Fussballstatistik 1983 bis 1992

Liga   Trainer / Abteilungsleiter Platz   Besonderheiten
           
Bezirksliga 1983/84   Rainer Jakesch (9 Tage lang),
danach Armin Klostermann
und Bruno Polziehn
AbtlgLtr: Claus Hemmerich
14.Pl.   Abstieg in Kreisliga A
           
KrL A 1984/85   Armin Klostermann und Bruno Polziehn /
Claus Hemmerich
1.Pl.   Aufstieg in Bezirksliga
           
Bezirksliga 1985/86   Armin Klostermann und Bruno Polziehn /
Claus Hemmerich
6.Pl.   "sport info" gegründet
           
Bezirksliga 1986/87   Armin Klostermann und Bruno Polziehn /
Claus Hemmerich
14.Pl.   Abstieg mit 26:34 Punkten
           
KrL A 1987/88   Georg Geier / Otto Depre 13.Pl.   75 Gegentore
           
KrL A 1988/89   Armin Klostermann /
Peter Klostermann
9.Pl.    
           
KrL A 1989/90   Thomas Egger /
Peter Klostermann
11.Pl.    
           
KrL A 1990/91   Thomas Egger (ab Oktober Armin Klostermann /
Peter Klostermann
10.Pl.   sensationelle Rückrunde
           
KrL A 1991/92   Armin Klostermann /
Peter Klostermann
15.Pl.   Abstieg in Kreisliga B
           
KrL B 1992/93   Fritz Heimann /
Peter Klostermann
4.Pl.    

Bezirksliga 1983/84 - Trainerrauswurf nach 9 Tagen

Neuer Trainer war jetzt Rainer Jakesch, der angeblich Oberliga-Erfahrung hatte. Viele fragten sich allerdings, in welcher Sportart. Er wurde sehr schnell zum Gespött der Vereinsmitglieder und wurde noch während der Vorbereitungsphase auf Drängen der Spieler wieder gefeuert. Interimshalber leiteten Richard Zmarlak und Herbert Domanski das Training. Ab 27. Oktober 1983 übernahmen Armin Klostermann und Bruno Polziehn gemeinsam das Traineramt - ein für längere Zeit stabiles Duo. Die Saison war von sehr viel Pech, und äußerst knappen Niederlagen, insbesondere in der Rückrunde, gekennzeichnet. So ging es also nach 3 Jahren Bezirksliga zurück in die Kreisliga A.

Bilanz der Saison 83/84:     6 Siege,  15 Niederlagen,  9 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   395 Siege,   264 Niederlagen,   167 Unentschieden

Aufstieg in die Bezirksliga 1985

Sofortiger Wiederaufstieg ? Könnte eng werden

Um in der Kreisliga A gleich wieder oben mitspielen zu können, kamen die Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn, zusammen mit Abteilungsleiter Claus Hemmerich auf die Idee, ein Trainingslager durchzuführen. Vom 16. bis 19. August ging es ins bayerische Sonthofen. Als Torwarttrainer fungierte Hans "Radi" Lukhaup. Mit Lothar Brodhagen hatte man gar einen eigenen Koch dabei.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga brauchte der TSV Grünbühl eine längere Anlaufzeit, um in der Kreisliga oben mitzuspielen. Am 8.Spieltag aber, nach einem 3:0-Sieg beim TSV Benningen stand man erstmals an der Tabellenspitze, die man danach auch nicht mehr hergab. Das 2:0 gegen die SpVgg Bissingen am 9.Spieltag war der 400.Sieg in der Geschichte des TSV Grünbühl. Unter anderem wurde die Tabellenführung am sechstletzten Spieltag im Rückspiel mit einem 0:0 beim Verfolger SpVgg Bissingen verteidigt. Im fünftletzten Spiel bei der abstiegsgefährdeten ESG Kornwestheim aber setzte es eine 1:2-Niederlage, die Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn waren stocksauer, und man war sich sicher, die Tabellenführung gleich wieder abgegeben zu haben. Unten sehen wir aus diesem Spiel eine Riesenchance durch einen Freistoß von Richard Zmarlak, als Zentimeter fehlten.

Die Verfolger VfL Gemmrigheim (Remis gegen Steinheim) und TSV Benningen (sensationelles 1:3 gegen den Drittletzten SKV Eglosheim) patzten jedoch ebenfalls, und es standen 7 Mannschaften mit nur 2 Punkten Abstand vorne.

1. TSV Grünbühl 26 50:27 33:19
2. VfL Gemmrigheim 26 46:31 33:19
3. SpVgg Bissingen 26 46:40 33:19
4. TV Pflugfelden 26 61:32 32:20
5. TSV Benningen 26 73:44 31:21
6. TSG Steinheim 26 55:33 31:21
7. TV Aldingen 26 45:33 31:21

Im viertletzten Spiel ging es ausgerechnet zum SKV Eglosheim, der eine Woche zuvor Benningen ein Bein gestellt hatte, aber jetzt merkte man die gute Arbeit des Trainerteams, denn die Mannschaft war topfit, konditionell bis zur letzten Minute durchhaltend. Zudem hatte der vom SKV Eglosheim gekommene Walter Heger unserem Taktikexperten Bruno Polziehn die berüchtigte Eglosheimer Abseitsfalle (selbst unzählige Male trainiert) ausführlich beschrieben. Vier Tore von Thilo Batz und ein kurioser Treffer von Rychard Maletycz bescherten dem TSV ein deutliches 5:1. Unten bejubelt Friedrich Kirchner den Treffer von Rychard Maletycz, von der Torauslinie aus ins kurze Eck gemogelt.

Immer noch hingen jedoch 6 Mannschaften dicht aufeinander. Alle jagten den TSV Grünbühl. Wie auch schon in Eglosheim war auch gegen den Tabellenletzten TSV Affalterbach die zweite Halbzeit und die gute körperliche Verfassung der Spieler ausschlaggebend für einen hohen Sieg. Jens Edelmann, Dietmar Lieb, Friedrich Kirchner und Tom Kurzawa (sein erstesTor für die 1. Mannschaft) besorgten den 4:0-Endstand.Das 1:0 durch Jens Edelmann ist unten zu sehen.

Jetzt ging's zum verzweifelt gegen den Abstieg kämpfenden GSV Höpfigheim. Zwei Treffer von Friedrich Kirchner (einer davon unten zu sehen) und je einer von Thilo Batz, Dietmar Lieb und Jens Edelmann brachten einen überzeugenden 5:1-Sieg. Aber Bissingen war immer noch punktgleich.

Aufgrund des besseren Torverhältnisses reichte uns dann im letzten Spiel ein nervenaufreibendes 1:0 gegen den SV Poppenweiler zum Aufstieg. Nach dem frühzeitigen 1:0 durch Friedrich Kirchner (unten zu sehen, neben dem Pfosten Claus Hemmerich) musste bis zur 90.Minute gezittert werden, denn es wurden Chancen ohne Ende versiebt, um für das beruhigende 2:0 zu sorgen.

Die Aufstiegsfeierlichkeiten zogen sich über mehrere Tage hin. Einige Beteiligte übernachteten sogar in der Umkleidekabine. Höhepunkt war sicherlich ein Autokorso, dem die Spieler in Pferdekutschen folgten, durch Grünbühl.

Bilanz der Saison 84/85:  16 Siege, 5 Niederlagen, 9 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953: 411 Siege, 269 Niederlagen, 176 Unentschieden

Spieleinsätze 1984/85

30 Spiele:     Dietmar Lieb  |  29 Spiele:    Jürgen Heinle, Reiner Rack  |  28 Spiele:   Friedrich Kirchner
27 Spiele:    Volker Rieger  |  25 Spiele:   Jochen Borucki  |  22 Spiele:    Rychard Maletycz
21 Spiele:    Jens Edelmann,  Stanislaw Simanek  |  20 Spiele:   Bernd Boucek
19 Spiele:    Harald Johnson  |  18 Spiele:   Ryszard Paluszkiewicz  |  15 Spiele:   Richard Zmarlak
13 Spiele:   Andreas Schaupp  |  12 Spiele:   Reinhardt Schmidt,  Thilo Batz
11 Spiele:   Gerhard Lachmann  |  8 Spiele:   Bernd Klostermann,  Tom Kurzawa
1 Spiel:    Adrian Dworaczek,  Walter Fiala;  Lothar Labusch,  Witold Marek

Torschützen 1984/85

19 Tore:   Friedrich Kirchner  |  11 Tore:   Bernd Boucek  |  8 Tore:   Rychard Maletycz
6 Tore:   Thilo Batz,  Dietmar Lieb  |  4 Tore:   Ryszard Paluszkiewicz
3 Tore:   Richard Zmarlak  |  2 Tore:   Jens Edelmann,  Reiner Rack
1 Tor:   Bernd Klostermann,  Tom Kurzawa, Gerhard Lachmann,  Andreas Schaupp

Auf dem Manschaftsbild unten sehen wir:
oben v.l.: Bernd Boucek; Thilo Batz; Richard Zmarlak; Gerhard Lachmann; Jürgen Heinle; Jens Edelmann;
unten v.l.: Friedrich Kirchner; Rychard Maletycz; Volker Rieger; Andreas Wagner; Dietmar Lieb; Reinhard Schmidt

Das Meisterfoto in der LKZ

"sport info" wird geboren - "Die Bezirksligaruft"

Bereits gegen Ende der Saison 1984/85 fassten Abteilungsleiter Claus Hemmerich, Trainer Armin Klostermann und Grünbühls damaliger Pressewart Charles Jakob den Entschluss, eine Vereinszeitung gründen zu wollen. Hierzu überredete Armin Klostermann seinen ehemaligen Schulkameraden am Wirtschaftsgymnasium der Robert-Franck-Schule in Ludwigsburg, Walter Heger. zu einem Wechsel vom SKV Eglosheim nach Grünbühl. Klostermann wusste, dass Walter in Berlin Publizistik studiert hatte und erhoffte sich hier kompetente Mitwirkung. So erschien denn zum entscheidenden letzten Saisonspiel, dem Heimspiel gegen SV Poppenweiler die erste Publikation von "sport info". Legendär ist die unfreiwillig falsch geschriebene Überschrift  "Die Bezirksligaruft". Hiermit wurde, so war man sich nachher einig, ein neues Substantiv erfunden.


Bezirksliga 1985 / 86 - Trotz Heimschwäche als Aufsteiger guten 6. Platz erreicht

Gegenüber dem Meisterjahr änderte sich vor der neuen Saison in der im Mannschaftsgefüge wenig. Die Trainer Armin Klostermann und Bruno Polziehn führten ihre erfolgreiche Arbeit genauso fort wie Abteilungsleiter Claus Hemmerich. Spielerabgänge gab es nicht, und als Neuzugang kam Thomas Borucki, jüngerer Bruder des langjährigen TSV-Vorstoppers Jochen. Thomas Borucki war jedoch aufgrund der Sturheit seines alten Vereins, DJK Ludwigsburg, bis zum 12.Januar 1986 gesperrt. Die aus der A-Jugend gekommenen "Erbse" Neumann und Frank Deschle, sowie der von Salamander Kornwestheim gekommene Ralph Frey und der aus Westfalen stammende Klaus Baumann fanden ihren Platz in der Reserve. Somit stand für die erste Mannschaft in der Vorrunde exakt der gleiche Spielerkader zur Verfügung wie 1984/85. Torhüter Jürgen Heinle wurde zum Spielführer gewählt, Jens Edelmann zu seinem Stellvertreter. Erneut wurde im bayerischen Sonthofen ein schweißtreibendes Trainingslager durchgeführt, sodaß die Mannschaft bei Saisonstart konditionell bestens dastand. Der Verzicht auf jeglichen Alkoholgenuß während der Trainingstage fiel den Spielern wohl am schwersten, wurde aber mit größter Disziplin durchgezogen, wie sich Abteilungsleiter Claus Hemmerich lobend äußerte.

Das von Walter Heger und Charles Jakob ins Leben gerufene Vereinsblatt "sport info" erschien nun regelmäßig zu den Heimspielen des TSV Grünbühl.

Dort hieß es im Leitartikel unter anderem:

"Wir versuchen ..... , die Mannschaft den Fans und Mitgliedern vertraut zu machen ..... Dieses Blättchen soll aber auch den Spielern zeigen, daß ihre sonntäglich freiwillig erbrachte sportliche Leistung registriert und gewürdigt wird ... "

Weiter schrieb Charles Jakob:

"Dann, auf einer turbulenten Hauptversammlung im letzten Jahr wurde ich für mein vorlautes Mundwerk zur Rechenschaft gezogen und auf den Sessel des Pressewarts gezwungen ..... Jahrelang hatte ich ... Fachleute und Gelegenheitszuschauer durch staksiges Herumgestolpere .... zu Heiterkeistausbrüchen getrieben, oder Ihnen das Wasser in die Augen gejagt, kurz, Nerven und Geduld auf das Äußerste strapaziert. Das wollte ich irgendwie wiedergutmachen .... Kurz nach meiner unfrewilligen Nominierung bot mir Walter Heger ... seine Unterstützung an. Dankbar stimmte ich zu, ist Walter Heger doch gelernter Journalist, freier Mitarbeiter bei der Vaihinger Kreiszeitung. .:

Finanziert wurde "sport info" durch Anzeigen bekannter Geschäftsleute aus Grünbühl. Maßgeblich mitgewirkt im gestalterischen Bereich hat später über all' die Jahre hinweg die Familie Nitze aus Remseck. Margarete Nitze beispielsweise hat ständig neue Ideen eingebracht und verwirklicht, um das gestalterische Moment des Blattes zu verbessern. Und Toni Nitze, bis heute Eigner der Reprofirma PROLITH hat großzügig dafür gesorgt, daß wir bisweilen auch Fotos verwenden konnten, die vorher reproduziert (gescannt) werden mussten, um sie in einigermaßen guter Qualität fotokopieren zu können. Die technischen Voraussetzungen waren seinerzeit eher bescheiden. Die auf der Schreibmaschine geschriebenen Beiträge mussten in richtiger Spaltenbreite sein, und dann auf die vorproduzierten Vorlagen (anfangs in DIN A 4) aufgeklebt werden. Überschriften wurden entweder aus bekannteren Publikationen geklaut, oder mit einer Schablone geschrieben. Fotokopiert wurde das Ganze damals in Handarbeit im STUDIO PAHS in Ludwigsburgs Solitudestrasse.

Bezirksligaauftakt 1985/86: Nullnummer gegen Pleidelsheim

Die Anfangsformation am 1.Spieltag war nur auf zwei Positionen geändert gegenüber dem letzten Spiel der Meister-Saison 1984/85. Reinhard Schmidt spielte für Stanislav Sirnanek, der Malheur mit seinem Knie hatte, und Bernd Boucek für Reiner Rack, welcher aber später noch eingewechselt wurde. Gegner war der GSV Pleidelsheim in Grünbühl. Das Spiel endete 0:0 und war hart umkämpft, was acht Zeitstrafen belegen.

Es folgte ein unglückliches 1:1 beim FSV 08 Bissingen (Tor durch Kirchner), wobei ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen lag. Auch gegen den Angstgegner VfB Vaihingen gab es beim Spiel in Grünbühl am 3.Spieltag nicht viel zu erben - es endete 0:2.  So stand man also schon frühzeitig unter Zugzwang, um nicht gleich wieder im Abstiegsstrudel hängen zu bleiben. Beim TSV Unterriexingen wollte man unter allen Umständen punkten.

Aufstellung:
Heinle - R.Schmidt - Lachmann - Zmarlak - Rack - Lieb - Rieger (Maletycz) - Boucek (Schaupp) - Edelmann - Kirchner - Batz

Zur Pause hieß es 1:1.
Riegers Führungstor war kurz vor dem Wechsel der Ausgleich gefolgt. In der zweiten Halbzeit suchten beide Mannschaften den offenen Schlagabtausch. Die Unterriexinger gingen zwar in Führung, doch Boucek glich postwendend wieder aus. Ein kurioses Eigentor brachte den TSV Grünbühl dann mit 3:2 in Führung. Bis kurz vor Schluß spielten sich dann spektakuläre Szenen vor Heinles Tor ab, ehe Kirchner schließlich mit dem 4:2 in der letzten Spielminute für klare Verhältnisse sorgte. Das Spiel der Reserve, das mit einem 4:1 für den TSV Grünbühl endete, bescherte dem armen Harald Johnson einen Gehgips.

Dietmar Lieb im Tor - 2:3 gegen Leonberg nach 102 Spielminuten

In einem Mittwoch-Spiel gastierte anschließend die TSG Leonberg an der Pregelstraße. Dabei kam es zu einer Premiere, als nämlich Dietmar Lieb sich für zehn Minuten zwischen die Pfosten stellte, da Jürgen Heinle eine Zeitstrafe abbüßen mußte. Am Spielfeldrand, und später sogar vom Golfplatz, wohin ihn der Schiedsrichter verwiesen hatte, aus, tobte der erzürnte Trainer Armin Klostermann. Heinles "Straftat" - unnötiges Wegschlagen des Balles - hatte einen Elfmeter zur Folge, den Lieb leider nicht halten konnte, und welcher das 1:2 brachte. In einem der längsten Fußballspiele aller Zeiten (102 Minuten) verlor der TSV Grünbühl mit 2:3. Dabei fiel das noch einmal Hoffnung gebende 2:3 durch einen Handelfmeter von Bernd Boucek in der 95.Minute, und der Leonberger Torhüter Krizan rettete in der 100. Minute gegen den aus kurzer Distanz abziehenden Reiner Rack mit einer großartigen Parade. Ein derart aufregendes Spiel hatte man lange nicht gesehen.

Wieder hieß es, im folgenden Auswärtsspiel die Schmach einer Heimniederlage auszuwetzen. Beim FV Kirchheim wurde das in souveräner Manier bewältigt, und der TSV siegte mit 4:1. Torschützen waren Friedrich Kirchner (2), Bernd Boucek und Jens Edelmann. "sport info" warnte mit der Schlagzeile "So leicht wird's nimmer!" Allzu schwach waren die Kirchheimer gewesen.

Auch drittes Heimspiel wurde verloren - frischgebackene Väter nicht mit Erfolg belohnt
Auswärtsserie hält an - Tabellenführer TSV Asperg entthrohnt

Nachdem im Laufe der darauffolgenden Woche die Vaterschaft von Armin Klostermann und Claus Hemmerich gefeiert wurde - wobei das Grünbühler "sport info" gar in letzter Sekunde noch' mit hohem Arbeitsaufwand abgeändert worden war - kam im dritten Heimspiel der Saison, gegen den TSV Münchingen erneut eine "kalte Dusche". Nach dem 0:1 jedenfalls war wieder Trübsalblasen angesagt, zumal als nächstes der Gang zum Landesliga-Absteiger und Tabellenführer TSV Asperg anstand, welcher bis dahin ungeschlagen war. Würde der TSV Grünbühl erneut eine Heimniederlage durch einen Sieg auf fremdem Platz wiedergutmachen können ?

Mit folgender Elf wollten die Grünbühler dem Tabellenführer Paroli bieten:
Heinle - Schmidt - Lieb - Zmarlak - Rack - Lachmann - Edelmann - Schaupp (Simanek) - Boucek - Kirchner - Batz (Maletycz)

Als weiterer Ersatzspieler stand der zum Torjäger der zweiten Mannschaft avancierte Bernd Klostermann zur Verfügung. Die Grünbühler Mannschaft legte einen Blitzstart hin, und die Asperger lagen, ehe sie sich versahen, mit 0:2 zurück. Kirchner und Boucek, letzterer nach einem schönen Freistoßtrick in Zusammenarbeit mit Batz, hatten für die Tore gesorgt. Boucek spielte übrigens fast alle Spiele der Vorrunde in den Schuhen des Sportlameraden Klaus Baumann. Der Vorsprung wurde geschickt verteidigt, und außer beim 1:2 in der 77. Minute war die von den Trainern gut geschulte Abwehr immer im Bilde.


Der Traum vom ersten Heimsieg - "Auswärts hui - zuhause pfui !"
0:3 gegen Großsachsenheim folgte Remis auf dem Fuchshof

Doch selbst dieser grandiose Erfolg konnte unsere Mannschaft nicht dazu bewegen, nun endlich den ersten Heimsieg zu landen. Selbst die lautstarke Unterstützung des von "sport info" eindringlich hierzu aufgeforderten Anhangs nützte da nichts. Gegen den stets unbequemen Gast, die SF Großsachsenheim, die von Herbert Benz, einem ehemaligen Schulkameraden von Trainer Klostermann und "Pressefritze" Walter Heger, trainiert wurden, setzte es mit 0:3 gar eine recht saftige Niederlage. Und nicht nur das: der gerade erst wiedergenesene Stanislav Simanek (Kniebeschwerden) bekam auch noch die Rote Karte. Nun hatte man sich ja bis dahin darauf verlassen können, daß auf eine Heimpleite wenigstens immer ein Auswärtssieg folgte, doch dieses Mal gab es beim 2:2 auf dem "Fuchshof" gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II lediglich einen Punktgewinn. Denoch war diese Partie, in der die Grünbühler Tore durch Richard Zmarlak und ein Eigentor fielen, ein echtes Spitzenspiel gewesen. War dieser erste Punktverlust auf fremdem Platz dennoch ein Wink, daß es nunmehr abwärts gehen würde ?

Reserve Tabellenführer

Die Reserve des TSV Grünbühl stand nach ihrem 4:1-Sieg auf dem "Fuchshof" an der Tabellenspitze. Die Tore hatten Marek, Baumann, Neumann und Orzechowski erzielt.

Erneut Tabellenführer entthrohnt - diesmal aber zuhause

Am 27.0ktober 1985, dem 30.Geburtstag des Schreibers Walter Heger, stand mit Salamander Kornwestheim erneut ein Landesliga-Absteiger, und aktueller Tabellenführer, als Gegner an. Das motivierte unsere Mannschaft, die negative Heimserie mit Macht beenden zu wollen. Dennoch rechnete natürlich kaum einer mit einem Sieg gegen die Salamander-Elf. Gegenüber dem Husarenstück beim TSV Asperg wurde die Mannschaft auf drei Positionen geändert: Für Schmidt, Batz und Schaupp standen Bernd Klostermann, Ryszard Paluszkiewicz und Rychard Maletycz auf dem Feld. Die TSV-Elf war insbesondere taktisch hervorragend eingestellt, hatten es sich die Grünbühler Trainer doch stets zur Aufgabe gemacht, sich über Stärken und Schwächen der jeweiligen Gegner ausführlich zu informieren. Nach anfänglicher Zurückhaltung beider Teams fiel in der 23.Minute das zu diesem Zeit­punkt überraschende 1:0 für den TSV. Kirchner hatte Boucek im Strafraum schön freigespielt, welcher aus 7 Meter Entfernung scharf abzog, und mitten ins Tor traf. Pressewart Charles Jakob beschrieb diese Szene im "sport info" mit folgenden Worten:

" ... um dann die Lederkugel so vehement in die Mitte des Tores zu rammen, daß sich Reimann nur mit einem beherzten Sprung in die Ecke in Sicherheit bringen kann. "

Nur einem großartig aufgelegten Torhüter Heinle hatte es der TSV daraufhin zu verdanken, daß den Kornwestheimern trotz hochkarätiger Chancen bis zur Pause kein Tor gelang. Die Angriffe der Salamander-Elf gegen die dichtgestaffelte TSV-Abwehr wurden im zweiten Durchgang immer ideenloser, wohingegen die Konter der Grün-Weißen wesentlich gefährlicher waren. Bereits in der 52. Minute führte ein solcher, erneut durch Bernd Boucek, zum 2:0. Hierbei blieb es bis zum Schluß, wobei die TSV'ler trotz der hohen Überlegenheit des Gastes sogar noch mehrmals die Gelegenheit hatten, den Sieg bei Kontern noch höher zu schrauben.


Zwölf Spiele ungeschlagen - Sieg in Flacht nach 100 Minuten - Heinles "Black-Out"

Der TSV konnte also auch zuhause gewinnen - und zog daraus ein unbändiges Selbstvertrauen, welches die nächsten Gegner zu spüren bekamen. Beim TSV Flacht kam es am 3.November 1985 zu einer jener "Schlammschlachten", die man als Spieler wohl nie vergessen wird. Nach einem Pfostenschuß und zwei weiteren klaren Torchancen der Flachter konterte der TSV geschickt und ging durch Rychard Maletycz mit 1:0 in Führung. Auch in der zweiten Halbzeit konnte man sich auf die von Richard Zmarlak hervorragend organisierte Abwehr verlassen, und die Konter des TSV Grünbühl blieben über die gesamte Spielzeit hinweg sehr gefährlich. Wer aber nach Bouceks 2:0 glaubte, die Flachter gäben sich geschlagen, sah sich getäuscht. Sie machten den Grün-Weißen nun wesentlich mehr Schwierigkeiten als eine Woche zuvor der Tabellenführer aus Kornwestheim beim gleichen Spielstand. In der mit Glück und Geschick dagegenhaltenden Grünbühler Abwehr war insbesondere erneut Torhüter Heinle besonders hervorzuheben. Trotz eines "Black-Out" nach einer Kopfverletzung, als er den Spielstand nicht mehr wußte, stand er bis zum Schluß sicher. Wie schon gegen Leonberg wurde überlang nachgespielt, und erst nach 100 Spielminuten war der Sieg des TSV Grünbühl unter Dach und Fach.

Reserve: Erste Niederlage nach acht Monaten

Die Reserve des TSV Grünbühl kassierte in Flacht mit 2:4 die erste Niederlage nach acht Monaten. Diese war aber weniger auf die Stärke des Gegners zurückzuführen, als wohl vielmehr auf die ungewohnten Ausmaße des Flachter Nebenplatzes, der nicht viel größer als ein Handballfeld ist. Da war es nicht möglich, das gewohnte Flügelspiel aufzuziehen.

Nach einem 1:1 gegen TSV Lomersheim (Tor: Bernd Klostermann), einem 0:0 gegen den TV Neckarweihingen, 2:1-Sieg beim Schlußlicht SGV Murr, einem 2:2 beim GSV Pleidelsheim nach 0:2-Pausenrückstand durch Tore von Boucek und Lieb, sowie einem 0:0 gegen FSV 08 Bissingen stand der TSV Grünbühl am Jahresende 1985 auf dem hervorragen den 5.Platz. Trotz der Erfolgsserie ist jedoch anzumerken, daß der Sieg gegen Kornwestheim der einzige auf eigenem Platz gewesen ist. Dafür schien man sich auf Unentschieden spezialisiert zu haben. Die TSV-Mannschaft, stets taktisch diszipliniert auftretend, zählte keineswegs zu den schußfreudigsten Teams der Liga, konnte sich dafür aber auf eine sichere Abwehrarbeit verlassen.

"Null Bock" in der Zweiten

Die Reserve des TSV Grünbühl verspielte übrigens bei ihrer 1:2-Niederlage in Pleidelsheim zwischenzeitlich die Tabellenführung, und der wegen Meckerns vom Platz verwiesene Hans-Jürgen Neumann tat seine Einstellung mit den Worten "Null Bock !" kund. Der frühere Leistungsträger der Ersten, Jan Orzechowski glaubte an diesem Tag, er hätte es mit einem Kindergarten zu tun.

Reserve wird Herbsmeister

Die Reserve des TSV jedoch holte sich beim Nachholspiel am 21.Dezember 1985 in Murr die Tabellenführung zurück und gewann den Titel des "Herbstmeisters". Nach 0:1 zur Pause wandelte Tom Kurzawa das Ergebnis in einen 2:1-Sieg um. Damit schaffte es auch die zweite Garnitur des TSV Grünbühl, einen Tabellenführer zu stürzen. Nur mit dem kleinen Unterschied, daß sie hierdurch selbst die Pole-Position erobern konnte. Bemerkung am Rande: der Pressewart und Schreiber dieser Zeilen, Walter Heger, war nach dem Spiel in Murr auf Trainer Armin Klostermann derart sauer, daß er kurz vor dem Verlassen des Vereins stand. Grund: zuvor "Stammspieler" bei der Zweiten wurde er in dieser Partie nicht einmal auf die Ersatzbank gesetzt.

0:0 beim Titelaspiranten zum Jahresbeginn

Im ersten Spiel nach der Winterpause wurde auf steinhartem Boden ein 0:0 beim Titelaspiranten VfB Vaihingen geholt, bei dem insbesondere Andreas Schaupp mit einer guten Leistung auffiel. Das nächste Heimspiel fiel aus, und auch in Leonberg auf dem Engelberg gb es ein 0:0. In dieser Partie der vergebenen Torchancen rettete Jürgen Heinle in der letzten Spielminute sensationell, als er einen abgefälschten Weitschuss aus dem Tordreieck fischte. Mit dem erst zweiten Heimsieg, am 9.März gegen den FV Kirchheim, kletterte der TSV durch Treffer von Friedrich Kirchner und Richard Zmarlak (mit links !!!) gar auf den 4.Tabellenplatz. Jetzt ging es nach Münchingen zum Verfolgerduell, welches durch ein Traumtor von Reiner Rack mit 1:0 gewonnen wurde. Eine mit Effet hereingeschlagene Ecke von Bernd Boucek nahm er volley mit vollem Risiko. Leider kassierte man dann gegen den TSV Asperg die erste Niederlage nach 12 ungeschlagenen Spielen. Torhüter Heinle musste nach mehr als 500 Minuten erstmals wieder hinter sich greifen. Einem mageren 1:1 gegen Unterriexingen zuhause folgte dann die erste Auswärtsniederlage mit einem 0:1 beim SF Großsachsenheim durch einen Treffer von "Jole" Langbein. Kurz zuvor hatte Richard Zmarlak mit einer hundertprozentigen Torchance die Grünbühler Führung auf dem Fuß gehabt.Unten zu sehen.


Obwohl man nach zuletzt 1:5 Punkten immer noch auf dem 5.Platz stand, ging nun wieder das Abstiegsgespenst um, denn die hinteren Mannschaften hatten kräftig gepunktet. Somit sicherte das 2:1 gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg II durch Treffer von Reiner Rack, mit einem seiner gefürchteten Freistöße, und einen Elfmeter von Bernd Boucek den Klassenerhalt. Diese beiden Treffer sehen wir unten. Es folgte ein blamables 1:6 bei Salamander Kornwestheim. Der Rest war durchwachsen, und zum Saisonabschluß gab es ein 6:2 gegen den SGV Murr. Hierdurch wurde der 6.Platz gesichert.

 


Bilanz der Saison 85/86: 10 Siege, 8 Niederlagen, 12 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953: 421 Siege, 277 Niederlagen, 188 Unentschieden

Spieleinsätze 1985/86:

30 Spiele: Heinle, Zmarlak, Rack | 28 Spiele: Boucek | 27 Spiele: Lieb, Kirchner
25 Spiele: Maletycz  | 22 Spiele: Lachmann | 21 Spiele: Schaupp
18 Spiele: Rieger | 17 Spiele: Edelmann, Schmidt | 16 Spiele: B.Klostermann
15 Spiele: Paluszkiewicz | 14 Spiele: Batz, J.Borucki | 12 Spiele: T.Borucki
2 Spiele: Simanek, Kurzawa | 1 Spiel: Labusch

Torschützen 1985/86:

13 Tore: Boucek | 7 Tore: Kirchner | 5 Tore: Rack | 3 Tore: Rieger, B.Klostermann, Zmarlak |
2 Tore: Maletycz, Eigentore | 1 Tor: Edelmann, Lieb, T.Borucki, Lachmann

Nummer 2 im Ludwigsburger Fußball - Boucek wechselt in die Landesliga

Der TSV Grünbühl, die kleinste Gemeinde im Fußballbezirk, war somit die "zweite Größe" im Ludwigsburger Fußball". Bernd Boucek erhielt ein Angebot von Landesligist SportVg Feuerbach, das er auch annahm. Mit seiner neuen Mannschaft gastierte er ein paar Wochen später zum Freundschaftsspiel in Grünbühl und erzielte eines der beiden Tore zum 2:0.

Reserve wird Vizemeister - Wolfgang Roßnagel Torschützenkönig

Mit 37:11 Punkten und 68:30 Toren wurde die zweite Mannschaft des TSV Zweiter. Gegen Meister TSV Münchingen hatte man, bei einem Punkt Vorsprung, auswärts unglücklich 0:1 verloren. Rekordspieler der Saison waren Peter Klostermann und Lothar Labusch (22 Spiele), gefolgt von Witold Marek (21) und Klaus Baumann (18). Wolfgang Roßnagel erzielte 14 Treffer, gefolgt von Tom Kurzawa (9) und Klaus Baumann (8). Pressewart Charles Jakob bestritt, seinen Fans zuliebe, in dieser Saison, ebenfalls eine Partie in der Reserve. Für Pressekompagnon, und später Nachfolger als Pressewart, Walter Heger, bedeutete die Verletzung beim Spiel in Lomersheim sein Karriereende als aktiver Fußballer. Die in der Sportklinik Cannstatt seinerzeit vorgenommene Entnahme des halben Meniskus mutet aus heutiger Sicht recht seltsam an.

Unten sehen wir den Versuch eines Mannschaftsbildes der zweiten Mannschaft in der Saison 1985/86.

oben v.l.: 
Baumann, Rack, Labusch, Fiala, Simanek, Scherer, P.Klostermann, Paluszkiewicz, B.Klostermann
unten v.l.: 
Johnson, Marek, W.Roßnagel, Wagner, Heger


A-Jugend 1986

oben v.l.:   Jürgen Stolz, Oliver Depre, Matteo Castelluccia, Senol ???, Manuel Pinheiro, Matthias Haamann, Claus Rene Holz, Pjotr Wladimiriv

unten v.l.:  Andreas Angrick, Alexander Lang, Deria ??, Manfred Ziverts (i.d. Hocke), Edwin Geisler, Thomas Angrick, Rolf-Peter Hofmann

Bezirksliga 1986 / 87 - Tragischer Abstieg - Viele Verletzte

Alle hielten gegen den TSV Grünbühl zusammen

Wir sehen unten ein tolles Tor von Bernd Klostermann vom 4:0 beim TSV Asperg.

Nachfolgend ein Foto mit Friedrich Kirchner und hinten Reiner Rack vom Spiel gegen TSV Flacht, das in Rutesheim ausgetragen, und durch ein Tor von Jens Edelmann mit 1:0 gewonnen wurde.


Bilanz der Saison 86/87:  8 Siege, 12 Niederlagen, 10 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953: 429 Siege, 289 Niederlagen, 198 Unentschieden


Kreisliga A 1987 / 88 - mißglückter Neuaufbau

Armin Klostermann und Bruno Polziehn legten ihr Amt als Trainer nieder, und Claus Hemmerich gab den Posten als Fußballabteilungsleiter ab. Fünf Spieler hatten den Verein verlassen: Jürgen Heinle (TSV Münchingen) und Thomas Borucki (SpVgg 07 Ludwigsburg II) wechselten in die Bezirksliga; Torjäger Friedrich Kirchner ging zum Landesligisten TV Oeffingen, und Jens Edelmann gar in die Verbandsliga, zu Germania Bietigheim. Andreas Schaupp hörte aus beruflichen Gründen auf. Hinzu kam, daß sich Reiner Rack vor der Saison so schwer verletzte, daß er die gesamte Runde aussetzen mußte. Neuer Trainer war der 39-jährige Georg Geier, ehemals Aktiver beim TV Neckarweihingen. Otto Depré sprang als Fußballabteilungsleiter ein.

Bilanz der Saison 87/88:     6 Siege,  13 Niederlagen,  9 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   435 Siege,   302 Niederlagen,   207 Unentschieden

Kreisliga 1988 / 89 - magerer 9.Platz

Armin Klostermann übernahm jetzt wieder die Mannschaft als Trainer, Peter Klostermann war neuer Fußballabteilungsleiter und blieb es lange Jahre.

Bilanz der Saison 88/89:     9 Siege,  12 Niederlagen,  7 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   444 Siege,   314 Niederlagen,   214 Unentschieden

Kreisliga A 1989 / 90 - Klassenerhalt im 1000. Punktspiel

Armin Klostermann hatte das Angebot angenommen, Trainer des Bezirksligisten TSV Münchingen zu werden. Sein Nachfolger in Grünbühl wurde Thomas Egger, ehemals Torhüter bei ESG Kornwestheim. Die ansonsten mittelmäßige Saison wurde mit einem grandiosen Sieg im 1000. Punktspiel des TSV Grünbühl gegen den Titelaspiranten VfL Gemmrigheim abgeschlossen. Dieser hatte bei einem deutlichen Sieg noch die theoretische Chance, Meister zu werden. Und das Hinspiel hatte Gemmrigheim 6:0 gegen uns gewonnen. Unserer Mannschaft drohte der Abstieg. Der TSV mußte bei einer Niederlage befürchten, vom SV Poppenweiler und dem TV Pflugfelden, die in Walheim spielten, überholt zu werden. Schon in der 5.Minute mußte man um den TSV Grünbühl bangen und halle die Kreisliga B vor Augen. Doch Spielertrainer Egger hielt mit einer tollen Parade einen Elfmeter. Statt 0: 1 stand es kurz danach 1:0 für den TSv durch ein Freistoß-Tor von Jens Edelmann. Ein weiterer - diesmal verwandelter - Strafstoß und eine Unachtsamkeit in der Abwehr führten aber dazu, daß es zur Pause 1:2 stand. Kaum einer rechnete jetzt mit einer Wende. Doch die Grünbühler Mannschaft wuchs über sich hinaus und erzielte durch Peter Holin­ka und Bernd Klostermann, die sich die Tore gegenseitig vorbereiteten, die erneute Führung, welche die Gäste jedoch abermals ausgleichen konnten. Trotz heißer Witterung stürmte der TSV Grünbühl weiter, was bei vielen Fans Kopfschüt­teln verursachte, hätte doch ein Unentschieden zum Klassenerhalt gereicht. Aber "Angriff ist die beste Verteidigung", dachten sich wohl die Grün-Weißen. Der Mut wurde mit dem 4:3 durch Peter Holinka belohnt. Matchwinner aber war eindeutig Torhüter Thomas Egger, der die Gäste mit sensationellen Paraden schier zur Verzweiflung brachte. Daß dieser Sieg am Ende gar nicht nötig gewesen wäre, da ausnahmsweise einmal andere Mannschaften für den TSV Grünbühl gespielt hatten, und sowohl Poppenweiler gegen Murr als auch Pflugfelden blamablerweise beim Tabellenletzten Walheim verloren, war am Ende allen egal. Der TV Pflugfelden spielte jetzt in der C-Klasse.

Bilanz der Saison 89/90:
     10 Siege,  13 Niederlagen,  5 Unentschieden

Gesamtbilanz seit 1953:   454 Siege,   327 Niederlagen,   219 Unentschieden


Kreisliga A 1990 / 91: Grandiose Aufholjagd verhindert Abstieg

Diese Saison, mit einem katastrophalen Start, und einer später sensationell eintretenden Wende, wird von allen direkt und indirekt Beteiligten nicht so schnell vergessen werden. Paolo Maglia war zum TV Aldingen gewechselt, Reiner Rack war nach einem Platzverweis im Pokal für die gesamte Vorrunde gesperrt, Bernd Klostermann fehlte
verletzungsbedingt ebenso lang, und Jürgen Stolz stellte sich nach Differenzen mit Trainer Thomas Egger nicht mehr zur Verfügung.  Egger verließ den TSV Grünbühl nach dem blamablen 0:6 beim Bezirksligaabsteiger TV Neckarweihingen, der fünften Niederlage in Folge. Es folgten (ohne Trainer) ein unglückliches 0:1 gegen Tabellenführer VfL Gemmrigheim und ein 1:3 beim FV Markgröningen. Nach jetzt 0:14 Punkten setzten sich die älteren Spieler zusammen. Spielführer Gerhard Lachmann leitete fortan das Training, Bernd Klostermann machte die Aufstellung und fungierte am Spielfeldrand als Coach. Zum 8. Spieltag wurden die Oldies Lothar Labusch, Jürgen Stolz und Rychard Maletycz reaktiviert. Aus der A-Jugend lieh man sich Achim Brutschin und Alen Kutlu.

Erster Sieg im achten Spiel

Gegen den SGV Freiberg sah dann am 7. Oktober 1990 die Aufstellung wie folgt aus:
Ziverts - Deschle - Holinka - Lieb - Johnson - Labusch (A. Brutschin) - Edelmann - Maletycz - R. El M'Hassani - Frey - Stolz (Kutlu)

Durch einen Treffer von Jürgen Stolz in der 10. Minute wurde dann tatsächlich mit 1:0 gewonnen. Der junge Alen Kutlu hatte einen guten Einstand und hätte beinahe ein Tor erzielt. Eine Woche später bestimmte die neu motivierte Mannschaft bei der ESG Kornwestheim das Spiel und hatte mehrmals die Führung auf dem Fuß. Aber der ESG-Keeper hatte einen Glanztag erwischt. Durch einen Freistoßtreffer in der 84. Minute verlor man unverdient mit 0:1.

B.K.'s Donnerwetter bringt Wende gegen den SB Asperg

Das zehnte Spiel führte den SB Asperg nach Grünbühl, doch in der ersten Halbzeit spielte Grünbühl, als habe es sich schon abgeschrieben und lag 0:1 hinten. Bernd Klostermann fand in der Pause deutliche Worte, ebenso wie der hinter dem SBA-Tor postierte Pressewart. Und wieder war es Jürgen Stolz, der traf. Seine beiden Treffer brachten mit 2:1 den zweiten Sieg ein. Die SBA'ler feierten als faire Verlierer gemeinsam mit den Grünbühlern bis spät in die Nacht. Nach diesem Spiel kehrte Armin Klostermann aus Münchingen als Trainer  zurück und fing im Hintergrund bereits mit Planungen für die Rückrunde an. Doch auch die ersten Spiele mit ihm waren erfolglos, 0:3 bei der SpVgg Bissingen, 1:2 gegen VfB Neckarrems und 0:2 beim SKV Eglosheim. Es mußte was passieren !

"Ihr seid doch sowieso schon weg"

Mit diesem Satz sprachen Pressewart Walter Heger einige ehemalige Eglosheimer Sportkameraden Ende des Jahres beim Spiel Poppenweiler gegen Eglosheim an. Und angesichts der Tabellensituation hatten sie sogar recht. Auf mein "Abwarten!" reagierten sie nur mit einem milden Lächeln.Der TSV Grünbühl hatte 7 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer (damals noch 2-Punkte-Regel), und ein sehr schlechtes Torverhältnis.

"sport info" ist wieder da

Offizieller Pressewart war jetzt Walter Heger. Er entschloß sich, Sponsoren aufzutreiben und erweckte die eingeschlafene Vereinszeitschrift "sport info" wieder zum Leben, die ab sofort im DIN A 5-Format erschien. Für die Rückrunde wurden Friedrich Kirchner, der vom Landesligisten TV Oeffingen zurückkam, Jochen Borucki und Wolfgang Brutschin reaktiviert. Als große Verstärkung kam von der SpVgg 07 Ludwigsburg II Peter Seitz als Torwart zum TSV. Großer Mithelfer im Hintergrund, um all dies' möglich zu machen, war Claus Hemmerich gewesen. Hinzu kam noch, daß Reiner Rack jetzt wieder spielberechtigt war.

Positiver Frühjahrsauftakt im neuen Gewand - nach 2:1 nur noch 6 Punkte zum Nichtabstiegsplatz

Torjäger Friedrich Kirchner war erst ab März 1991 spielberechtigt, so war es recht, daß die ersten beiden Spiele im Februar den schlechten Wetterverhältnissen zum Opfer fielen. Die neue Ära begann somit am 3. März 1991 mit dem Heimspiel gegen den FV Markgröningen. 8 Veränderungen gab es in der Aufstellung gegenüber der Vorrundenpartie.

Die Aufstellung sah wie folgt aus:
Seitz - J. Borucki - Lachmann - Lieb - Edelmann - W. Brutschin - Hofmann - Kirchner - Rack (Maletycz) - Stolz - R. El M'Hassani (Deschle)

Kaum wiederzuerkennen war unsere Mannschaft und siegte durch Treffer von Jürgen Stolz und dem im Mittelfeld eingesetzten Friedrich Kirchner mit 2.1.

Unglücklich nur 1:1 bei Freiberg II - dennoch jetzt nur noch 5 Punkte zum rettenden Ufer

Viel Pech hatte der TSV beim Spiel gegen SGV Freiberg II. Lange hatte man durch einen Kopfball von Jens Edelmann verdient geführt, kassierte aber in der 70. Minute den unglücklichen Ausgleich. Da Ingersheim verlor, machte man jedoch wieder einen Punkt gut. Am 17. März 1991 kam die spielstarke ESG Kornwestheim nach Grünbühl, und wie schon im Vorspiel konnten sich die Eisenbahner bei ihrem Torhüter bedanken, daß sie kein Gegentor kassierten. Unter anderem parierte er mit einem wahren Panthersprung einen Elfmeter von Friedrich Kirchner in der 22. Minute. Immerhin erreichte man ein 0:0, und der Abstand blieb bei 5 Punkten. Jetzt ging es zum Tabellenvorletzten SB Asperg.

Friedrich Kirchner verschiesst einen Elfmeter gegen die ESG

Nach Sieg beim SB Asperg nur noch drei Punkte Rückstand - Kirchner mit Doppelpack

Am 24. März ging es zum Tabellenvorletzten SB Asperg, der drei Punkte vor uns lag.  Es wurde ein echtes Kellerderby, und zur Pause führten unsere Jungs durch einen Kopfballtreffer von Friedrch Kirchner mit 1:0. Nach dem Ausgleich in der 51. Minute kam man nur kurzzeitig in Not. Am Ende wurde durch einen weiteren Treffer von Kirchner mit 2:1
gewonnen, trotz Zeitstrafen für Kirchner und Gerhard Lachmann, sowie einer überflüssigen Roten Karte für Dietmar Lieb. Die Tabelle sah jetzt mit nur noch 3 Punkten Rückstand auf den rettenden Platz wieder Hoffnung gebend aus.

Über Ostern Rückstand auf 2 Punkte verringert

Am 30. März 1991, dem Ostersamstag, ging es zum Nachholspiel nach Poppenweiler. Und dieses Spiel werden wir nicht so schnell vergessen. Für den gesperrten Dietmar Lieb setzte Armin Klostermann den Altrecken Ryszard Paluszkiewicz als Libero ein. Unsere Mannschaft hatte nun derart viel Selbstvertrauen, daß sie selbst einen 0:2-Rückstand nach 26 Minuten verkraften konnte. In der 53. Minute verkürzte Rychard Maletycz auf 2:1. Wenig später konterte jedoch Poppenweiler und zog auf 3:1 davon. Jetzt wurde unsere Mannschaft frenetisch
angefeuert. Mit dem A-Jugendlichen Alen Kutlu wurde ein zusätzlicher Stürmer eingewechselt. Wolfgang Brutschin verkürzte mit einem Foulelfmeter auf 3:2. Angriff auf Angriff rollte Richtung Poppenweilers Tor. In der 80. Minute schlug Brutschin einen Freistoß scharf zur Mitte, Alen Kutlu stieg hoch und köpfte schulmäßig zum 3:3 ein. Der Jubel kannte keine Grenzen.  Am Ende war sogar noch ein Sieg möglich. Jetzt war der SB Asperg Tabellenletzter. Zwei Tage später, am Ostermontag, kam der TV Neckarweihingen zum Nachholspiel nach Grünbühl. Mit verhaltener Offensive wurde das Spiel angegangen, und die Taktik wurde belohnt. Neckarweihingen, gegen das man in der Vorrunde noch 0:6 verloren hatte, kam nur zu einer einzigen Torchance, und der Youngster Alen Kutlu erzielte mit einem Heber über den Keeper das goldene Tor. Nach diesem 1:0 war betrug der Rückstand zum rettenden Ufer nur noch 2 Punkte.

Am darauffolgenden Sonntag gastierte die SpVgg Bissingen in Grünbühl und wurde durch 2 Treffer von Rychard Maletycz und 1 Tor von Rashid El M'Hassani mit 3:1 nach Hause geschickt. Es folgte ein weiteres Heimspiel, und zwar gegen den VfR Großbottwar. Die Partie war im Dezember des Vorjahres den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen.

TSV Grünbühl steht sensationell auf einem Nichtabstiegsplatz

Geleitet von einem Ex-Bundesligaschiedsrichter gewann der TSV Grünbühl in einem auf hohem Niveau stehenden Spiel durch Tore von Friedrich Kirchner und Alen Kutlu mit 2:0. Wer die Tabelle nach diesem Spiel mit der von Ende 1990 verglich, muß wohl als Nichteingeweihter an einen Druckfehler geglaubt haben. Wir standen jetzt auf einem Nichtabstiegsplatz.

Unterbrochen durch einen spielfreien Sonntag, wurde die Erfolgsserie am 21. April auch beim VfB Neckarrems fortgesetzt. Obwohl Wolfgang Brutschin zu Beginn einen Elfmeter verschoss, wurde am Ende durch Treffer von Rychard Maletycz und Friedrich Kirchner mit 2:1 gewonnen. Man kletterte gar auf den 10. Platz hatte jetzt aber  gegen die Spitzenmannschaften VfL Gemmrigheim und SKV Eglosheim anzutreten. Der SB Asperg hatte sich mittlerweile durch zwei Siege vom Tabellenende gelöst.

Rychard Maletycz erzielt ein Tor in Neckarrems

Zwei Unentschieden gegen Spitzenteams - Oldie-Party im Vereinsheim

Beim Tabellenführer VfL Gemmrigheim wurde mit großem Einsatz ein 0:0 erkämpft. Am 28. April 1991 gastierte der Tabellendritte SKV Eglosheim zu einem Klassespiel in Grünbühl. Wolfgang Brutschin brachte den TSV mit einem Gewaltschuß in Führung, aber Eglosheim setzte dagegen und führte in der 55. Minute mit 2:1. Aber den TSV der Saison 1990/91 konnte wohl nichts mehr erschüttern. Friedrich Kirchner machte das 2:2, und am Ende wurde ein Sieg nur knapp verpasst. Bei der anschliessenden "Oldie-Party" im Vereinsheim blieben auch zahlreiche Gästespieler bis zum späten Abend in Grünbühl.

Mit Sonderbus nach Großbottwar

Zum Gastspiel beim VfR Großbottwar, den man erst 20 Tage zuvor in einem Nachholspiel daheim geschlagen hatte, griff man eine alte Grünbühler Tradition auf und charterte einen Sonderbus. Mit einem akrobatischen Fallrückzieher gelang Reiner Rack nach einer halben Stunde das 0:1. Zehn Minuten später erhöhte Rychard Maletycz auf 0:2. Kurz vor Seitenwechsel hielt Peter Seitz einen Elfmeter, und schuf damit die Basis dafür, daß Großbottwar im zweiten Durchgang nicht mehr viel ausrichtete. Das Wunder war jetzt fast vollbracht. Es mußte, bei drei noch
ausstehenden, nur noch ein einziges Spiel gewonnen werden.

Das Wunder ist vollbracht: Frühzeitiger Klassenerhalt nach Heimsieg gegen FC Marbach II

Am 12. Mai 1991 gastierte der ebenfalls abstiegsgefährdete FC Marbach II in Grünbühl.

Trainer Armin Klostermann bot folgende Spieler auf:
Seitz - Lachmann - J. Borucki - Lieb - Rack - W. Brutschin - Hofmann (Deschle) - Edelmann - Kirchner - Maletycz (Stolz) - R. El M'Hassani

Schon nach 45 Minuten war das Spiel gelaufen. Reiner Rack, Rychard Maletycz und ein Eigentor brachten den TSV mit 3:0 in Front. Marbach kam in der 82. Minute lediglich noch zu einem Treffer. Die allsonntäglichen Partys fanden ihre Fortsetzung. Es war der reinste Wahnsinn ! Zehn Wochen zuvor, als am 3. März die Rückrunde begann,  hatte man 7 Punkte Rückstand zum Nichtabstieg, und jetzt, nach 21:5 Punkten aus 13 Spielen im Jahr 1991, stand man auf dem fast schon unverschämten 7. Tabellenplatz !!!

Bilanz der Saison 90/91:     10 Siege,  13 Niederlagen,  5 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   464 Siege,   340 Niederlagen,   224 Unentschieden

oben v.l.:
Abteilungsleiter Peter Kostermann, Frank Deschle, Reiner Rack, Gerhard Lachmann, Jürgen Stolz, Mohammed El M'Hassani, Ryszard Paluszkiewicz, Rashid El M'Hassani, Trainer Armin Klostermann

unten v.l.:
Wolfgang Brutschin, Dietmar Lieb, Friedrich Kirchner, Peter Seitz, Rychard Maletycz, Rolf-Peter Hofmann

Kreisliga A 1991 / 92 - Abstieg in die Kreisliga B

Zwei der wenigen Highlights der Saison waren Reiner Racks direkt verwandelte Ecke am 15.12.91 (1:1 in Bissingen) und die Ehrung für 350 Spiele von Dietmar Lieb, sowie jeweils 250 für Gerhard Lachmann und Reiner Rack.

Bilanz der Saison 91/92:     5 Siege,  17 Niederlagen,  8 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   469 Siege,   357 Niederlagen,   232 Unentschieden

D-Jugend feiert Meisterschaft 1992

Arndt Jeremias von der Grünbühler Jugendförderung schickte uns das gezeigte Mannschaftsbild mit den Grünbühler Jungs, die stolz den Meisterwimpel in die Kamera halten. Arndt Jeremias war damals Betreuer, und die Trainer Jürgen Jakisch und Oliver Taibner (oben links). Savas Eroglu, Co-Trainer unserer Aktiven, teilte dem Pressewart die Namen mit, da er selbst zu der Mannschaft gehörte. Und er meint, es muss 1992 gewesen sein.

oben v.l.: Trainer Oliver Taibner, Betreuer Arndt Jeremias, Manuel Serban, Arne Spannenberger, Giuseppe Loconte, Suat Tasdemir, Cüneyt Cagatay, Winston Reimers, Trainer Jürgen Jakisch, Robert Grohe, Hamed Mustafa, WFV-Mensch

unten v.l.: Christian Schäfer, Francesco Annuzzi, Christian Jakisch, Axel Bader, Daniel Jakisch, Hasan Uzun, Savas Eroglu, Daniel Iyassu

Kreisliga B 1992 / 93 - Wiederaufstieg verpasst

Trainer wurde Fritz Heimann, dessen Stammverein der SC Ludwigsburg gewesen war. Das Ziel Wiederaufstieg wurde verpasst. Mit 41:15 Punkten und 69:34 Toren wurde man 4. der Kreisliga B.

auf dem Foto sehen wir hinten v.l.:
Fritz Heimann, Klimis Karamanlis, Rolf Peter Hofmann; Alexander Kulczycki, Jürgen Rohde, Volker Rehm, Frank Deschle, Robert Vidackovic, Peter Klostermann
vorne v.l.:
Peter Holinka, Ralph Frey, Ralph Diezel, Peter Seitz, Rychard Maletycz, Michael Paluszkiewicz

Bilanz der Saison 92/93:     19 Siege,  6 Niederlagen,  3 Unentschieden
Gesamtbilanz seit 1953:   488 Siege,   363 Niederlagen,   235 Unentschieden

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Aktualisierung:20.06.2019