiala
Kassenprüfer:  Gert Burk
Fußballabteilungsleiter:  Peter Klostermann
Fußballjugendleiter:  Jürgen Stolz
Leiterin Kinderturnen:  Vera Roßnagel
Leiter Tischtennis:  Josef Zmyslowski
Leiterin Tischtennisjugend:  Petra Schübel
Leiterin Frauenturnen:  Ruth Müller

Erfolgreiche TSV-Jugend 1990/91

Drei Meisterschaften und drei Aufstiege wurden in der Saison 1990/91 von 4 Mannschaften des TSV Grünbühl vollbracht. Die jüngsten von der F-Jugend konnten nicht aufsteigen, weil es in dieser Altersgruppe keine höheren Spielklassen gibt. Die B-Jugend schaffte den Aufstieg als verspätete Überraschung, denn als Tabellendritter war man da eigentlich außen vor gewesen.

Sensationelle A-Jugend - Aufstieg in Leistungsstaffel ohne Niederlage

Eine großartige Saison 1990/91, lediglich unterbrochen durch zwei Unentschieden, legte die von Harald Johnson und Witold Marek trainierte A-Jugend des TSV Grünbühl mit 117:16 Toren und 30:2 Punkten hin.Sie wiederholten damit den schon 1987 mit der C-Jugend erzielten Erfolg mit der fast identischen Mannschaft.

Drei Spieltage vor Schluß noch punktgleich mit dem TV Neckarweihingen schlug man diesen im vorentscheidenden Spiel auf dessen Gelände deutlich mit 5:0, und machte dann in den letzten beiden Partien mit zweistelligen Siegen endgültig alles klar. Das Mannschaftsbild wurde nach dem Spiel in Neckarweihingen gemacht.

Die eingesetzten Spieler:

Heiko Bofinger (leider dauerverletzt) - Achim Brutschin - Mohammed El M'Hassani
Kay Holz - Johannes Iyob - Alexander Kulczycki - Alen Kutlu - Raed Mustafa
Michael Paluszkiewicz - Antonio Pannone - Ali Polat - Steven Reimers
Sead Ridzal - Engin Sencan - Özer Top - Berislav Vidackovic - Robert Vidackovic
Robert Bilic (Gasttorwart der B-Jugend im Vorspiel gegen Neckarweihingen und in Murr)

Leider hatten einige der großen Talente in dieser Truppe später nicht die Konstanz, um auch für die erste Mannschaft zur erhofften Verstärkung zu werden. Es ist schade, daß hier vorhandenes fußballerisches Können nach und nach versiegte.

Alle Ergebnisse unserer A-Jugend in dieser Saison:

TSV Benningen - TSV Grünbühl 0:9   |   TSV - DJK Ludwigsburg 6:0   |   
TGV Geisingen - TSV 3:9   |   TSV - SGV Hochdorf   9:2   |  
TSV Affalterbach - TSV  0:5   |   TSV - TV Neckarweihingen 5:3   |  
SGV Murr - TSV  2:2   |   TSV - SV Poppenweiler 2:2   |  
TSV - TGV Geisingen 18:1   |  DJK Ludwigsburg -.TSV 3:7   |  
SGV Hochdorf - TSV  0:5   |   TSV - TSV Benningen 7:0   |
TSV - TSV Affalterbach 5:0   |   21.4.: TV Neckarweihingen - TSV 0:5 |
5.5.: TSV - SGV Murr 12:0   |   12.5.: SV Poppenweiler – TSV 0:1

Ein ausführlicher Bericht zur Saison findet sich als pdF-Datei  ==>  hier

Nachfolgend Fotos vom Spitzenduell in Neckarweihingen am 21.April 1991

                 

Auch die B-Jugend steigt auf - 16:0-Rekordsieg

Die von Jürgen Paul und Ralph Frey trainierte B-Jugend verlor das entscheidende Spiel beim FV Sal. Kornwestheim II, der zwei Punkte Vorsprung hatte, und wurde Dritter. Da dann aber die Kornwestheimer ihre Mannschaft zurückzogen, und gleichzeitig in der Leistungsstaffel aufgestockt wurde, stieg der TSV Grünbühl unerwartet doch auf. Mit 16:0 gegen den KSV Hoheneck wurde in dieser Saison ein Rekordsieg eingefahren.

eingesetzte Spieler:

Nedim Altuntas  |  Oguzhan Altuntas  |  Elijah Asante  |  Erdogan Avsar  |  Robert Bilic
Erkan Cakir  |  Jörg Dille  |  Fatih Güzel  |  Kubilay Ördek  |  Vittorio Pannone
Goran Rakic  |  Denis Roßnagel  |  Yacub Samer  |  Süleyman Yildirim  |  Murat Yalcin

Berichte aus der Saison 1990/91 der B-Jugend finden sich ==>  hier

C-Jugend ebenfalls in Leistungsstaffel aufgestiegen

Mit einem 2:0-Sieg im entscheidenden Spiel beim GSV Erdmannhausen bei strömendem Regen schaffte die von Rolf-Peter "Pit" Hofmann und Rainer Class trainierte C-Jugend als Meister den Aufstieg in die Leistungsstaffel. Mit 26:6 Punkten und 83:19 Toren konnte man am Ende eine stattliche Bilanz aufweisen. Auf dem Meisterfoto präsentieren sich die stolzen Jungs zusammen mit Josef Zeif vom WFV.

oben v.l.: 
Staffelleiter Josef Zeif; Jonathan Lurey; Thomas Tewolte; Sven Scherer; Sven Drobar; Rami Mustapha; Alen Brezovic; Mehawi "Mao" Zewengel; Rolf-Peter Hofmann; Rainer Class
unten v.l.: 
Yasar Eroglu; Fatih ?; Mario Sablio; Vedat Acikabak; Fatih Yildirim; Sven Knobloch; Marcus Paul, Ionas Araya

Berichte zur Saison 1990/91 der C-.Jugend finden sich ==>  hier

F-Jugend ist ebenfalls Meister und zweifacher Stadtmeister

Die nicht immer gleichzeitig  von Heinrich Schaefer, Karlheinz Böhm, Achim Brutschin und Peter Moraske gecoachten jüngste TSV-Kicker brachten ebenfalls das Kunststück fertig, Meister zu werden. Außerdem wurde man sowohl in der Halle als auch auf dem Feld Ludwigsburger Stadtmeister, und in Kornwestheim wurde das Pfingstturnier gewonnen. Mit der von Achim Brutschin betreuten F2-Jugend präsentierte sich der jüngste TSV-Nachwuchs aller Zeiten.

In den Reihen der F-Jugend standen spätere Stützen der ersten Mannschaft wie Andreas Orzechowski, Manuel Jakisch, Savas Eroglu und Markus Labusch.

Berichte der F-Jugend zur Saison 1990/91 finden sich ==>  hier

Der Dank der Jugendmannschaften des TSV Grünbühl in der Saison 1990/91 geht an folgende Sponsoren für Trainingsanzüge:

- Diethard Hilbert (E-Jugend)
- Adem Acikabak (D-Jugend)
- Vito Bonfrisco (C-Jugend)
- Josef Scherer (B-Jugend)

Nachfolgend noch ein Foto der E-Jugend 1990/91

oben v.l.:
Oliver Taibner, Selahattin Yildiz, Emanuel Serban, Marko Bembenek (?), Christian Schäfer, Arne Spangenberg, Markus Labusch, Jona Fischer, Jürgen Jakisch

unten v.l.:
Daniel Iyassu, Tobias Geisler, Ivan Brezovic, Sven Maibaum, Francesco, Annuzzi, Daniel Jakisch, Hasan Uzun, Savas Eroglu, Orkan (?)

Kreisliga A 1991/92 - Abstieg in die Kreisliga B

Zwei der wenigen Highlights der Saison waren Reiner Racks direkt verwandelte Ecke am 15.12.91 (1:1 in Bissingen) und die Ehrung für 350 Spiele von Dietmar Lieb, sowie jeweils 250 für Gerhard Lachmann und Reiner Rack. Diese fand am vorletzten Spieltag vor der Partie gegen VfL Gemmrigheim II am 24.Mai 1992 statt, als der Abstieg bereits feststand.

Bilanz der Saison 91/92:     5 Siege,  17 Niederlagen,  8 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   469 Siege,   357 Niederlagen,   232 Unentschieden

Erfolgreiche Tischtennismädchen und -frauen

Mit 20:0 Punkten wurden die Tischtennismädchen des TSV Grünbühl 1992 verlustpunktfrei Meister. Am letzten Spieltag, dem 21.März 1992, wurde Verfolger Neckarweihingen 6:0 geschlagen. Somit war der Aufstieg von der Bezirksklasse in die Bezirksliga geschafft.

Der Erfolg wuchs langsam. Zwei Jahre zuvor war man am Ende Tabellenletzter, ein Jahr danach Vierter, und jetzt Meister.

Tanja Kriegisch wurde bei einem Ranglistenturnier des Verbandes Dritte; beim nächsten konnte sie aufgrund eines Schullandheimaufenthalts in England leider nicht teilnehmen. Auch Steffi Nikisch konnte sich in den Top 10 der Rangliste platzieren.

Folgende Spielerinnen waren an der Meisterschaft beteiligt:

Steffi Nikisch (Jahrgang 1977)
Daniel Kriegisch (1977)
Tanja Kriegisch (1976)
Dorotka Wasik (1977)
Melanie Bayer (1975)
Jennifer Johnson (1977)

Die Presseabteilung, Walter Heger, Charles Jakob und unser 1.Vorsitzender Hans-Joachim Jung luden die Mädchen als Anerkennung ihrer Leistung bei Vito Bonfrisco zu Pizza und Sekt ein. Fotos aus dieser Zeit liegen uns leider nicht vor.

Damen mit Topspielerin Gisa Lörzer steigen ebenfalls auf

Auch die Damen waren im Tischtennis gut unterwegs und belegten Ende des Jahres den 2.Platz, wobei Gisa Lörzer alle ihre Spiele gewonnen hatte. Über den weiteren Verlauf der Saison ist lediglich bekannt, daß die Damen ebenfalls den Aufstieg schafften.

Die Herren hatten es nach dem Aufstieg in die B-Klasse eine Saison zuvor schwer, belegten aber einen zufriedenstellenden 7.Platz zum Jahresende. Auch hier ist uns leider nicht mehr bekannt.

Tischtennisabteilungsleiter war seinerzeit Josef Zmyslowski, Leiterin der Jugend Petra Schübel, später abgelöst durch Regina Kriegisch.

D-Jugend mit späterem Profi

Lange spielte er nicht für den TSV Grünbühl, aber 1992 gehörte er zur D-Jugend des TSV, wie uns Arndt Jeremias mitteilte. Die Rede ist von Alexander Konjevic, der es später über die Oberligamannschaft der SpVgg 07 Ludwigsburg und mehrere Vereinswechsel bis in die 3.Liga bei Darmstadt 98 und zu zwei DFB-Pokalspielen brachte. In den folgenden Jahren war er nicht in der Jugend des TSV aktiv, hat aber laut Ralph Frey einige Jahre später ein paar Mal bei unseren Aktiven mittrainiert. Mehr war trotz verschiedener Anfragen leider nicht herauszubekommen. Im Mai 2021 erfuhren wir dank Arndt Jeremias, daß er Co-Trainer beim hessischen Oberligisten FC Hanau 93 ist.

Auf dem leider unscharfen Foto sehen wir oben von links:
Alexander Konjevic, Simon Parkhurst, Sven Maibaum, Christian Schäfer, Sven Dierolf, Arndt Jeremias, Christian Skarda (?), Erwin Salm, Trainer Oliver Taibner.
vorne von links:
 (?), Sven Alksnis, Emanuel Serban, Daniel Jakisch, Benni ?, Daniel Iyassu

Kreisliga B 1992/93 - Wiederaufstieg verpasst

Trainer wurde Fritz Heimann, dessen Stammverein der SC Ludwigsburg gewesen war. Das Ziel Wiederaufstieg wurde verpasst. Mit 41:15 Punkten und 69:34 Toren wurde man 4. der Kreisliga B.

auf dem Foto sehen wir hinten v.l.:
Fritz Heimann, Klimis Karamanlis, Rolf Peter Hofmann; Alexander Kulczycki, Jürgen Rohde, Volker Rehm, Frank Deschle, Robert Vidackovic, Peter Klostermann
vorne v.l.:
Peter Holinka, Ralph Frey, Ralph Diezel, Peter Seitz, Rychard Maletycz, Michael Paluszkiewicz

Nachfolgend noch ein Bild vom letzten Spiel, das bei der DJK Ludwigsburg mit 3:1 gewonnen wurde. Wir sehen Ralph Frey, unseren späteren Abteilungsleiter, und im Hintergrund einen uns bekannten Schiedsrichter.

Bilanz der Saison 92/93:     19 Siege,  6 Niederlagen,  3 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   488 Siege,   363 Niederlagen,   235 Unentschieden

D-Jugend feiert Meisterschaft 1993

Arndt Jeremias von der Grünbühler Jugendförderung schickte uns das gezeigte Mannschaftsbild mit den Grünbühler Jungs, die stolz den Meisterwimpel in die Kamera halten. Arndt Jeremias war damals Betreuer, und die Trainer Jürgen Jakisch und Oliver Taibner (oben links).

oben v.l.: Trainer Oliver Taibner, Betreuer Arndt Jeremias, Manuel Serban, Arne Spannenberger, Giuseppe Loconte, Suat Tasdemir, Cüneyt Cagatay, Winston Reimers, Trainer Jürgen Jakisch, Robert Grohe, Hamed Mustafa, WFV-Mensch

unten v.l.: Christian Schäfer, Francesco Annuzzi, Christian Jakisch, Axel Bader, Daniel Jakisch, Hasan Uzun, Savas Eroglu, Daniel Iyassu

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Aktualisierung:18.09.2021